10. Kirchliches Filmfestival Recklinghausen startet am 20. März im Cineworld

Joachim van Eickels, Harald Wagner, Marc Gutzei (Geschäftsführer des Kreisdekanatsbüros), Julia Borries vom Kirchenkreis und Kai-Uwe Theveßen, Theaterleiter des Cineworld, stellten das Programm vor.
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  • Joachim van Eickels, Harald Wagner, Marc Gutzei (Geschäftsführer des Kreisdekanatsbüros), Julia Borries vom Kirchenkreis und Kai-Uwe Theveßen, Theaterleiter des Cineworld, stellten das Programm vor.
  • Foto: Michaela Kiepe
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Unter der neuen Marke „Unbequeme Filme“ präsentiert sich zum zehnjährigen Jubiläum das Kirchliche Filmfestival in Recklinghausen. Vom 20. bis 24. März (Mittwoch bis Sonntag) wird das Cineworld Recklinghausen wieder Anlaufstelle vieler Filmfreunde aus der näheren und weiteren Region.
„Unbequem“ sind die Filme wirklich, die es in diesem Jahr ins Programm des deutschlandweit einzigen ökumenischen Festivals geschafft haben. Rund 40 Filme haben die Mitglieder des Arbeitskreises Kirche & Kino des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen und des Katholischen Kreisdekanats Recklinghausen auf Vorschlag der beiden künstlerischen Leiter Michael M. Kleinschmidt und Horst Walther vom Institut für Kino und Filmkultur gesichtet. 16 Spiel- und Dokumentarfilme haben es ins Programm geschafft.
Wie bereits in den vergangenen Jahren spielt bei den Filmemachern das Thema Migration weiterhin eine große Rolle. „Aber viele Filme nehmen auch die Themen Familien und Familienkonstellationen sowie Kinder und Jugendliche in den Blick“, beschreibt Julia Borries vom evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen einen Schwerpunkt. Das ist auch beim diesjährigen Preisträger „Of Fathers and Sons – die Kinder des Kalifats“ von Talal Derki der Fall. In der knapp 100-minütigen Dokumentation hat der Regisseur zwei Jahre lang eine radikal islamistische Familie in seiner alten Heimat Syrien begleitet. Koranstudium statt Matheunterricht, Kampftraining statt Fußballtraining heißt es dort für die beiden Jungen Ayman (12) und Osama (13), die für den bewaffneten Kampf einer IS-nahen Untergruppe von al Qaida vorbereitet werden. „Wir waren sehr beeindruckt von diesem Film“, gibt Joachim van Eickels zu. Am Samstag, 23. März, um 19.30 Uhr wird der Produzent Tobias N. Siebert den mit 2.000 Euro und einem Olivenbäumchen dotierten „Ökumenischen Filmpreis des kirchlichen Filmfestivals“ entgegennehmen und über Hintergründe informieren.
Die Kinderjury vergibt ihren Preis an „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“. Tobi Krell, der mit seinen Geschichten viele Kinder bereits im Kinderfernsehen begeistert hat, macht sich in diesem Abenteuerfilm auf den Weg, ein großes Rätsel zu lösen. Ebenfalls am Samstag, aber schon um 14.30 Uhr, werden die Kinder der Jury Tobi Krell den Preis „Der grüne Zweig“ überreichen und mit ihm ins Gespräch kommen.

Porträit einer radikal islamistischen Familie

Insgesamt kann dieses besondere Filmfestival mit Bewährtem und mit Neuerungen aufwarten. Am Sonntag, 17. März, wird es einen ökumenischen Filmgottesdienst in der Christuskirche geben. Zum zweiten Mal wird Organist Thorsten Maus einen Stummfilm – in diesem Jahr ist es „Sonnenaufgang – Lied von zwei Menschen“ des Regisseurs R.W. Murnau von 1927 – an der Orgel der Propsteikirche St. Peter begleiten (Donnerstag, 21. März, 19 Uhr). Zum Weltgebetstag der Frauen wird 21. März um 17 Uhr, der Film „#Female Pleasure“ gezeigt.

Joachim van Eickels, Harald Wagner, Marc Gutzei (Geschäftsführer des Kreisdekanatsbüros), Julia Borries vom Kirchenkreis und Kai-Uwe Theveßen, Theaterleiter des Cineworld, stellten das Programm vor.
"Der Himmel über Berlin" mit Bruno Ganz und Otto Sander von 1987 markierte Wim Wenders' „Heimkehr“. Es war sein erster Film in Deutschland nach acht Jahren in den USA. Er ist am Sonntag, 24. März, um 17 Uhr zu sehen. Wenders ist vor Ort.

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