Aus dem Rathaus
Gerwers klärt auf

Bürgermeister Christoph Gerwers berichtete auf Einladung der KAB über die Millinger Baumaßnahmen.
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  • Bürgermeister Christoph Gerwers berichtete auf Einladung der KAB über die Millinger Baumaßnahmen.
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Bürgermeister stand bei der KAB Millingen Rede und Antwort

„Aktuelles aus Rees – mit besonderer Berücksichtigung des Ortsteils Millingen“, so lautete der Vortrag, den der Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers auf Einladung der KAB Millingen vor rund 30 Zuhörern hielt.

Um alle Fragen der Millinger beantworten zu können, hatte Gerwers nicht nur seinen persönlichen Referenten Jörn Franken, sondern auch den Wirtschaftsförderer der Stadt Rees, Heinz Streuff, mit ins Millinger Gemeindehaus gebracht.
       Das brennendste Thema war für die Millinger wohl der zukünftige Bau der Betuwe-Linie, der Millingen in zwei Hälften teilen wird. Der bisherige Bahnübergang wird, mit Hilfe eine Atrium-Lösung, nur noch von Fußgängern und Radfahrern zu nutzen sein, für Fahrzeuge wird eine Umgehungsstraße gebaut. Um wenigstens eine Sichtverbindung zwischen den beiden Seiten der Gleise zu gewährleisten, sehen die Planungen der Stadtverwaltung, in Höhe des aktuellen Bahnübergangs, transparente Lärmschutzwände vor. Mit deren Hilfe sollen auch Angsträume vermieden werden. Obwohl die transparente Variante im Planfeststellungsbeschluss für Haldern bereits abgelehnt wurde, hofft die Stadt Rees weiterhin auf die Umsetzung in Millingen.
       Der Planfeststellungsbeschluss für Millingen und Empel wird Ende 2020 erwartet. Der Bau der neuen Unterführung wird dann vier bis fünf Jahre dauern. Dabei versicherte Gerwers, dass erst nach Fertigstellung der Umgehungsstraße die bisherigen Bahnübergänge geschlossen werden. Termine zum Beginn der einzelnen Baumaßnahmen, konnte Gerwers nicht nennen.
       Wesentlich schneller sollen im Millinger Baugebiet Rückenbuschfeld die Bagger anrollen. Wegen Planungsunsicherheiten bei der zukünftigen Umgehungsstraße, war die Entwicklung des Baugebietes zeitweise eingestellt worden. Mittlerweile sind die Bauplätze für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften jedoch verkauft. In einer zweiten Vermarktungsphase sollen noch einmal 35 städtische und 20 private Baugrundstücke auf den Markt gebracht werden. Bei einem Preis von 125 Euro pro Quadratmeter erhalten Familien einen Rabatt von drei Euro je Kind. Der Käufer darf aber nicht bereits über Grundstückseigentum verfügen und muss innerhalb von drei Jahren die Bautätigkeit aufnehmen.
       Der möglichen Teilung des Dorfes soll auch ein gemeinsames Dorfentwicklungskonzept entgegenwirken. Bis Ende Februar soll ein Antrag auf Zuschüsse beim Land gestellt werden. Im Anschluss soll eine Projektgruppe gebildet werden, die ab Mitte des Jahres zu Werkstattgesprächen einlädt. Nach Bewilligung der Zuschüsse soll dann ein externes Planungsbüro mit der Erstellung eines Dorfentwicklungskonzeptes beauftragt werden.
Zum Abschluss ging der Bürgermeister noch auf die „Aufreger-Themen“ der Stadt Rees ein. Er sprach sich nochmals in Sachen Reeser Welle gegen jedwede Ausgrabung in Rees aus, machte jedoch deutlich, dass die Entscheidung vom Kreis Kleve getroffen würde. Beim Reeser Freibad wird momentan noch auf die Entscheidung zur Förderung in Höhe von zwei Millionen gewartet, bevor mit dem Ausschreibungsverfahren begonnen werden kann. Die Entwicklung des NIAG-/Postgeländes verzögert sich noch wegen einiger Änderungen, die Baumaßnahme soll aber in diesem Jahr begonnen werden. Auch der Reeser Markt soll mit Hilfe von Open-Air-Kino und Marktplatzkonzerten belebt werden.

Dirk Kleinwegen / Stadtanzeiger Emmerich-Rees

Autor:

Dirk Kleinwegen aus Rees

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