13. capp Sport cap am 1. September

Am Sonntag, 1. September, wird wieder mit Geschwindigkeit um den Freizeitpark gerollt.
  • Am Sonntag, 1. September, wird wieder mit Geschwindigkeit um den Freizeitpark gerollt.
  • hochgeladen von Stefan Pollmanns

„Ich bin anders als du bist anders als er ist anders als sie!“ Das Lied vom Anderssein – oft in Grundschulen gesungen – gilt auch beim capp Sport cup (cSc)„gemeinsam rollt’s“ am Sonntag, 1. September, der von 10 bis 18 Uhr rund um den Freizeitpark Langenfeld stattfindet. Teilnehmen kann jeder, ob Jung oder Alt ob mit Handicap – Capps genannt – oder ohne – No-Capps. „Das Gemeinsame steht im Vordergrund“, erklärte Stifter und Organisator Bernhard Weik.

Etwa 500 bis 600 Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland werden erwartet. An den Start gehen Handbike, Adaptivbike, Rolli, (Renn)Tandem, Ein- und Dreirad, Liegerad, Tretroller, Inliner, Speedskater. Die Vielfalt an verschiedenen Fahruntersätzen sucht ihresgleichen.
Gemeinsamkeit, Geschwindigkeit und Geselligkeit – die drei „Gs“ werden beim cSc groß geschrieben. In Gruppen bereiten sich die Teilnehmer vor, gehen gemeinsam an den Start – Freundschaften werden geschlossen. Die Geschwindigkeit ist dagegen ist individuell. „Der eine mag es eher gemütlich. Andere packt der Ehrgeiz. Wir möchten Bedingungen schaffen, die allen Teilnehmern gerecht werden“, erklärt Hartmut Zerfaß, verantwortlich für den 2,3 Kilometer langen Rundkurs. Dass die Geselligkeit ein wichtiger Pluspunkt ist, hatte das cSc-Team mit Organisator Bernhard Weik von Anfang an im Blick. Nicht von ungefähr ziehe diese Kombination von Sport, Vergnügen und Geselligkeit so viele Besucher an.

Erster Start um 10.15 Uhr

Der erste cSc-Lauf, an dem jeder mit Inlinern –von Jung bis Alt – teilnehmen kann,ist das Jedermann-Rennen. Er startet um 10:15 Uhr. Das Rennen ist gemütlich, aber auch mit viel Ehrgeiz verbunden.
Beim zweiten Rennen um 11.30 Uhr sind die gemütlichen Rad-Tandems (auch Sehbehinderte und Blinde auf dem Sozius) auf der Rennstrecke: Einräder, Tretroller, Handbikes, Adaptivbikes, Dreirad/Fahrrad und Rolli. Kindergartenkinder sind auch auf ihrem Laufrad unterwegs.
Liegeräder, schnelle Handbikes und Renn-Tandems starten beim dritten Rennen um 13 Uhr. Während die ersten beiden Rennen über 40 Minuten laufen, geht es am Nachmittag bei Rennen drei und vier über 90 Minuten. Im letzte Rennen starten die Speedskater um 15:20 Uh. Der Endspurt wird hier besonders spannend, weil es um die jeweils ersten fünf Plätze bei Frauen und Männern geht.

Schießen für Blinde und Schlemmermeile

Menschen mit einer Sehbehinderung und Blinde haben beim cSc haben einen besonderen Platz. Oft trainieren sie das ganze Jahr mit Piloten des ADFC bei Fahrten durch schöne Landschaften und wissen um ihre Leistungsfähigkeit. Die können sie auch beweisen, beim akustischen Schießen. Organisiert wird es vom Blinden- und Sehbehinderten-Verein Bergisch Land mit Unterstützung der Schießmeister Heinz Müller und Dirk Schäfer des Schützenvereins der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Langenfeld-Richrath. Der Schützenverein Langenfeld 1834 seit Jahren seine Räumlichkeiten zur Verfügung.
Wer weniger sportlich interessiert ist, kann es sich bei der cSc-Schlemmermeile schmecken lassen. Sie wird jedes Jahr internationaler: Dieses Mal gibt es deutsche, spanische, türkische, philippinische, italienische, koreanische, kroatische, ungarische und mexikanische Kost. Serviert wird auf richtigem Geschirr mit richtigem Besteck.

Angebote für den Nachwuchs

Kinder kommen an dem Tag nicht zu kurz: Sie springen unter Aufsicht auf der Hüpfburg herum, lassen sich am Basti-Bus nieder, um ein rohes Holzherz in ein schönes An- oder Umhängen zu verwandeln. „Das Herz gibt es so speziell nur beim cSc“, erklärte Jo Ruppel, pädagogischer Leiter beim Basti-Bu Die Rohlinge fertige die WZA Werkstatt zur Arbeitsförderung in Langenfeld. „Bis zu 10 Kinder können im Basti-Bus gleichzeitig werkeln, er ist für Kinder von vier bis zwölf Jahren gedacht und steht ab 10 Uhr den ganzen Tag in der Nähe der Hüpfburg“, berichtet Oliver Leidig, „Erfinder“ des Basti-Bus.
Das Rahmenprogramm hat auch einiges zu bieten: Tanz, Ballett und Artistik. Etwa drei Dutzend Mädels der Ballettschule von Susanne Guss zeigen,was sie im Training gelernt haben. Die koreanischen Trommlerinnen spielen – in bunten Kostümen tanzend –die besonderen Rhythmen ihrer Musik. „Mit ihren Instrumenten sind sie einfach eine Augen- und Ohrenweide“, erklärte Elmar Widera, für die Schlemmermeile und das Rahmenprogramm verantwortlich.
Schirmherr des cSc ist Bürgermeister Frank Schneider. „Im Mittelpunkt das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, die sich auf der sportlichen Ebene begegnen und zeigen, wie der Sport die Menschen zu verbinden versteht“, so Schneider.

Viele fleißige Helfer

Nicht nur der Bürgermeister, sondern die gesamte Stadt Langenfeld ist dem Sportfest zugetan und ein Eckpfeiler bei der Organisation. Christian Benzrath, vom Referat Recht und Ordnung, der zusammen mit den Beamten der Polizei und den beiden cSc-Teamern Hartmut Zerfaß und Siegfried Schlegel die Sicherheit der Sportler und Besucher gewährleistet. Der Betriebshof liefert Verkehrsschilder und vieles andere Material und erledigt in Zusammenarbeit mit dem Referat Tiefbau die Reparaturen auf der Rennstrecke und kennzeichnet die Gefahrenstellen. Ute Piegeler und Carsten Lüdorf vom Schul- und Sportreferat sind für die Siegerehrungen verantwortlich.
Bernhard Weik weiß, was er an seinem ehrenamtlichen Team hat. „Jeder einzelne an seinem Platz erfüllt eine wichtige Aufgabe“, so der Organisator des cSc. Bereits ab Februar finden die Besprechungen für die Vorbereitung des nächsten cSc astatt. Im Juni beginnt die „heiße Phase“. Bereits ab 10 Uhr morgens sind die Moderatoren Dieter Sportmann und Carsten Ohle im Einsatz. Dass sie abends nicht total heiser sind, ist ein Wunder. Sie kommentieren die Rennen und das Rahmenprogramm, machen zahlreiche Durchsagen.
Seit zwei Jahren sind die Tandem-Piloten der Stadt-Sparkasse Langenfeld dabei. Sie fahren vor allem Menschen mit geistiger Behinderung aus den WFB- Werkstätten viele Runden auf der Rennstrecke und bringen Zuschauer aus ihrem Hause mit, die sie anfeuern.

Fan-Gruppen vor Ort

Fan-Gruppen feuern die Sportler an. Sie bilden sich spontan oder sind von Rennbegin an am Rundkurs. Ein Beispiel ist die Eigentümergemeinschaft „Zum Stadion/Walter-Kolb-Straße“. Die Anwohner organisierten zu Beginn des Laufes ein Fest. „Das Fest haben wir dann auf den Tag des cSc gelegt haben“, erklärte Peter Wevers von der Straße „Zum Stadion“. Auch dieses Jahr werde man wieder an der Strecke sein. Die Ge-meinschaft stelle dann wieder einen Grill auf.Wer eine Fan-Gruppe aufmachen möchte, kann sich an Bernhard Weik. Er stattet die Kinder mit cSc-T-Shirts aus.
Ohne das Verständnis der Anwohner wäre das Sportfest nicht möglich. Viele schauen selber zu. „Seit wir auch während des Tages die Möglichkeit haben, herauszufahren, gibt es keine Probleme mehr“, erklärte ein Anwohner (siehe Artikel Straßensperren).

Autor:

Stefan Pollmanns aus Langenfeld (Rheinland)

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