Recklinghausen: Abrissbagger rollen an - Was passiert auf der Trabrennbahn? Infoabend war gut besucht

Die Turnhalle des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs war gut gefüllt. Die Bürgerinnen und Bürger erhielten wichtige Informationen aus erster Hand.
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Gut gefüllt war die Turnhalle des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs: Die Infoveranstaltung zum Zukunftsprojekt Trabrennbahn, einem der vier Leitprojekte des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes (ISEK) Hillerheide, stieß auf großes Interesse.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Information über den Rückbau der Gebäude durch die Stadtentwicklungsgesellschaft Recklinghausen (SER).
"Rund 50 Gebäude müssen abgerissen werden. Dafür werden wir rund ein Jahr brauchen", sagte SER-Projektleiter Helge Wassermann. Mittlerweile sei auch der Auftrag an das Unternehmen Freimuth Abbruch & Recycling GmbH aus Bülkau bei Cuxhaven vergeben worden. Deren Bauleiter Lüder Steinberg stellte das Abbruchkonzept im Detail vor.
Seine Firma hatte bereits vor Jahren die Zechengebäude des Bergwerks Blumenthal an der Herner Straße dem Erdboden gleichgemacht und war auch in Bochum beim Abriss des Opelwerks aktiv. "Im Oktober starten wir mit der Einrichtung der Baustelle im Bereich der Stallungen, im November sollen dort dann auch die Abrissbagger rollen", kündigte Steinberg an. 25 Mitarbeiter werden mit schwerem Gerät aktiv sein.
Im März wechselt das Freimuth-Team dann auf die westliche Seite und startet mit dem Abriss der Tribünengebäude. Die Betonteile sollen im südlichen Bereich zur A2 gesammelt und mit einer Brechanlage aufbereitet werden. Einen Teil der anfallenden Stoffe können für den Straßenbau oder den Lärmschutzwall auf dem 34 Hektar großen Areal weiterverwendet werden.
"Ein Ingenieurbüro hat ein Schadstoffkataster erstellt, wir wissen also genau wo welche problematischen Stoffe liegen. Die gesamten Abbrucharbeiten werden von der Aufsichtsbehörde begleitet", erklärte Steinberg. Seine Mitarbeiter seien bemüht, durch den Einsatz von Wasser die Staubbelästigung in Grenzen zu halten. "Es kommt auch keine Abrissbirne zum Einsatz. Das ist Technik von gestern, wie arbeiten mit einem Bagger, der mit einer riesigen Betonschere die Mauern knackt und tragen die Tribüne so Stück für Stück und langsam ab."
Die SER hat die Firma verpflichtet, die Baustelle mit ihren Fahrzeugen vorzugsweise aus Osten kommend anzufahren und auch in Richtung Osten über die Blitzkuhlenstraße zu verlassen, um den Abschnitt der Blitzkuhlenstraße zwischen Maybachstraße und Herner Straße zu schonen. Steinberg hat berechnet, dass rund 1000 Lkw-Ladungen mit Material abgefahren werden müssen. "Das hört sich viel an, doch unter dem Strich macht das bezogen auf die Laufzeit der Baustelle ein Fahrzeug pro Stunde", so der Bauleiter.
Etliche Fragen gab es aus der Bürgerschaft dazu, wie es nach dem Abriss weitergeht. Bürgermeister Christoph Tesche machte deutlich, dass es zwar eine vom Rat verabschiedete Rahmenplanung gibt, an den Details aber erst noch gearbeitet werden muss. "Ein Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept setzt ja genau darauf, dass alle Aspekte von Lärm, über Ökologie und Verkehr bis zur Nahversorgung und Infrastruktur berücksichtig werden. Dazu sind noch etliche Untersuchungen und Gutachten zu erstellen."
So stehe derzeit auch noch nicht fest, wie viele Wohneinheiten auf dem Trabrennbahn-Areal einmal entstehen würden. "Wir gehen von einer Zahl zwischen 800 und 1000 aus."

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Lokalkompass Recklinghausen aus Recklinghausen

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