Spendenaufruf: Delfintherapie auf Curacao soll Entwicklung und Lebensqualität des Zweijährigen fördern
Hilfe für den kleinen Philipp

Philipp in seinem Stehtrainer. Ohne diese Hilfe könnte der Zweijährige nicht alleine stehen.
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  • Philipp in seinem Stehtrainer. Ohne diese Hilfe könnte der Zweijährige nicht alleine stehen.
  • Foto: Familie Blumenschein
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Der kleine Philipp ist zwei Jahre alt. Er leidet an der seltenen Chromosomenanomalie Tetrasomie 18p. Anders, als andere Kleinkinder in seinem Alter, kann Philipp nicht alleine sitzen, stehen, laufen oder zumindest krabbeln und robben. Der Kleine kann ohne Hilfe nur auf dem Rücken liegen und benutzt oft die Füße und Beine, um zum Beispiel etwas greifen zu können.
„Die alltäglichen Dinge, die für Zweijährige eigentlich ganz normal sind, kann Philipp nicht oder noch nicht. Der gesamte Entwicklungsprozess, auch beim Sprechen, dauert viel länger“, erklärt seine Mutter Stephanie Blumenschein traurig. „Seine Muskeln bauen sich nicht so schnell auf und er ist sehr anfällig für Krankheiten.“ Damit die Muskeln aufgebaut werden können, „trainiert“ Philipp in seinem Stehtrainer. Stehhilfen sind an Rücken und Beinen befestigt und ermöglichen so einen aufrechten und sicheren Stand. Hierbei sind bei Philipp kleine Fortschritte zu erkennen. Auch die Frühförderstelle in Rheinberg sorgt mit Physiotherapie für Hilfe und Entlastung. Auf Medikamente ist der Kleine nicht angewiesen, bekommt aber hochkalorische Kost, da er an starkem Untergewicht leidet.

Tetrasomie 18p ist nicht heilbar

Philipp besucht regelmäßig für bis zu fünf Stunden am Tag den Kindergarten und wird dort in einer 1:1 Betreuung begleitet. „Anders wäre es auch gar nicht möglich“, so die junge Mutter, die als Altenpflegerin im Nachtdienst tätig ist. Auch Vater Wilhelm ist berufstätig, der Alltag für alle, auch für Philipps älteren Bruder Marc (9), oftmals sehr beschwerlich. Die düstere Diagnose, die die Kamp-Lintforter Familie bekam: Tetrasomie 18p ist nicht heilbar, die Lebenserwartung nicht klar definiert. Die Häufigkeit beträgt 1:140.000 Lebendgeborene. Studien gibt es zu der Krankheit bisher nur wenige. Stephanie Blumenschein erinnert sich: „Zunächst haben wir bei Philipps Entwicklung nichts Auffälliges bemerkt. Irgendwann wunderte ich mich, dass er immer noch nicht anfing zu laufen. Anfang dieses Jahres gab eine Blutuntersuchung dann Aufschluss, dass unser Sohn an Tetrasomie 18p leidet. Ein großer Schock für uns alle. In verschiedenen Gruppen über Facebook nahm ich Kontakt zu Eltern aus der ganzen Welt auf, deren Kinder auch an dieser seltenen Krankheit leiden. Reittherapien sollen gut helfen, aber noch effektiver sollen Delfintherapien sein. Ich wandte mich deshalb an „dolphin aid“ und war voller Hoffnung“, erzählt Stephanie Blumenschein im Gespräch mit der Redaktion. „dolphin aid“ hat es sich zum Ziel gesetzt, so vielen Kindern und Erwachsenen wie möglich die wichtige tiergestützte Intensivtherapie mit Delphinen zu ermöglichen. Eine unabhängige, europäische, wissenschaftliche Studie soll 2003 auch die Wirksamkeit dieser Intensivtherapie mit Delphinen medizinisch bewiesen haben. Delfine sind bekannt für ihre Liebenswürdigkeit, Neugier, Lernwilligkeit und Bereitschaft, sich mit Menschen zu sozialisieren - perfekte Partner für die Therapie, bei der vor allem die Steigerung der Lebensqualität der Patienten im Vordergrund steht.

"dolphin aid": Therapie auf Curacao

„dolphin aid“ arbeitet mit verschiedenen Therapiezentren auf der ganzen Welt zusammen, wie zum Beispiel auch mit der Einrichtung auf der Karibikinsel Curacao. Die Therapie kostet dort zwischen 14.000 und 22.000 Euro. Stephanie und Wilhelm Blumenschein würden sich wünschen, dass eine Delfintherapie für Philipp möglich wäre, die anfallenden Kosten sind für die Familie allerdings sehr hoch. „Unsere großer Wunsch ist, dass sich bei Philipp durch die zweiwöchige Therapie ein Schalter umlegt, er beginnt zu laufen und zu sprechen. Über jede Spende sind wir sehr sehr dankbar“, erklärt die 37-Jährige. Das Spendenkonto wurde von „dolphin aid“ eingerichtet: dolphin aid e.V. , IBAN DE52300501100020002424, BIC DUSSDEDDXXX, Stadtsparkasse Düsseldorf, Verwendungszweck: Philipp Blumenschein.

Philipp in seinem Stehtrainer. Ohne diese Hilfe könnte der Zweijährige nicht alleine stehen.
Philipp mit seinem großen Bruder Marc (9).
Autor:

Nadine Scholtheis aus Moers

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