Erster Spatenstich für Hospizneubau erfolgt
In Freude leben bis zum Schluss

 Mit dem symbolischen Spatenstich können die Bauarbeiten für den Hospizneubau beginnen. Unser Foto zeigt vl. Bürgermeister Frank Tatzel, Landrat Dr. Ansgar Müller, Hans-Theo Mennicken, Schirmherr des Neubaus, Leiterin Beate Bergmann, Ulrike Wellner, Vorsitzende des Fördervereins Hospiz Haus Sonnenschein Rheinberg, Wolfgang van Bebber, Aufsichtsratsvorsitzender St. Josef Krankenhaus und Ralf H. Nennhaus, Geschäftsführer St. Josef Krankenhaus.
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  • Mit dem symbolischen Spatenstich können die Bauarbeiten für den Hospizneubau beginnen. Unser Foto zeigt vl. Bürgermeister Frank Tatzel, Landrat Dr. Ansgar Müller, Hans-Theo Mennicken, Schirmherr des Neubaus, Leiterin Beate Bergmann, Ulrike Wellner, Vorsitzende des Fördervereins Hospiz Haus Sonnenschein Rheinberg, Wolfgang van Bebber, Aufsichtsratsvorsitzender St. Josef Krankenhaus und Ralf H. Nennhaus, Geschäftsführer St. Josef Krankenhaus.
  • Foto: Scholtheis
  • hochgeladen von Nadine Scholtheis

Voraussichtlich Ende 2020 soll er fertiggestellt sein, der Neubau des Hospiz Haus Sonnenschein. „Das ist unser Traum“, erklärt Ralf H.Nennhaus, Geschäftsführer des St. Josef Krankenhauses Moers. „Dass wir den Bau bis zu diesem Zeitpunkt realisiert haben.“ Nun fand der erste Spatenstich für den auf einer Grundfläche von 888 Quadratmetern angelegte Neubau statt – nur ein paar Schritte vom jetzigen Hospizgebäude entfernt, auf der Wiese des St. Nikolaus Hospitals Rheinberg gelegen. Hell, freundlich und offen gestaltet soll das neue ebenerdige Hospizgebäude im Einfamilienhauscharakter werden.
Ein gemütliches und behagliches Zuhause für Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu errichten, liegt allen Beteiligten sehr am Herzen. „Hospiz ist eine Haltung. Wir versorgen die Menschen sehr individuell. Alles fing im Jahre 1995 an, als wir mit dem Aufbau eines ambulanten Hospizdienstes im St. Josef Krankenhaus Moers begannen und die Vorbereitung des stationären Hospizes angingen“, erinnert sich Beate Bergmann, Leiterin des Hospizes. 1996 gab es die erste ambulante Hospizbegleitung einer jungen Frau und deren Familie, im Juli 1998 eröffnete das stationäre Hospiz mit sieben Bewohnerplätzen in Rheinberg als erstes und bislang einziges Hospiz im Kreis Wesel.
„Doch nach so vielen Jahren geraten wir nun räumlich an unsere Grenzen. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen“, so Beate Bergmann weiter. Gibt es im jetzigen Hospiz, dass sich im ersten Stock befindet, nicht für jeden Patienten eine Nasszelle, soll sich genau das im Neubau ändern. „Jeder Patient verfügt dann in seinem rund 20 Quadratmeter großen Zimmer über eine eigene Dusche und Toilette“, freut sich die Hospizleiterin. „Es wird zudem einen wunderschönen Feierraum geben und ein Wellnessbad. Wir feiern Geburtstage, bei uns findet das ganz normale Alltagsleben statt.“ Ralf H. Nennhaus ergänzt: „Das Hospiz soll ja nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch der Freude sein. Menschen sollen auf ihrem letzten Weg positiv begleitet werden.“
Alle Zimmer verfügen über eine eigene Terrasse und einen Zugang nach draußen. Sind es nun acht Patienten, die im Hospiz Haus Sonnenschein ihren Lebensabend verbringen, können im Neubau zehn Menschen untergebracht werden. „Ein weiterer Grund für den Neubau“, erklärt Nennhaus. „So können wir zwei Patienten mehr aufnehmen. Absagen zu verschicken ist nie eine leichte Aufgabe.“ Zudem sei es laut gesetzlicher Vorgabe nur als Übergangsregelung erlaubt, keine Nasszelle auf dem eigenen Zimmer zu haben.

Großes Dankeschön an alle Spender

Das St. Josef Krankenhaus Moers stellt als Bauherr das Grundstück zur Verfügung und übernimmt Baukosten in Höhe von 700.000 Euro. Der Förderverein des Hospizes übernimmt Baukosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro. „Diese Summe kommt lediglich durch Spenden zustande. Ich möchte allen Niederrheinern und Rheinbergern ganz herzlich für diese Unterstützung danken“, so Ulrike Wellner, Vorsitzende des Fördervereins. Ein weiterer Dank aller Beteiligten geht an die zahlreichen Ehrenamtler, die den Menschen im Hospiz tagtäglich Freude und Abwechslung bieten. 40 Ehrenamtler sind derzeit im Hospiz tätig. Rund 40.000 Euro kommen jährlich als Spende zusammen.
Das Hospiz und der Förderverein veranstalten seit über 20 Jahren Benefizveranstaltungen, um mit Menschen über die Hospizarbeit ins Gespräch zu kommen. „Wir möchten dem Thema Abschied und Tod die Schwere nehmen und Menschen helfen, einen etwas leichteren, fröhlicheren Zugang zu diesen Themen zu finden“, so Ulrike Wellner. Theater, Kabarett und Kunst stehen unter anderem dabein auf dem Programm. So auch am 23. Oktober, 18.30 Uhr, mit dem Vortrag „Die Lust am Leben, über Risiken und Nebenwirkungen des Gesundheitswahns“ mit Referent Dr. Manfred Lütz im Bistro Auszeit im St. Josef Krankenhaus Moers.
Am Samstag, 16. November, von 15 bis 19 Uhr, und Sonntag, 17. November, von 13 bis 19 Uhr, findet der Martinsmarkt am Hospiz Haus Sonnenschein statt. Am Samstag gibt es Live-Musik mit dem "Herrensalon" von 17 bis 19 Uhr und am Sonntag eine Feuershow in den Abendstunden.

Zur Information:

Die Bruttogrundfläche für den Neubau beträgt 888 Quadratmeter, die Nettofläche 760. Die Bauzeit dauert rund 12 bis 14 Monate, die Baukosten belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro.

 Mit dem symbolischen Spatenstich können die Bauarbeiten für den Hospizneubau beginnen. Unser Foto zeigt vl. Bürgermeister Frank Tatzel, Landrat Dr. Ansgar Müller, Hans-Theo Mennicken, Schirmherr des Neubaus, Leiterin Beate Bergmann, Ulrike Wellner, Vorsitzende des Fördervereins Hospiz Haus Sonnenschein Rheinberg, Wolfgang van Bebber, Aufsichtsratsvorsitzender St. Josef Krankenhaus und Ralf H. Nennhaus, Geschäftsführer St. Josef Krankenhaus.
Beate Bergmann, Leiterin des Hospiz Haus Sonnenschein, begrüßte die Gäste zum 1. Spatenstich.
Autor:

Nadine Scholtheis aus Moers

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