Amecke: Hitzige Diskussion um Regionale-Projekt und Ferienpark

Rund 250 Bürger waren zu der Veranstaltung in die Amecker Schützenhalle gekommen, um mehr Informationen zu erhalten, nachzufragen oder Kritik zu üben. Anlieger Hans Klein (r.) forderte u.a. Einsicht in das Wertgutachten.
  • Rund 250 Bürger waren zu der Veranstaltung in die Amecker Schützenhalle gekommen, um mehr Informationen zu erhalten, nachzufragen oder Kritik zu üben. Anlieger Hans Klein (r.) forderte u.a. Einsicht in das Wertgutachten.
  • hochgeladen von Diana Ranke

Rund 250 Bürger waren am Donnerstagabend zur Bürgerversammlung in die Schützenhalle Amecke gekommen. Thema waren die Fortentwicklung des Regionale-Projektes sowie des Ferienparks in Amecke. Und das erhitzte die Gemüter einmal mehr, die Stimmung war aufgeheizt.

Nachdem Bürgermeister Detlef Lins anhand einer Präsentation die Eckpunkte der Projekte erläutert hatte, wurde die Fragerunde für die Bürger eröffnet. Dabei kristallisierten sich schnell die „Knackpunkte“ heraus: Die Entwicklungen auf dem Gelände am ehemaligen Ruhrverbandshaus sowie um das alte Freibad und die Verkaufspreise für diese Flächen, die immer wieder kritisiert wurden. „Es kann nicht sein, dass wertvollste Grundstücke für einen Schleuderpreis verkauft werden - das werden wir nicht zulassen“, erklärte Anlieger Hans Klein und forderte Einsicht in das erforderliche Wertgutachten. Lins entgegnete daraufhin, man müsse die Vorteile sehen, die das Ganze insgesamt bringe. „Ich halte es für eine große Chance für Amecke und für ganz Sundern.“
Der Amecker Burkhard Vogt verwies darauf, dass der Preis damals unter der Vorgabe gemacht worden sei, das Freibad zu sanieren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Sie haben uns vor einem Jahr gesagt, Sie wollen das Freibad retten“, kritisierte auch Marion Neiteler von der Bürgerinitiative Amecke 21. „Nichts von dem, was Sie versprochen haben, ist realisiert worden!“ Sie appellierte an die Kommunalpolitik, „nochmal genau in die Verträge zu sehen“.
Beigeordneter Meinolf Kühn erklärte, es handele sich um zwei getrennte Projekte - Überschneidungen gebe es im Bereich der Verschwenkung der Landstraße. Die Probleme seien durch die Insolvenz der Sundern Projekt GmbH entstanden. „Für die Insolvenz können wir die Holländer nicht verantwortlich machen, die Stadt Sundern auch nicht“, ergänzte Lins. „Ohne die Insolvenz wäre die Regionale unabhängig vom Ferienpark verwirklicht worden.“

Andere Nutzung ausgeschlossen

Seitens der Bürger wurde auch der Vorwurf laut, die Verwaltung habe nicht wirklich über Alternativen nachgedacht wie z.B. den Verzicht auf eine Straßenverschwenkung. Außerdem wurden Befürchtungen geäußert, dass die verkauften Flächen schließlich anderweitig genutzt würden. Denn viele Bürger bezweifeln nach wie vor, dass der Ferienpark jemals kommt.
Lars Ohlig (Planungsamt) machte in diesem Zusammenhang klar, der Regionalplan gebe Vorgaben aus der Landesplanung. „Eine Fläche wie z.B. das Freibadgelände kann nicht in Wohnraum umgewandelt werden,“ erklärte er. „Die Verknüpfung mit dem Ferienpark ist zwingend“, ergänzte Lins und betonte: „Eine andere Nutzung ist ausgeschlossen.“
Auch Kühn versicherte, man werde diesen Punkt über das Planungsrecht sicherstellen und außerdem weitere Möglichkeiten prüfen, dies zusätzlich abzusichern.

Ratssitzung am Mittwoch, 19. Februar

„Wir nehmen die kritischen Punkte von heute Abend natürlich mit. All dies wird nächste Woche diskutiert werden müssen“, äußerte sich Kühn und verwies damit auf die Sondersitzung des Rates. Diese findet statt am kommenden Mittwoch, 19. Februar, um 19 Uhr im Ratssaal.

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