Krebserregender Baustoff (Woolit) wird endlich aus Olfen weggeschafft

Endlich rollen die LKW von Olfen-Vinnum in Richtung Dortmund zur Sondermülldeponie und schaffen den krebserregenden Baustoff (Woolit) weg. Foto: Werner Zempelin
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„Was lange währt, wird endlich gut“, ist ein alter Spruch, der sich mal wieder – zumindest in Olfen-Vinnum bewahrheitet hat. Denn dort herrscht reger LKW-Verkehr auf dem Weg zur Ziegelei Hüning, wo seit längerer Zeit eine Riesenmenge des Baustoffes „Woolit“ liegt. Dieser Baustoff ist in den Verdacht geraten, krebserregend zu sein, besonders, wenn die Partikel eingeatmet werden.
Nun endlich – nach langem Hin und Her zwischen Behörden und Herstellerfirma sowie etlichen Laboruntersuchungen – wird „das Zeug“ wieder abgefahren und die Anwohner brauchen sich keine Sorgen um ihre Atemluft zu machen. Das war im Sommer bei trockenem Wetter und Wind noch ganz anders. Da hatte die Bezirksregierung Münster Proben nehmen lassen, um zu klären, inwieweit Fasern in die Luft gelangt sind.

Die Idee des Produktes Woolit war eigentlich nicht schlecht: Aus alten Dämmstoffen – überwiegend Glasfaser- und Steinwolle-Abfällen –wurde ein Porosierungsmittel hergestellt, um es in der Ziegelproduktion einzusetzen. Aber die insgesamt 3000 Tonnen Woolit, die bei der Ziegelei Hüning lagerten, sind offenbar nicht ordnungsgemäß hergestellt worden. Das ergaben Proben des Landes-Umweltamts, so dass Fasern teilweise nicht ordnungsgemäß in dem Produkt eingebunden sind.
Daher die potenzielle Krebsgefahr. Nun endlich rollen die LKW von Vinnum in Richtung Dortmund zur Sondermülldeponie. Eine Spedition hat jetzt im Auftrag der Bezirksregierung Münster den Abtransport des Woolit-Materials übernommen, wobei die Masse bei der Verladung immer wieder mit Wasser angefeuchtet wird, damit die gefährlichen Fasern möglichst nicht in die Luft gelangen, daher auch die Atemschutzmasken.

Und so ist das regnerische Schmuddelwetter doch auch noch zu etwas gut: Wilhelm von Jagow, Mitglied der Geschäftsleitung der Ziegelei Hüning, traute sich dann sogar, das Material anzufassen, denn nur beim Einatmen kann es gefährlich werden. Dennoch wirkte er auch erleichtert, als er festellte: „Wir sind einfach nur froh, wenn das Zeug weg ist.“ Na dann kann es ja auch bei Hüning und der Vinnummer Bevölkerung ein gutes Neues Jahr geben.

Autor:

Werner Zempelin aus Olfen

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