Rettet den Stadtpark Oer-Erkenschwick
Bewerbung für den innogy-Klimaschutzpreis

Auf der Internetseite der Stadt Oer-Erkenschwick ist zu lesen:

2019 gibt es eine weitere Chance, sich für den innogy Klimaschutzpreis zu bewerben. Die Stadt Oer-Erkenschwick und die innogy SE freuen sich auf zahlreiche Ideen der Bürger Oer-Erkenschwicks zum Klima- und Umweltschutz.

Diese Information veranlasste mich, die Bürgerinitiative "Rettet den Stadtpark Oer-Erkenschwick" für den Preis vorzuschlagen. Wenn nicht das Engagement für den Erhalt eines Stadtparks Berücksichtigung finden sollte, was dann? Wir werden es sehen.

Hier der Bewerbungstext:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Ihrer Internetseite www.oer-erkenschwick.de werben Sie für den innogy Klimaschutzpreis. Gerne möchte ich die Bürgerinitiative „Rettet den Stadtpark Oer-Erkenschwick“ für diesen Preis bewerben.

Worum geht es?

Der Investor FAKT AG hat Interesse an einer Bebauung des Stadtparks in Oer-Erkenschwick bekundet. Dies hätte zur Folge, dass dieser Park zum Teil versiegelt wird und die Fällung von Bäumen kann nicht ausgeschlossen werden. In Zeiten des menschengemachten Klimawandels gehen Empfehlungen von Spezialisten in eine andere Richtung.

Begründung:

Wie bei Ihren Bewerbungsmodalitäten angegeben, wird die Umwelt weniger beeinträchtigt oder sogar spürbar verbessert, wenn

  • Der Stadtpark erhalten bleibt
  • Der Stadtpark künftig auf bessere Klimaziele hin weiter ausgebaut und genutzt wird (gesteuerte Luftzirkulation, Aufforstung, Schatten und Kühlung schaffen)
  • Die Bürgerinitiative gerade durch umweltinteressierte Menschen eine Gemeinschaft findet, die nachhaltig an weiteren Projekten interessiert ist.

Energie wird wirkungsvoll eingespart, wenn

  • Keine Wasseransammlungen abgepumpt werden müssen, weil der menschengemachte Klimawandel die Regenmengen in einem versiegelten Bereich nicht abfließen lässt.

Prof. Dietwald Grühn von der Uni Dortmund erwähnte dazu in einem Interview in der Lokalzeit Dortmund, dass der Stadtpark Teil eines Fließgewässersystems ist. Eine Versiegelung in diesen Senken würde hier bei intensivem Niederschlag zu Überschwemmungen führen.

Das Umweltbundesamt hat in seiner Broschüre „Natur in der Stadt – Anpassung an den Klimawandel“ folgende Punkte hervorgehoben:

  • Grün- und Freiflächen erhalten und gezielt erweitern, um die Kaltluftzufuhr und -entstehung zu sichern und weiter zu steigern,
  • städtische Grünflächen über „grüne Strahlen und Speichen“ mit dem Umland verbinden (Biotopverbund),
  • Parkanlagen z. B. auf Konversionsflächen als Erholungsflächen schaffen, um das lokale Klima in Stadtquartieren zu verbessern,
  • auf versiegelten Flächen Entsiegelungen und Begrünungen prüfen und umsetzen,
  • in verdichteten Quartieren baumbestandene Straßenzüge zur Vernetzung der innerstädtischen Grünräume einrichten,
  • Investitions- und Beratungsprogramme zur Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen initiieren sowie die planungsrechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen,
  • unbefestigte Stadtbahntrassen als Rasengleise anlegen,
  • den städtischen Baumbestand nachhaltig sichern und weiterentwickeln.

Quelle: Umweltbundesamt

Bei der Bewerbung für die Bürgerinitiative „Rettet den Stadtpark Oer-Erkenschwick“ handelt es sich um einen freien Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern, die sich freiwillig für den Klimaschutz engagieren und dieses Projekt somit der Allgemeinheit zu Gute kommt. Ich denke, es ist auch wichtig bei diesem Preis zu berücksichtigen, dass man sich auch für Errungenschaften stark macht, die davon bedroht sind, zum Nachteil der Umwelt umgewidmet und verändert zu werden.

Eine Initiative, die sich mit weiteren, stadtübergreifende Initiativen verbindet, die ebenfalls mit Rückbau der Natur zu kämpfen haben, zeigt, wie wichtig ihnen das Thema ist.

Und dieses Engagement gilt es auszuzeichnen.

Weitere Informationen zur Bürgerinitiative „Rettet den Stadtpark Oer-Erkenschwick“ finden Sie hier.
 
Bitte geben Sie mir doch kurz eine Rückmeldung, dass Sie diese Mail erhalten haben. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Sandra Stoffers"

Die Empfangsbestätigung habe ich bereits erhalten. Und los geht´s.

Autor:

Sandra Stoffers aus Recklinghausen

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