Vorschlag von Bürgermeister Frank Schneider in der jüngsten Ratssitzung
Grund- und Gewerbesteuer in Langenfeld sollen gesenkt werden

Eine "Weihnachtsüberraschung" hatte Bürgermeister Frank Schneider am vergangenen Dienstagabend bei der letzten Ratssitzung des Jahres im Gepäck.Mit der Einbringung des städtischen Haushaltes für das kommende Jahr schlug er gemeinsam mit dem neuen Kämmerer Thomas Grieger eine  Senkung der Steuersätze in Sachen Grundsteuer und Gewerbesteuer vor.

Steuersenkung in drei Schritten

Im Einzelnen bedeutet dies, dass beide Steuern künftig bei einem Satz von 299 liegen sollen. Der Bürgermeister wies am Dienstag darauf hin, dass die Steuersenkung nach seinem Vorschlag in drei Schritten in den Jahren 2019, 2020 und 2021 vollzogen werden solle. 

Grundsteuer

Die Grundsteuer würde dabei in 2019 von im Moment 380 Prozentpunkten auf 330 Prozent gesenkt, dann 2020 von 330 auf 310 und schließlich 2021 von 310 auf die angekündigten 299 Prozent.

Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer liegt derzeit bei 360 Prozent und soll 2019 auf 330, 2020 auf 310 und 2021 auf 299, jeweils zum 1. Januar heruntergeschraubt werden.
In seiner Rede zum Haushaltsentwurf der Stadtverwaltung Langenfeld erklärt Frank Schneider, dass ihn die verlässlich guten Entwicklungen der Haushaltszahlen für die kommenden Jahre zu diesem Vorschlag bewogen hätten. „Für mich stand immer fest, dass eine verlässlich gute Finanzsituation gleichbedeutend mit einer Beteiligung der Bürgerschaft und der Unternehmen ist, wenn dies keine Gefährdung der Schuldenfreiheit und damit Generationengerechtigkeit bedeutet“, so der Bürgermeister in seiner Haushaltsrede. Er betonte dabei auch den sozialen Aspekt dieser Steuersenkungen, denn im Rahmen der sogenannten „zweiten Miete“ würden alle Langenfelderinnen und Langenfelder weniger bezahlen, wenn die Grundsteuer gesenkt wird. Allein in 2019 würde dies bei der Musterrechnung des Vier-Personen-Haushaltes in Langenfeld eine Entlastung von über 40 Euro bedeuten.

"Beteiligung der Bürger und der Firmen  an einer insgesamt guten Finanzsituation"

Auf Anfrage des WA erklärte Frank Schneider, dass die Bürgerdividende, die im kommenden Jahr immerhin mit mehr als 5 Millionen Euro (weniger zu bezahlende Grund- und Gewerbesteuer) zu beziffern ist, sicherlich auch ein Signal in Richtung neuer Firmenansiedlungen ist: „Unser Selbstbewusstsein, das wir als Stadt mit einem Gesamtpaket haben dürfen, das im weiten Umkreis keine andere Kommune zu bieten hat, setzt dabei bewusst und gezielt auf Nachhaltigkeit in der Werbung für den Standort und nicht auf den schnellen Erfolg.“ Vor allem aber gehe es bei diesen Steuersenkungen um eine Beteiligung der Bürger und der Firmen Langenfelds an einer insgesamt guten Finanzsituation der Stadt.

Über den Haushalt wird im März entschieden

Der Stadtrat entscheidet im März des kommenden Jahres über den Haushalt der Stadt Langenfeld.

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