Corona-Krise führt auch in Ratingen zu drastischen Maßnahmen
Alle Schulen, Kitas und städtische Einrichtungen geschlossen

Gähnende Leere in der Ratinger City am Sonntagmorgen - bald auch werktags ein gewohntes Bild? | Foto: Martin Poche
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Nach der Entscheidung der Landesregierung, alle Kitas und Schulen in NRW bis zum Ende der Osterferien zu schließen, hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) der Stadt Ratingen getagt und eine Reihe von weit reichenden Ad-hoc-Beschlüssen gefasst. Ministerpräsident Armin Laschet hat in seiner Erklärung an die gesamte Bevölkerung appelliert, soziale Kontakte in den kommenden Wochen zu reduzieren, um besonders alte und geschwächte Menschen zu schützen. Vor diesem Hintergrund schließt die Stadt Ratingen ab Montag alle städtischen Sportstätten einschließlich der Eissporthalle, das Angerbad und das Allwetterbad Lintorf. Geschlossen bleiben ebenfalls ab Montag alle städtischen Seniorentreffs und Jugendzentren. Die städtische Musikschule und die VHS stellen ab Montag ihren Lehrbetrieb ein. In Schulen wird gemäß der Anweisung der Landesregierung eine Notbetreuung für Kinder von Eltern, die in unverzichtbaren Funktionsbereichen tätig sind, vorgehalten.

Der Erlass der Landesregierung sieht als erste Prämisse vor, dass Eltern für ihre Kinder eine Betreuung zu Hause organisieren. Die Schulen werden aber am Montag und Dienstag für eine Betreuung von Schülerinnen und Schülern sorgen, für die sich auf die Schnelle keine Betreuungsmöglichkeit ergibt. Auch danach wird es Betreuungsmöglichkeiten für Kinder der Klassen 1 bis 6 geben, diese sind aber für Eltern vorgesehen, die in unverzichtbaren Funktionsbereichen arbeiten. Dazu gehören Ärzte, Pflegepersonal und weiteres Personal, das notwendig ist, um intensivpflichtige Menschen zu behandeln, sowie Eltern, die in Bereichen der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur arbeiten.

Bürgermeister: "Wir müssen zusammenhalten!"

Analog zu den Regelungen in den Schulen richtet die Stadt Ratingen eine Notversorgung in jeder städtischen Kita ein. Auch hier gilt als erste Prämisse, dass die Kinder, wenn irgend möglich, zu Hause bleiben. Die Notversorgung soll, wie bei den Schulen, Kindern von Eltern aus systemrelevanten Berufen vorbehalten sein.

Bürgermeister Klaus Pesch bittet um Verständnis für die einschneidenden Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus möglichst einzudämmen. "Ich weiß, dass wir den Menschen viel zumuten. Wir müssen es aber tun, um die gesundheitlich Schwächeren in unserer Gesellschaft nach Möglichkeit zu schützen. In dieser Krise müssen wir alle zusammenhalten, um Leben zu retten."

Autor:

Martin Poche aus Düsseldorf

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