Über einen Virus ganz anderer Art - Das Vergesslichkeitsvirus
Karo's Kolumne - Ich bin nicht alleine

Frau kann mehrere Dinge gleichzeitig tun! Ich bin wieder einmal dabei, weit verbreitete Ansichten zu widerlegen. Allein der Wille ist da, doch der zählt bekanntlich nicht. Beispiel 1- Wer kennt die Szenerie nicht: Frau will etwas aus dem Hauswirtschaftsraum holen. Der Weg ist das Ziel, heißt es, uns so stehe ich dann im Raum angekommen unschlüssig herum und überlege, diesen doch mal wieder aufzuräumen. Ich bin den Weg dann noch zwei Mal gegangen aber es fiel mir erst wieder ein, was ich holen wollte als ich eine andere Arbeit verrichtete. Beispiel 2 - der Einkaufszettel: Wie oft sehe ich solche auf dem Boden eines Supermarktes liegen. Erst bedaure ich die nun doppelt gestressten Einkäufer(innen) - müssen sie sich doch jetzt mühsam im Gehirn das zuvor Geschriebene zusammen reimen um dann daheim festzustellen, dass sie doch das Wichtigste vergessen haben. Mein Zettel dagegen fristet zumeist im Fahrzeug oder in der anderen Hosentasche sein Dasein (man zieht sich ja manchmal vor dem Einkauf noch um). Das ist dann der Ansporn an das Gehirn, kreativ über die nächsten Rezeptideen nachzudenken. WENN ich aber mal den Zettel dabei habe kann ich sicher sein, mindestens ein Teil der notierten Güter nicht mit nach Hause zu bringen - und das ist nicht deswegen weil es die Gurke ober den Joghurt nicht gab. Das (oder zumindest mein) Gehirn sieht nur das was es sehen will. Beispiel 3 ereilt mich wieder am Einkaufsort: vor dem Supermarkt erhalte ich einen Wagen von einem netten Mitmenschen zugeschoben - ich brauche keinen Chip hervorkramen denn dort ist keiner drin. Ich hänge meinen Einkaufsbeutel in den Wagen und besorge das eine benötigte Teil. Wieder draußen steht ein älteres Pärchen und sortiert sich gerade mit Rollator und Krücke. Hilfsbereit schiebe ich ihnen den Einkaufswagen zu mit den Worten "Ist kein Chip drin, können Sie haben". Sie teilen ihre Freude mit mir, dass sie nun nicht auch noch nach einer Münze kramen müssen. Erst 50 Meter weiter fällt mir auf, dass mir der Einkaufsbeutel (mit Brille etc.) fehlt. Also wieder rein in den Laden... Wieder vollständig stand ich dann draußen und wartete auf meine bessere Hälfte die in einem anderen Geschäft war. Ganz konsterniert sah er aus. Das wäre ihm ja noch nie passiert. Er wollte am Auto die Brötchen einpacken, aber die waren nicht da... er hatte sie im Einkaufswagen liegen gelassen. Ich bin nicht alleine!

Autor:

Karolin Rath-Afting aus Menden (Sauerland)

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