Rossini-Messe mit dem Kammerchor der Frauenkirche Dresden in der Johanneskirche Iserlohn

Johanneskirche Iserlohn, Nußberg, Berliner Platz 10
Die „kleine“ Messe von Rossini doch ganz groß – besonders mit dem Kammerchor der Frauenkirche Dresden
Pressemitteilung
Wenn am Sonntag, 18. März 2018, 16.00 Uhr, in der Johanneskirche Iserlohn, Nußberg, Berliner Platz 10, von G. Rossini die „petite“ Messe solonelle mit vier Gesangssolisten, Klavier, Harmonium und dem Kammerchor der Frauenkirche Dresden unter der Leitung des Frauenkirchenkantors Matthias Grünert erklingt keineswegs ein einfaches Werk.
Die Petite Messe solennelle entstand im Jahr 1863, 34 Jahre nach der Komposition von Rossinis letzter Oper, in Passy, wo Rossini die letzten Jahrzehnte seines Lebens verbrachte. Es handelt sich um eine Auftragskomposition für den Comte Michel-Frédéric Pillet-Will und dessen Frau Louise Pillet-Will, der das Werk gewidmet ist. Die Uraufführung fand am 14. März 1864 zur Einweihung der Privatkapelle des gräflichen Paares in Paris statt. Albert Lavignac leitete die Aufführung vom Harmonium aus. Die erste öffentliche Aufführung folgte tags darauf im Pariser Théâtre-Italien und wurde ein großer Erfolg. Die Messe steht ihren äußeren Ausmaßen und auch dem Namen nach in der Tradition der Missa solemnis, wurde aber dennoch vom Komponisten ironisch mit dem Attribut petite („klein“) bedacht. Rossini schreibt dazu in einer ironischen Widmung an den „lieben Gott“: „Hier ist sie, die arme kleine Messe. Ist es wirklich heilige Musik (musique sacrée) oder doch vermaledeite Musik (sacrée musique)? Ich bin für die Opera buffa geboren. Du weißt es wohl! Ein bisschen Können, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“ Vielleicht waren es die räumlichen Verhältnisse des Uraufführungsortes, die Rossini zu der auf den ersten Blick etwas ungewöhnlichen, in der französischen Messtradition aber durchaus beliebten Begleitung mit Klavier und Harmonium bewegten. Drei Jahre nach der Komposition arbeitete Rossini auch noch eine Orchesterfassung aus – hauptsächlich aus der Sorge heraus, die Messe könnte nach seinem Tode durch die Bearbeitung eines anderen entstellt werden: „Findet man dieselbe nun in meinem Nachlass, so kommt Herr Sax mit seinen Saxophonen oder Herr Berlioz mit anderen Riesen des modernen Orchesters, wollen damit meine Messe instrumentieren und schlagen mir meine paar Singstimmen tot, wobei sie auch mich glücklich umbringen würden.“ Rossini bevorzugte dennoch die Version mit Klavier und Harmonium und verfügte, dass die Orchesterfassung erst nach seinem Tode aufgeführt werden durfte. Sie erklang erstmals am 24. Februar 1869 im Théâtre-Italien in Paris. Während in den ersten Jahren danach Aufführungen der Orchesterfassung überwogen, hat sich mittlerweile das Verhältnis wieder zugunsten der Originalfassung verschoben.
Die Ironie sowie der „Humor“ des Komponisten und die Qualität der Dresdner Künstler sollten Grund genug sein, diesem Konzerterlebnis in der Johanneskirche beizuwohnen. Hinzu kommt der günstige Vorverkaufspreis von 12,00 E (Schüler/Studenten 7,00 E).
Karten im Vorverkauf in der Stadtinformation Iserlohn, Bahnhofsplatz 2, Tel. 02371-2171819/20, ALPHA-Buchhandlung, Iserlohn, Vinckestr. 9-13, Tel. 02371-29397 und Buchhandlung „die kleine“, Iserlohn-Letmathe, Hagener Str. 19, Tel. 02374-10109. Die Konzertkasse ist ab 15.00 Uhr geöffnet.

Autor:

Dr. Wolfgang Besler aus Iserlohn

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