NOMA Iserlohn Kangaroos: Tabellenführer wackelt, fällt aber nicht

107:57. Diese Hinspiel-Schlappe der Minikangaroos beim TSV Hagen hatten wohl die Trainer beider Teams noch im Kopf. So kündigten die Hagener Coaches an, dieses Spiel für Experimente nutzen zu wollen, die Iserlohner gaben die Parole „keine Angst vor großen Tieren“ aus.
Doch es waren gerade sieben Minuten vergangen, da hatten die Kangaroos mit einigen neuen Angriffszügen experimentiert und lagen mit 20:11 in Führung, während die Hagener erste Fünf bereits 7 Fouls kassiert hatte. Erst dann beschlossen die „großen Tiere“, sich von den „Underdogs“ nicht weiter vorführen lassen zu wollen, und stellten nach einer tabellenführerwürdigen Aufholjagd zur Viertelpause die Ergebnistafel auf 24:25.
Noch bis zur 13. Minute konnten sich die Kangaroo-Dompteure Sebastian Imkeller und Helgi Bencker über die bissigen Verteidigungsanstrengungen und durchdachten Spielzüge ihrer Schützlinge freuen, bei denen auch Nachwuchsflitzer Rene Zurek clever punktete (33:35),
dann überrannte der TSV-Express die müden Recken. Trotzdem war das Halbzeitergebnis von 38:52 noch aller Ehren wert, und wer eine gute Nase hatte, konnten noch einen leichten Geruch von der möglichen Sensation in der Hallenluft feststellen.
Das daraus nichts wurde, lag allerdings nicht unbedingt an den korbgefährlichen Hagenern, sondern an den nunmehr leichtsinnigen und nachlässigen Kangaroos, die einige Bälle viel zu billig herschenkten und den Gästen in der Verteidigung zu oft die Wege zu leichten Körben öffneten. Beim Stande von 47:76 schien der TSV den Sack frühzeitig zugemacht zu haben, war aber clever genug, noch nicht zu experimentieren. Trotzdem konnte er nicht verhindern, dass nach einem „Weck-Dreier“ von Mika Keienburg und sieben weiteren Punkten des agilen Kapitäns der Vorsprung bis zur Viertelpause zu schmelzen begann. (60:80)
Nun waren plötzlich alle hellwach und bereit, den Zuschauer das schönste Viertel der Saison zu schenken. Während Nick Kascha mit einer unglaublichen Laufleistung am gegnerischen Korb eine Lehrvorführung gab, wie die Kleinsten zu Größten werden, sorgten Jim Varendorff, Max Winkler und Co. hinten aufopferungsvoll dafür, dass es keine leichten Körbe mehr gab. So ging das letzte Viertel nicht zuletzt dank vieler Fast Breaks mit 35:21 an die Kangaroos. Und hätten die beiden Langen von Hagen nicht so überragend gepunktet (42/bzw. 29 Punkte), dass man dem sympathischen Volmestädtern schon jetzt die Daumen für den Titelkampf drücken möchte, und hätten die Kangaroos nicht nur 10 ihrer 28 Freiwürfe versenkt, wer weiß…
Gewonnen allerdings haben die Mini-Kangaroos eine neue Qualität im Zusammenspiel und Kampfgeist und die wichtige Erkenntnis, dass der Glaube an sich selbst Berge versetzen kann.
Beim Rückspiel am nächsten Sonntag bei der TG Vörde erhalten dann unsere Nachwuchstalente mit Sicherheit mehr Spielanteile, von „Experimenten“ sprechen wir vorsichtshalber nicht.

Noma Iserlohn Kangaroos –TSV Hagen
95:103(24:25,38:52,60:80)

Für die Kangaroos spielten:

Luka Dragojevic (10), Nick Kascha (21), Mika Keienburg (25), Hicham Lahlou (), Julian Mateskovic (), Lennard Merta (13), Anna Ninic (10), David Pavljak (),Jim Varendorff (8), Max Winkler (6), Rene Zurek (2)

Bericht: Helgi Bencker

www.noma-iserlohn-kangaroos.de

Autor:

Iserlohn Kangaroos aus Iserlohn

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