Recklinghäuser "Hurz" begeistert: Preise für Kurt Krömer, Dr. Stratmann und Markus Krebs

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Die vier Preisträger (v.l.): Den Ehren-Hurz für sein Lebenswerk geht an Dr. Ludger Stratmann, den Heimat-Hurz als Publikumswahl (4.000 Euro) schleppt Markus Krebs nach Hause, Der-Wolf-das-Lamm-Hurz (6.000 Euro, Hauptpreis) darf Kurt Krömer begleiten und über den Nachwuchspreis Kleiner Hurz (2.000 Euro) freut sich Katalyn Bohn.

Die Gala zum ersten Recklinghäuser Comedypreis "Der Hurz" war eine Klasse für sich. Nicht nur das Lamm in dem ideenstiftenden, legendären Sketch von Hape Kerkeling und Achim Hagemann schreit laut "Hurz!". Auch das Publikum: Es will, dass "Der Hurz" zum festen Bestandteil des Kulturbetriebs wird.
Fotos: Reiner Kruse/ Text: Kerstin Halstenbach

Jeder Mitwirkende war ein Kracher. Das galt für die Preisträger ebenso wie für die Laudatoren. Darunter Torsten Sträter. "Laudator? Ich dachte immer, das ist eine Lobrede auf Rennfahrer mit verbrannten Ohren."
Achim Hagemann, der beim Sketch "Hurz" vor genau 25 Jahren Hape Kerkeling am Klavier begleitete (diese TV-Kult-Show wurde vorab auf großer Leinwand gezeigt und stimmte schon prächtig ein), machte nicht nur den Pawel Popolski von der Popolski Familie, sondern erklärte auch herrlich, vorher der Rap(s) kommt. Markus Krebs hätte man stundenlang Witze erzählen hören mögen. Knacki Deuser als Laudator, Mathes Fechner mit satirischen Blues-Evergreens und weitere vier handverlesene lustige Musiker in der Hurz-Band rundeten den Spaß ab.
Kerkeling war zwar nicht vor Ort (er nimmt bekanntlich eine Auszeit), aber auf jedem Platz präsent, nämlich in einem Flyer samt Hurz-Vorwort und der Erklärung, wie es damals zu dem Sketch für "Total normal" kam. Hape zum Mitnehmen ist besser als eine Coffeeplörre to go.

"Hürze" muss es heißen

Steffi Neu war so witzig charmant und lustig, wie man die Niederrheinerin kennt. Auch die Jury - Ruhrfestspielleiter Frank Hoffmann, Recklinghausens Bürgermeister Christoph Tesche und Achim Hagemann persönlich - verstanden sich als mitwirkende Künstler. Hoffmann: "Ich sehe hier das Ruhrfestspiel-Publikum. Das kommt immer. Es ist ja auch so ein tolles Haus. Die Leute kommen auch zu schlechten Produktionen."
Auf einem giftgrünen Sofa thronten die Juroren, das - laut Steffi Neu - noch eiligst bei "Ebay geschossen" worden war.
Kritische Preisrichter waren sie für die drei Nachwuchstalente, die es ins Finale des bundesweit ausgerufenen Preis "Kleiner Hurz" geschafft hatten: Katalyn Bohn, Marcel Kösling aus Hamburg (Comedy mit Zauberei) und Poetry Slamerin Sandra Da Vina aus Essen. Auch das Publikum stimmte mit ab. Katalyn Bohn überzeugte letztlich durch Originalität und Körperbeherrschung.
Wenn jetzt noch Steffi Neu lernt, dass es "Recklinghäuser" und nicht "Recklinghausener" heißt, darf man zufrieden sein. Um eine andere Frage der WDR-Frau zu beantworten, die wissen wollte, ob es "Hurze" oder "Hürze" heißen muss: "Hürze". Was denn sonst. Um Hape Kerkeling zu zitieren: "Hurz ist eine Mischung aus den Worten Huch und Furz."


Hintergrund:
2017 feiert Recklinghausen die 1000-jährige urkundliche Erwähnung als "Ricoldinchuson".
Dies wird mit über 40 Event gefeiert.
Infos unter www.1000JAHRE.RE
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1 Kommentar
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ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 21.03.2017 | 21:30  
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