11. Kirchliches Filmfestival Recklinghausen: Engagiertes Kino in Zeiten der Krise
Einzig - nicht artig

Tobias Moretti verkörpert in "Gipsy Queen" den Boxtrainer der jungen Ali (Alina Serban). Der Film von Hüseyin Tabak spielt auf dem Hamburger Kiez. Diese Produktion erhält den Hauptpreis des Filmfestivals.
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  • Tobias Moretti verkörpert in "Gipsy Queen" den Boxtrainer der jungen Ali (Alina Serban). Der Film von Hüseyin Tabak spielt auf dem Hamburger Kiez. Diese Produktion erhält den Hauptpreis des Filmfestivals.
  • Foto: Majestic Filmverleih
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Ein Filmfestival der besonderen Art? Das wäre eine Untertreibung. Das Kirchliche Filmfestival im Cineworld ist das einzige seiner Art in Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren kamen Stars wie Wim Wenders, Sönke Wortmann und Sibel Kekilli nach Recklinghausen. Im März musste das Kinoevent wegen Corona abgesagt werden - aber das ist bereits Geschichte. Das 11. Kirchliche Filmfestival wird vom 25. bis 27. September durchgeführt, eine Sonderedition.
Zu den Höhepunkten des Programms zählen die Verleihung des Ökumenischen Filmpreises für das Drama "Gipsy Queen" und des Kinderfilmpreises (Der grüne Zweig) für "Invisible Sue" sowie die Weltpremiere des Dokumentarfilms "Die Unbeugsamen" als Eröffnungsfilm. 
Das ursprünglich im März geplante Festival musste im Frühjahr wegen der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt werden. „In Zeiten von Corona ist das Miteinander unser höchstes Gut. Welche Bedeutung das Kino als Erlebnisort und Diskussionsraum hat, wissen wir mehr denn je. Deshalb ist es uns so wichtig, natürlich im kleineren Rahmen und unter Berücksichtigung der Hygieneregeln, zumindest Teile des im März ausgefallenen Festivals nachzuholen“, so Julia Borries und Joachim van Eickels vom Arbeitskreis Kirche & Kino des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen und des Katholischen Kreisdekanats Recklinghausen.
„Das Programm umfasst sieben sehenswerte Spiel- und Dokumentarfilme, die nun endlich auf die Leinwand des Festivals kommen können. Besonders freuen wir uns auf unsere Gäste, die ihre Filme selber präsentieren werden - und die Filmgespräche mit dem Publikum“, so Horst Walther und Michael Kleinschmidt, die künstlerischen Leiter des Festivals.

25. bis 27. September im Cineworld

Als Gäste präsentieren unter anderem der Regisseur und Autor Torsten Körner die Dokumentation "Die Unbeugsamen" über Pionierinnen in der bundesrepublikanischen Politik als Eröffnungsfilm und Weltpremiere; der Kameramann Adrian Campean beim Jugendfilmprojekt die schwarzhumorige Generationenkomödie "Frau Stern" über einen Sterbewunsch und die wiedererwachende Freude am Leben; Kinderfilm-Preisträger Markus Dietrich den Superheldinnenfilm "Invisible Sue - Plötzlich unsichtbar" und Regisseur und Autor Hüseyin Tabak sein mit dem Hauptpreis ausgezeichnete Drama "Gipsy Queen".

"Nur ein Augenblick"

Der in Syrien geborene NDR-Journalist Sulaiman Tadmory stellt das erschütternde Bürgerkriegsdrama "Nur ein Augenblick" vor, dessen Entstehung er eng begleitet hat. Eine besondere Aktualität haben skandalöse Zustände in Schlachtbetrieben: Regisseurin Yulia Lokshina stellt ihren preisgekrönten Dokumentarfilm "Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit" über die harte Arbeitswelt von osteuropäischen Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen vor und spricht mit Pfarrer Peter Kossen, der sich mit dem Verein „Aktion Würde und Gerechtigkeit“ gegen menschenverachtende Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie einsetzt.

"Lucian Freud - Ein Selbstportrait"

In Kooperation mit der Kunsthalle Recklinghausen wird "Lucian Freud - Ein Selbstportrait" in den Ausstellungsräumen des „Kunstbunkers“ gezeigt.
Veranstalter, Partner und Schirmherren Veranstalter des Kirchlichen Filmfestivals ist der Arbeitskreis Kirche & Kino des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen und des Katholischen Kreisdekanats Recklinghausen. Partner des Festivals sind die Ruhrfestspielstadt Recklinghausen, das Cineworld Recklinghausen und das Institut für Kino und Filmkultur e.V. (IKF). Als Medienpartner engagieren sich epd Film, Filmdienst, KwieKirche und das Palais Vest. Die Schirmherrschaft übernehmen Bischof Felix Genn (Bistum Münster), Präses Dr. h.c. Annette Kurschus (Ev. Kirche von Westfalen) und Bürgermeister Christoph Tesche (Stadt Recklinghausen). Förderer und Sponsoren Förderer und Sponsoren sind das Bistum Münster, die Evangelische Kirche von Westfalen, das Katholische Kreisdekanat Recklinghausen, der Evangelische Kirchenkreis Recklinghausen, die Evangelische Stiftung „Protestantismus, Bildung und Kultur“, die Deutsche Bischofskonferenz, das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Westfalen-Lippe, und die Sparkasse Vest Recklinghausen.

Autor:

Lokalkompass Kreis RE aus Recklinghausen

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