Vandalismus in Rheinberg / In Moers hatte ein 22-Jähriger "Anlehnungsbedürfnis"
Alltagsmensch zerstört: War es "Nur ein Unfall"?

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Die Empörung und das Unverständnis waren bei allen Beteiligten, auch bei den Moerser Bürgern groß, als kurz nach dem Aufstellen der „Alltagsmenschen“ (eine Ausstellung mit lebensgroßen Figuren im Rahmen der Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort, Rheinberg und Moers) nun auch in Moers eine erste massive Beschädigung an einer Figur am Hanns-Dieter-Hüsch-Platz festzustellen war.

Doch jetzt scheint sich die Sache aufzuklären. Denn am gestrigen Dienstag erreichte das Moerser Stadtmarketing eine Mail, in der sich der mutmaßliche Täter zunächst bei allen Beteiligten entschuldigte und erklärte, er habe sich bereits bei der Polizei gemeldet.

"Ins Stolpern geraten und wollte mich nur festhalten"

Die Polizei berichtete: "Die Vernehmung des Kamp-Lintforters durch die Kriminalpolizei ergab, dass derMann nachts zu Fuß am Hanns-Dieter-Hüsch-Platz unterwegs war. Als der 22-Jährige
ins Stolpern geriet und sich an der Figur festhalten wollte, fiel er zusammen
mit dem "Alltagsmenschen" um."

"Ich möchte mich in aller Form entschuldigen"

In der Mail, die das Stadtmarketing erreichte, heißt es von dem 22-Jährigen: „Ich möchte mich in aller Form bei den Verantwortlichen entschuldigen. Es war nie meine Absicht, das Eigentum anderer zu beschädigen oder wie leider hier passiert, zu zerstören… es geht mir auch darum, für meinen Fehler gerade zu stehen und mich zu entschuldigen… bei der Künstlerin Christel Lechner und auch bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Moers."

Offenbar kein Vandalismus in Moers

 Achim Reps von der Immobilien- und Standortgemeinschaft Moers e.V. und Michael Birr, Chef des Moerser Stadtmarketings, sind erleichtert, dass es sich – anders als in Rheinberg - offenbar nicht um eine mutwillige Zerstörung der Figur handelte. "Für die Künstlerin selbst beginnt jetzt die Schadensregulierung, zudem muss sich der mutmaßliche Täter noch vor der Justiz verantworten, denn vor allem die anzunehmende Fahrerflucht ist kein Kavaliersdelikt. Wir denken auch über eine künftige Kameraüberwachung der Standorte nach, das muss aber zunächst mit den Behörden besprochen werden. Klar ist, wir werden auch in Zukunft jede Manipulation an den Exponaten strafrechtlich verfolgen. Nun hoffen wir aber, dass die nächsten Wochen und Monate ohne Beschädigungen verlaufen, denn eigentlich sind die Alltagsmenschen gekommen, um uns Freude zu bereiten“, sind sich Reps und Birr einig.

Autor:

Monika Meurs aus Moers

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