Olfen: Konferenz der Bürgermeister - wichtiges Thema: Wohnraum für Flüchtlinge

Olfens Bürgermeister Wilhelm Senderman (3. v.l.) war Gastgeber bei der Konferenz der Bürgermeister des Kreises Coesfeld
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  • Foto: Gaby Wiefel - Stadt Olfen
  • hochgeladen von Werner Zempelin

Wohnraum für Flüchtlinge wichtiges Zukunftsthema ohne Planungssicherheit

Die Unterbringung zugewiesener Flüchtlinge, die zukünftig im Kreis Coesfeld dauerhaft bleiben, war das Hauptthema der Bürgermeisterkonferenz, die jetzt im Olfener Bürgerhaus stattfand.
Auch wenn man nach Einschätzung aller Beteiligten nicht genau beziffern kann, wie hoch die Zahl derer ist, die sich für ein Bleiben in unserer Region entscheiden. Einig war man sich darin, dass in allen Städten des Kreises guter aber günstiger Wohnraum fehle. Es gebe einen enormen Nachholbedarf in Sachen preisgünstiger Wohnraum im ländlichen Bereich, denn dieses Feld wurde in den vergangenen Jahren nicht gefördert. Im niedrigen Preissegment fehlen einer groben Schätzung nach etwa 2.000 bis 4.000 Wohnungen im Kreis Coesfeld. Bürgermeister Wilhelm Sendermann dazu: „Für Olfen können das 100 zusätzliche Wohnungen bedeuten“.

Einen ersten Überblick über Art und Möglichkeiten, neuen Wohnraum zu schaffen, gaben im Rahmen der Konferenz Uwe Schramm (Vorstandsvorsitzender WohnBau Westmünsterland) und Architekt Heiner Farwick. Hier ging es zum Beispiel um die Größe der Einheiten, das äußere Erscheinungsbild und die Nachhaltigkeit etwaiger Bauprojekte.
Wichtig war den Stadtoberhäuptern auch, bei den einzelnen Bauprojekten Synergieeffekte im Auge zu behalten, in dem man zum Beispiel ähnliche oder gleiche Bauprojekte verwirklicht und damit Planungskosten spart.

„Es ist wichtig, genaue und vor allem zukunftsorientierte Strukturen zu erarbeiten“, so Wilhelm Sendermann. So könnten Wohnungen, die vielleicht in ein paar Jahren nicht mehr gebraucht werden, später für andere Wohnzwecke genutzt werden.

Im weiteren Verlauf der Bürgermeisterkonferenz ging es auch um die Finanzierung der Flüchtlingsangelegenheiten und einen Fragenkatalog, den die hiesigen Städte und Gemeinden dem NRW-Innenminister überreicht hatten.

Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgman stellte fest: „Hier warten wir auf klare Antworten, um weiter agieren zu können und Planungssicherheit zu haben. Wir plädieren im Rahmen unserer Fragestellungen für eine gerechte Behandlung im Umgang mit den Städten und Gemeinden und es ist uns wichtig, die Entscheidungen des Landes bezüglich der Zuweisung und der Verpflichtung zur Aufnahme von Flüchtlingen und der Finanzierung all dieser Maßnahmen nachvollziehen zu können“.

„Es gibt noch viel zu tun“, waren sich die Vertreter der einzelnen Städte des Kreises einig, die den Vormittag auch nutzten, um unterschiedliche Erfahrungen in den Flüchtlingsfragen intensiv auszutauschen. Weitere Treffen dieser Art sollen bald folgen.

Autor:

Werner Zempelin aus Olfen

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