Polizeilicher Schwerpunkteinsatz zur Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern
48 Anzeigen, 119 Verwarnungsgelder

Erneut führte die Kreispolizeibehörde Mettmann einen Schwerpunkteinsatz zur Verbesserung der Sicherheit von Fußgängern und Fahrradfahrern im öffentlichen Straßenverkehr durch. Mehr als 70 Einsatzkräfte aus der gesamten Kreispolizeibehörde Mettmann sowie der Bereitschaftspolizei Köln, waren am Dienstag, 14. Mai, von 7.30 bis 14 Uhr in Ratingen, Hilden und Langenfeld tätig, um dort gezielt das Verhalten von Fußgängern und Radfahrern zu kontrollieren.

Thematisch begleitet wurden diese Kontrollmaßnahmen von einem Präventionsstand in der Langenfelder Innenstadt unter Beteiligung der örtlichen Sicherheitspartner des Aktionsbündnisses Seniorensicherheit. Bei ihren Kontrollen stellten die Beamten insgesamt167 Verstöße von Fahrradfahrern, Fußgängern sowie Fahrzeugführern fest (insbesondere Verstöße gegen das Handyverbot, Gurtverstöße, Fehler beim Abbiegen, Vorfahrtverstöße). 48 Mal wurde eine Anzeige gefertigt (44 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen und 4 Strafanzeigen), in
119 Fällen mussten Verkehrsteilnehmer ein Verwarnungsgeld zahlen.

Die Bilanz:
Hilden: 19 Anzeigen und 26 Verwarnungsgelder.
Langenfeld: 25 Anzeigen und 48 Verwarnungsgelder. 
Ratingen: 4 Anzeigen und 45 Verwarnungsgelder.

Informationen zum "Projekt Korrekt" 

Die Kreispolizeibehörde Mettmann führt das seit 2012 initiierte "Projekt Korrekt" zur Bekämpfung von Verkehrsunfällen mit Fußgängern und Radfahrern durch. Fußgänger und Radfahrer besitzen keine Knautschzone und haben daher ein hohes Risiko, bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt zu werden.
Ursachen: Erkannte Ursachen von Radfahrunfällen sind z.B. das Benutzen der falschen/verbotenen Fahrbahn, das Nichtbeachten des Rechtsfahrgebotes sowie unvorsichtiges Ein- und Anfahren in den Verkehrsraum. Fußgänger hingegen überschreiten oft Fahrbahnen, ohne überhaupt auf den Verkehr zu achten oder überqueren solche bei dichtem Verkehr an anderer Stelle, als sinnvoll und / oder vorgegeben (Fußgängerampel, Überweg).
Schwerpunktkontrollen: Zur kreisweiten Bekämpfung der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fußgängern und Radfahrern werden vom Verkehrsdienst und vom Wachdienst der Kreispolizei fortlaufend Kontrollen von nicht motorisierten und motorisierten Verkehrsteilnehmern durchgeführt. In der Zeit von März bis November führt die Polizei zusätzlich drei Schwerpunkteinsätze mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei in den Kommunen Hilden, Langenfeld und Ratingen durch.
Zielsetzung: Eine hohe Kontrollintensität soll nachhaltig auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer in den Aktionskommunen einwirken. Konsequentes Einschreiten bei Verkehrsverstößen führt zu regelgerechterem Verhalten aller Verkehrsteilnehmer. Fehlverhalten gegenüber "schwachen Verkehrsteilnehmern" stehen im Fokus dieser Verkehrskontrollen, aber auch diese gefährdeten Personen selber bedürfen der besonderen Aufsicht und Überwachung, denn:Fußgänger und Radfahrer besitzen keine Knautschzone, und gerade sie selber unterschätzen häufig die Gefahren im Straßenverkehr, welche immer wieder auch durch eigenes Fehlverhalten entstehen.

Beratung vor Ort: Parallel zu diesen verstärkten Verkehrskontrollen informiert die Polizei im Rahmen ihrer Schwerpunkteinsätze mit einem Infomobil über verkehrssicherere Verhalten von Fußgängern und Radfahrern. Bei diesen Beratungen stehen insbesondere die Verkehrssicherheit von Fahrrädern sowie der Gebrauch reflektierender Materialien für Fußgänger und Radfahrer im Vordergrund. Die polizeilichen Präventionsstände werden dabei auch immer wieder von den Sicherheitspartnern des Aktionsbündnisses Seniorensicherheit begleitet.

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