Überraschungs-Einsatz
Wenn aus einer Übung "Ernst" wird

Am Freitag gegen 09 Uhr meldete eine Zeugin einen Familienstreit in der Rheinberger Straße in Alpen. Sie schilderte den Beamten der Leitstelle einen lauten Streit zwischen Eheleuten, wobei sich die Frau von ihrem Mann trennen wollte.
Mit dem Anruf fiel der Startschuss für eine Übung der Kreispolizeibehörde Wesel, die ein Polizei Ratsbewerber im Rahmen seiner Hospitation geplant hat. Für alle anderen Kollegen kam die Übung überraschend.
Diese begann schon mit dem Notruf bei der Polizeileitstelle. Die Zeugin und das streitende Ehepaar waren alles Polizeibeamtinnen und -beamte. Nur sie kannten das "Drehbuch" dieser Übung. Die "Geschichte", die den Einsatz ausgelöst hat, ist frei erfunden, aber nicht ohne Grund gewählt.
Regelmäßig wird die Polizei zu Familienstreitigkeiten und Häuslicher Gewalt gerufen. Das sind hochsensible und gefühlsintensive Themen. Die emotionsgeladene Stimmung kann schnell zu einer Gefahr für Angehörige und Polizeibeamte werden. "Daher ist es besonders wichtig, diese Einsätze intensiv und häufig zu trainieren.": betonte Polizeiführer und Einsatzleiter Wolfgang Tühl.
Wie wichtig und richtig das ist, zeigte sich noch während der Übung. Sie musste abgebrochen werden, weil es gegen 10.00 Uhr in Wesel zu einer "echten" Bedrohung gekommen war. Dort hatte ein 21-jähriger Mann aus Wesel in der elterlichen Wohnung randaliert und lautstark der Familie und der Polizei gedroht. Der Mann konnte schnell von den eingesetzten Polizeibeamten und ohne Probleme vorläufig festgenommen und zur Wache gebracht werden.

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