Seeber kloppt Karten bei der WM in Südafrika

Wichtig ist ein gutes Blatt
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Südafrika - in diesem Jahr trifft sich die Sportelite zwei Mal im südlichsten Teil des afrikanischen Kontinents. Während bei der Fußball-WM vom 11. Juni bis 11. Juli wohl kein Recklinghäuser dabei sein wird, ist es bei der Skat-WM vom 9. bis 18. Oktober anders.

Zum zweiten Mal vertritt während dieser zehn Tage in Kapstadt Hartmut Seeber die heimischen Farben auf internationaler Ebene. Nachdem es der 40-Jährige bei seiner internationalen Premiere 2006 auf den Bahamas als damals amtierenden Deutscher Einzelmeister ins Nationalteam geschafft hatte, sicherte sich der passionierte Skatspieler diesmal als punktbester Spieler des Bundesliga West diesmal das Ticket für den Trip nach Südafrika. Seeber: „Es ist aber natürlich nicht so, dass wir den Flug und das Hotel vom Verband gesponsert bekommen. Dafür muss jeder Spieler selber aufkommen, wobei man natürlich ein paar Vergünstigungen bekommt.“ Die sind aber im Vergleich zum Salär eines Michael Ballack eher zu vernachlässigen.
Trotz der professionellen Organisation der Skat-WM in Südafrika, die durch die ISPA (Internationale Vereinigung der Skatspieler) ausgerichtet wird, sind die Teilnehmer in der Regel Amateure. Auch wenn das Spiel mit den vielen verschiedenen Trümpfen und dem erlaubten Reizen am Tisch durchaus einen Großteil der Freizeit der Spieler bestimmt.
Seeber zum Beispiel reizte und trumpfte in der vergangenen Saison in der Skat-Bundesliga nach Version des ISPA für den Verein Kiepenkerl Münster. Mit seinen Mitspielern sicherte er sich zudem die Vize-Meisterschaft in der Bundesliga West hinter dem Meidericher Sportverein. Seebers besonderer Verdienst in dieser Saison - er legte von allen 128 Spielern, die in der Bundesliga West nach ISPA-Version spielen, den besten Einzelschnitt hin. Seeber: „Darauf bin ich schon ein wenig stolz. Denn schließlich spielen in der Bundesliga wirklich nur Leute, die wissen wie dieses Spiel funktioniert. Und sich gegen die nach 20 Runden an fünf verschiedenen Spieltagen durchzusetzen, dazu muss man schon konstant gutes Skat spielen.“
Dieses Kunststück brachte Seeber während der Bundesligasaison zu Stande und sicherte sich dadurch seinen Platz in der Skat-Nationalmannschaft, die traditionell während der WM als einer der großen Favoriten auf den Mannschaftstitel ins Rennen gehen wird. Seeber blickt voraus: „Zwar sind die Kanadier aktueller Mannschaftsweltmeister und die Österreicher sind als amtierender Europameister auch nicht zu unterschätzen, aber läuft alles normal, dann sind wir Top-Favorit und sollten sicher unter den ersten Drei sein.“
Dass bei einer Zehn-Tages-Reise nach Südafrika nicht nur Skat auf dem Programm steht, dass versteht sich von selbst. Doch selbst bei der traditionellen Tour ins Umland an einem spielfreien Tag, geht es oftmals nicht ohne Skat ab. So erinnert sich Seeber: „2006 auf den Bahamas haben wir einen Ausflug zum Strand gemacht. Doch ausgerechnet an diesem Tag fing es an zu regnen. Und was haben wir gemacht - die Karten rausgeholt und eine Runde Skat gespielt, bis der Regen aufhörte.“ Davon geht Seeber in Südafrika nicht aus, sondern hofft auf Sonnenschein und gute Karten.

Wichtig ist ein gutes Blatt
Nach der letzten Rätsel-WM wurde Seeber auch von Bürgermeister Wolfgang Pantförder empfangen. Klar, dass Seeber auf eine Wiederholung nach der SKat-WM hofft.

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