"Landschaft der Kommunikation"
18 Arbeiten von Udo Dziersk sind im Kunstverein Langenfeld zu sehen

Udo Dziersk stellt eine Auswahl seiner Arbeiten im Kunstverein Langenfeld aus.
  • Udo Dziersk stellt eine Auswahl seiner Arbeiten im Kunstverein Langenfeld aus.
  • Foto: Michael de Clerque
  • hochgeladen von Stefan Pollmanns

Die Kunstakademie Düsseldorf macht ihn 2002 zum jüngsten Professor des Hauses. Jetzt sind Arbeiten von Udo Dziersk in Langenfeld zu sehen.

„Der Kunstverein Langenfeld macht eine gute Arbeit und die Lage zwischen den Kunstzentren Düsseldorf und Köln ist spannend“, sagt der gebürtige Gelsenkirchener. Die Vernissage lockte denn auch ein großes Publikum an. Rund einhundert Kunstfreunde, darunter auffallend jüngeres Publikum und viele Besucher aus den Metropolen, konnten Vorsitzender Felix Fehlau und stellvertretender Bürgermeister Dieter Braschoss begrüßen.

18 Arbeiten

Die Schau mit 18 Arbeiten des auch als Gastprofessor in Xi’an, China, wirkenden Künstlers zeigt Arbeiten der letzten Jahre, auch jüngst entstandene, höchst interessante „Nachtbilder“. Sie entstanden im Atelier bei spärlichem Licht, „ich möchte wissen wie sich dies hier alles verhält in der Dunkelheit“, wird der Künstler zitiert.

Dreiteilige Jahressequenz

Eingeordnet ist die Ausstellung in die dreiteilige Jahressequenz des Kunstvereins zum Thema „Landschaft“. Doch dass der Künstler kein „Landschaftsmaler“ im eigentlichen Sinne ist, macht bereits der Titel deutlich: "Landschaft der Kommunikation". Udo Dziersk ist viel unterwegs, da sammelt sich einiges an. Skizzen und Aquarelle entstehen auf Reisen und werden zur Inspirationsquelle ebenso wie Erinnerungsstücke, die den Weg ins Atelier finden. In seinen Bildern findet vieles zusammen und pflegt teils ungewöhnliche Begegnungen und Austausch, Kommunikation.

Gleichzeitigkeit unterschiedlichster Szenen

Das spannende in den Bildern von Udo Dziersk ist die Gleichzeitigkeit unterschiedlichster Szenen und Momente. Da ragt das übereinander geschlagene Bein des Künstlers in das Bild hinein, den Skizzenblock auf den Knien. Vor dem Künstler breitet sich die Landschaft aus, die er zeichnet und die doch bereits als fertiges Bild in der Ausstellung zu sehen ist. Das bringt viel Spannung in die großformatigen Gemälde und nimmt den Betrachter mit auf Reisen, der auch die Erinnerungsstücke des Künstlers für sich zu ordnen hat. Die Komposition der Bilder, die keinem fertigen Konzept folgt sondern sich während des Malprozesses entwickelt, hat etwas von modernem Filmschnitt, so Kuratorin Beate Domdey-Fehlau vom Kunstverein. Und es entspricht unserer digitalisierten Welt, in dem es scheint, gleichzeitig in verschiedenen Szenen, Begegnungen und Orten verweilen und agieren zu können. „Udo Dziersk hält die Gleichzeitigkeit der Momente, des Gesehenen, des zurück liegenden der Erinnerung aber zugleich auch das in der Zukunft entstandene in einem einzigen Bild fest“. Von den Bildern geht eine verhaltende Stille aus, die aber zugleich höchst lebendig und spannend wirkt.

Bis zum 17. Januar geöffnet

Die Ausstellung ist bis zum 17. Januar 2020 zu sehen, geöffnet:
Montag, Freitag, Samstag, von 10 bis 13 Uhr; Donnerstag, von 15 bis 20 Uhr, Sonntag, von 15 bis 18 Uhr.

Umfangreiches Begleitprogramm

Ein umfangreiches Begleitprogramm bietet einen Workshop „Chinesische Tuschmalerei: Landschafts-Elemente“ (23./24. November), einen Filmabend „Naturerlebnis und Reflexion, Die Landschaft bei Caspar Davis Friedrich“ (28. November), einen Vortrag zum Thema „Geschichte der Landschaftsmalerei“ (12. Dezember). Die Ausstellung endet am 17. Januar mit dem international art’s birthday.

Information und Anmeldung

Information und Anmeldung zu den Veranstaltungen unter Tel.: 0163 8722770 oder domdey@kunstverein-langenfeld.de

Autor:

Stefan Pollmanns aus Langenfeld (Rheinland)

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