Empathie und Friedensfähigkeit

Willy „Brandt sei so erfolgreich gewesen, weil er stets die Position der Gegenseite mitgedacht habe, sagt [Matthias] Platzeck. Und das fordert er nun auch von den handelnden Politikern“, schreiben Holger Schmale und Katja Tichomirowa in der FR vom 15.12.14.*

Das ist Empathie**: Andere verstehen. Verstehen, sich in andere(s) hineinversetzen, heißt nicht unbedingt billigen, zustimmen, mit dem Denken und Handeln anderer einverstanden sein. Verstehen, um zu verändern, ist aber eine Voraussetzung für das friedliche Zusammenleben der Menschen, Völker, Nationen, auch: des Menschen mit der Natur.

Deshalb prüfe jeder, der sich friedenspolitisch engagiert, ob er diese Fähigkeit hat, welche tieferen Beweggründe ihn veranlassen, an Friedensdemonstrationen teilzunehmen, ob er mitempfinden, mitfühlen kann oder ob es Hass worauf auch immer, Selbsthass?, Gleichgültigkeit, persönliche, nicht überwundene Demütigungen, ein unbeschreibbares Leiden an den Verhältnissen, Ohnmachtgefühl, Ängste sind oder was sonst ins eigene Unbewusste verdrängt worden sein könnte, aggressive, destruktive Triebschübe zum Beispiel. Die Sprache kann es einem verraten: wenn man mit Worten zurückschlägt, um einen Anderen zu verletzen oder gar zu vernichten. Das eigene Befinden zeigt es: wenn man genauso feindselig fühlt und denkt wie der, den man bekämpft; einziger Unterschied: man steht auf der anderen Seite.

Zur politischen Psychologie gehört Empathie. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen in unserer Welt, Krieg, Mord, Hass offenbaren das Elend der gegenwärtigen Politik, einer Politik ohne universelle Empathie.

Der Buddha, Gotama Buddha, war wohl der erste, der Empathie lehrte und lebte. Er hat der Legende nach sogar einen Serienmörder dazu bewegt, sich von seiner Mordsucht zu befreien.

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* → http://www.fr-online.de/ukraine/matthias-platzeck-der-putin-versteher,26429068,29331188.html
** Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie gehört auch die Reaktion auf die Gefühle Anderer wie zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz oder Hilfsimpuls. Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung; je offener man für seine eigenen Emotionen ist, desto besser kann man die Gefühle anderer deuten. Empathie spielt somit nicht nur in Bezug auf andere Menschen eine Rolle, sondern ist auch unter dem Aspekt der Selbstempathie bedeutsam...“ [Wikipedia]
→ http://de.wikipedia.org/wiki/Empathie

Am 17.12. um 12h14 überarbeitet

Autor:

Dietrich Stahlbaum aus Recklinghausen

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