Auf den Spuren des Vaters

Elanie Woods (6. v. r.) begab sich gemeinsam mit ihrer Familie auf Spurensuche nach ihrem Vater. Unterstützung erhielt sie von Josef Becker (5. v. l.) und den Bienener Heimtfreunden
(Foto: Dirk Kleinwegen)
  • Elanie Woods (6. v. r.) begab sich gemeinsam mit ihrer Familie auf Spurensuche nach ihrem Vater. Unterstützung erhielt sie von Josef Becker (5. v. l.) und den Bienener Heimtfreunden
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Tochter eines kanadischen Kompanieführers besucht Bienen

Im März 1945 gelang es den Alliierten das Dorf Bienen einzunehmen, einer von ihnen war der Kanadier Lloyd Winhold. Seine Tochter Elanie Woods aus Watfort im Staat Ontario, Kanada begab sich auf die Spuren ihres Vaters. Der Heimatforscher Josef Becker war ihr bei der Suche eine große Hilfe.

Lt. Colonel Lloyd Winhold marschierte im März 1945 mit den kanadischen Truppen in Bienen ein. Seine Tochter Elanie Woods konnte nie ganz nachvollziehen, was ihr Vater dort genau erlebt hatte. Daher nutzte sie ein großes Familientreffen in den benachbarten Niederlanden um sich am Niederrhein auf Spurensuche zu begeben und brachte dazu ihre gesamte Familie mit.
     Über die Nachfahren des Major Dave Dickson, der gemeinsam mit Winhold in Bienen kämpfte, wurde der Kontakt zu Josef Becker geknüpft, der bereits viele Treffen ehemaliger Soldaten begleitet hat.
     Gemeinsam mit Hans Schlaghecken, August Becker und Franz Katafiasz von den Bienener Heimatfreunden fuhr die große Gruppe daher in drei Autos - von der Rheinquerung in Reeserward, über Esserden, quer durch die Felder - den ganzen Weg ab, den die Truppen damals zurückgelegt hatten.
     Lt. Colonel Lloyd Winhold musste im März 1945 außen auf dem Turm des Panzers den Fahrer bei der Navigation und den Richtschützen bei der Zielsuche unterstützen. „Er hat mir von heftigen Kämpfen berichtet, die Kugeln flogen an meinem Vater vorbei“, erinnert sich
Elanie Woods, „er war sich der großen Gefahr bewusst.“
     Elanie Woods fand heraus, daß ihr Vater über Frankreich, Belgien und den Niederlanden letztendlich nach Deutschland kam und dabei ein bis zwei Tage in Bienen verbrachte. „Er sprach immer über die dunklen Seiten des Krieges, insbesondere über die Vorkommnisse in Bienen.“
     Lloyd Winhold ist 1977 verstorben und kam nach dem Krieg nie wieder nach Europa. „Ich glaube, es wäre aufgrund seiner Erinnerungen an die Geschehnisse, zu schmerzhaft gewesen, noch einmal zurückzukommen“, vermutet Woods.
     Begleitet wurde die 64-Jährige von ihrem Ehemann Dave, dem Sohn Mike aus Paris und deren Lebensgefährtin Pauline Husy, der Tochter Amy Hoogerbrugge und Ehemann Erik, sowie fünf Enkelkindern. Schwiegersohn Erik Hoogerbrugge stammt aus den Niederlanden.

Autor:

Dirk Kleinwegen aus Rees

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