Wespenalarm im August: 5 Tipps gegen die Plagegeister

"Wespenalarm" beim Frühstück oder bei Kaffee und Kuchen auf dem Balkon.  Foto: Corbis
  • "Wespenalarm" beim Frühstück oder bei Kaffee und Kuchen auf dem Balkon. Foto: Corbis
  • hochgeladen von Anja Jungvogel

Zurzeit sind wieder besonders viele Wespen unterwegs. Ob Kuchen oder Kotelett – wir können fast nichts draußen essen, ohne die Tiere anzulocken. Volker Mauss, Biologe vom Zentrum für Wespenkunde, erklärt den Grund: „Die Wespenpopulation erreicht im August den Höhepunkt und benötigt viel Nahrung – vor allem Proteine und Kohlenhydrate.

Sie verzehren aber nicht nur Nahrung für den Menschen: „Wespen bestäuben durch das Sammeln von Nektar Pflanzen und fangen zusätzlich Fliegen, Läuse und andere lästige Insekten“, erklärt Christian Makala von der Unteren Landschaftsbehörde im Kreis Unna. Für das Naschen an Kuchen, Limonade, aber auch Gegrilltem sind nach Auskunft des Kreis-Umweltexperten nur zwei Arten verantwortlich: Die deutsche und die gewöhnliche Wespe.

Wie werde ich die Plagegeister am Besten los?

1. Ruhig verhalten
Nähert sich eine Wespe, nicht wedeln oder hektisch reagieren, sondern sanft wegschieben. Pusten ist keine gute Idee, denn der Kohlendioxidgehalt in unserem Atem versetzt die Tiere in Panik.
2. Speisen und Getränke abdecken
Unser Essen ist für Wespen die einfachste Beute. Darum vor allem Süßes aber auch Fleisch im Freien abdecken. Beim Picknick nur mit einem Strohhalm aus Flaschen oder Dosen trinken. Außerdem nach dem Essen Mund und Hände abwischen – besonders bei Kindern.
3. Auf Kleidung und Düfte achten
Duftstoffe wie Haarspray und Parfüm in der Nähe von Nestern vermeiden. Bunte Kleidung in den Farben gelb und blau mögen die Tiere gerne, helle Kleidung zieht Wespen weniger an.
4. Keine Ablenkungsmanöver starten
Wespen merken sich Futterquellen. Sie lassen sich auch nicht mit Ablenkungsmanövern täuschen. Wenn man in einiger Entfernung zum Esstisch Nahrung zur Ablenkung platziert, erhöht man vielmehr die Wespen-Dichte im eigenen Garten, da nun eine weitere Futterquelle zur Verfügung steht. Am sichersten ist es, in der Wespenzeit tagsüber nicht draußen zu essen, so schade das auch ist.
5. Hausmittel ausprobieren
Einige Hausmittel sollen angeblich Wespen abschrecken. Auch wenn die Beweise dafür fehlen, ausprobieren kann bei einer Wespen-Invasion nicht schaden: Zitronenscheiben mit Nelken auf den Tisch legen oder eine Schale mit Kaffeebohnen anzünden.

Falls Wespen doch gestochen haben: Schnell handeln!
Nach einem Stich hilft Kühlen gegen den Juckreiz. Auch Zitronensaft oder eine
aufgeschnittene Zwiebel verschaffen Linderung.
Einfach die Stelle damit einreiben.

Nähere Auskunft zum Thema erteilt die
Untere Landschaftsbehörde,
Frau Wabbels
Telefon: 02303 27-2470
eMail: post@kreis-unna.de
Internet: www.kreis-unna.de

Autor:

Anja Jungvogel aus Stadtspiegel Kamen

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