Minijobs

Beiträge zum Thema Minijobs

Wirtschaft
In der Gebäudereinigung sind Minijobs besonders stark verbreitet – und werden für die Betroffenen 
häufig zur Armutsfalle. Die IG BAU fordert, 450-Euro-Stellen sozialversicherungspflichtig zu 
machen. Foto: IG Bau

Kreis Wesel: 3.800 Minijobs im Corona-Jahr verloren gegangen
Wenn der Minijob zur Falle wird...

Im Kreis Wesel sind im vergangenen Jahr rund 3.800 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse weggefallen. Innerhalb von zwölf Monaten sank ihre Zahl um acht Prozent auf zuletzt 43.400, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Die IG BAU beruft sich hierbei auf neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „Der Rückgang zeigt, dass Minijobs alles andere als krisenfest sind. In unsicheren Zeiten kürzen Firmen zuerst bei den 450-Euro-Kräften, die allerdings weder Anspruch auf das...

  • Dinslaken
  • 14.07.21
Politik
In der Gebäudereinigung arbeiten viele Frauen mit 450-Euro-Verträgen. In der Krise sind sie kaum
geschützt, kritisiert die IG BAU. | Foto: IG Bau

Frauentag am 8. März / IG BAU kritisiert „Karrierefalle Minijob“
"Frauen im Kreis Wesel sind besonders stark von den Folgen der Pandemie betroffen!"

Sie kümmern sich stärker um Haushalt und Kinder, haben niedrigere Einkommen und müssen häufiger um ihren Job fürchten: Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hat die Gewerkschaft IG BAU vor einem Rückschritt bei der Gleichberechtigung in Folge der Corona-Pandemie im Kreis Wesel gewarnt. „Insbesondere Minijobs werden in der Krise zunehmend zur Karrierefalle“, kritisiert Bezirksvorsitzende Karina Pfau. Nach Angaben der Arbeitsagentur sind aktuell 60 Prozent der insgesamt rund 44.600...

  • Wesel
  • 04.03.21
Politik
… noch ’ne Stunde – und noch eine: Gerade in Hotels und Gaststätten werden im Sommer kräftig Überstunden geleistet. „Das darf nicht weiter ausufern“, warnt die Gewerkschaft NGG und hat deshalb die Kampagne „#fairdient“ gestartet. | Foto: NGG

Gastgewerbe-Kampagne #fairdient für 6.900 Kellner, Köche & Co.
6,3 Millionen Überstunden im Kreis Wesel – 3,4 Millionen davon unbezahlt

NGG warnt vor einem „Durchlöchern des Arbeitszeitgesetzes“ Wenn der Kreis Wesel richtig schuftet, kommt ein Überstunden-Berg heraus: Rund 6,3 Millionen Arbeitsstunden haben die Beschäftigten hier im vergangenen Jahr zusätzlich geleistet. Davon 3,4 Millionen Überstunden zum Nulltarif – ohne Bezahlung. Das geht aus dem „Überstunden-Monitor“ hervor, den das Pestel-Institut im Auftrag der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erstellt hat. Danach haben alle Beschäftigten den Unternehmen im...

  • Moers
  • 29.08.19
Politik
Ebbe! | Foto: NGG

NGG fordert Lohn-Plus im Gastgewerbe: 13.700 Menschen im Kreis Wesel auf Zweitjob angewiesen

Wenn ein Job zum Leben nicht reicht: Im Kreis Wesel haben rund 13.700 Menschen einen Minijob im Nebenberuf. Damit ist die Zahl der Zweitjobber in den letzten zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Nordrhein beruft sich auf neue Zahlen der Arbeitsagentur: „Gerade das Gastgewerbe ist eine echte Multijobber-Branche. Der Vollzeitjob in der Küche, im Service oder an der Rezeption reicht immer seltener, um über die Runden zu kommen....

  • Wesel
  • 09.10.18
Politik
Ullrich Langhoff, DeHoGa Nordrhein | Foto: privat

Minijobs: 450 Euro-Grenze anpassen / DeHoGa Nordrhein unterstützt Bundesinititative

"Wir brauchen im Bereich der Minijob-Verdienstgrenze eine dynamische Anpassung an die Lohnentwicklung. Unsere Aushilfen erreichen immer schneller den Grenzbetrag von 450 Euro“, beklagt Ullrich Langhoff, DEHOGA-Vorsitzender in der Kreisgruppe Kreis Wesel. Im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe beträgt der für allgemeinverbindlich erklärte tarifliche Einstiegslohn heute 9,25 Euro, liegt also über dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro. Das heißt, Aushilfskräfte dürfen gerade einmal 48,5...

  • Wesel
  • 29.09.18
Ratgeber
Foto: NGG

Viele Gastro-Betriebe suchen noch Aushilfen: Worauf Ferienjobber im Kreis Wesel achten müssen

Vier Wochen lang kellnern und das Taschengeld aufbessern: Viele Jugendliche im Kreis Wesel starten jetzt mit dem Ferienjob. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gibt Schülern den Tipp, sich dabei auch über ihre Rechte zu informieren. „Wer zwischen 15 und 17 ist, der darf maximal acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche arbeiten. Jugendliche, die länger als sechs Stunden täglich im Restaurant oder an der Bäckertheke jobben, haben außerdem Anspruch auf eine Stunde Pause“, sagt...

  • Hamminkeln
  • 18.07.18
Politik
Ullrich Langhoff | Foto: privat

DEHOGA Kreisgruppe Kreis Wesel kritisiert Koalitionsvertrag und appelliert: Vergesst unsere Biergärten nicht!

Der Koalitionsvertrag stand schon länger. Jetzt auch die neue Große Koalition. Der DEHOGA in Kreis Wesel kritisiert einige Punkte an den Vereinbarungen der neuen Regierung, vor allen Dingen im Bereich des Arbeitsrechts. Dabei stehen die Vorschriften zur „Arbeit auf Abruf“ sowie die fehlende „Flexibilisierung“ arbeitszeitlicher Regelungen im Mittelpunkt. „Wer Arbeit auf Abruf komplizierter macht, erschwert vielen Betrieben in der Gastronomie das Leben. Arbeit auf Abruf bedeutet für uns, dass wir...

  • Wesel
  • 15.03.18
Politik
Foto: NGG

NGG: 100 Jahre Wahlrecht, aber noch keine Lohngerechtigkeit / Frauen dominieren Teilzeitarbeit

Die Teilzeit und der Niedriglohn – im Kreis Wesel ist beides weiblich: Noch immer sind hier 72 Prozent aller Teilzeit- und Minijobs in Frauenhand. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zum Internationalen Frauentag (8. März) hingewiesen. Bei den 39.800 Teilzeit-Stellen im Kreis liegt der Frauenanteil nach Angaben der Arbeitsagentur sogar bei 82 Prozent. Hans-Jürgen Hufer, Geschäftsführer der NGG Nordrhein, spricht von einer „Karrierefalle“: Gerade in Hotels, Restaurants...

  • Wesel
  • 05.03.18
Politik
Nachrechnen lohnt sich. Viele Minijobber bekommen nach einer Studie nicht den Mindestlohn – obwohl er ihnen per Gesetz zusteht. | Foto: Tobias Seifert / NGG

Durch Anstieg des Mindestlohns: 450-Euro-Jobber müssen zwei Stunden weniger arbeiten

Augen auf beim Mindestlohn: Wer im Kreis Wesel einen Minijob hat und dabei den Mindestlohn bekommt, soll die letzte Lohnabrechnung besonders genau prüfen. Dazu rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Der Grund: Zum Januar ist der gesetzliche Mindestlohn um 34 Cent auf jetzt 8,84 Euro gestiegen. „Für geringfügig Beschäftigte heißt das: entweder weniger arbeiten – oder mehr verdienen“, erklärt NGG-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hufer. Eine 450-Euro-Kraft müsse zwei Stunden pro Monat...

  • Wesel
  • 15.02.17
Politik

DGB Ortsverbände Dinslaken und Wesel laden zur Diskussion: Armutsfalle Prekäre Beschäftigung

Prekäre Beschäftigung gibt es in vielen Formen. Die Angst vor Arbeitslosigkeit oder der Druck der Agentur zur zumutbaren Arbeit führen zur Annahme von Jobs, die keine Grundlage für eine eigenständige Existenz bieten. Es werden niedrige Löhne gezahlt. Unsichere Beschäftigung und unbezahlte Mehrarbeit gibt es bei einigen Arbeitgebern, in der Leiharbeit besonders häufig. Mittlerweile sind 7,5 Millionen Beschäftigte in einem Mini-Job, ohne Absicherung für die Rente. Wie viele sind in unserer Region...

  • Wesel
  • 28.02.13
Ratgeber
Am Voerder Rathaus (von links): Anke Schott (Hünxe), Cornelia Hüsch (Neukirchen-Vluyn), Bettina Loogen (Voerde), Petra Niemöller (Kamp-Lintfort), Marianne Lauhof (Dinslaken), Diana Schrader (Rheinberg), Petra Hommers (Kreis Wesel), Melanie Terhorst (Moers), Simone Hülsmann (Schermbeck) und Carolin Schwartz (Xanten). Es fehlten: Rita Nehling-Krüger (Hamminkeln) und Heike Kemper (Wesel); siehe Einzelfotos. | Foto: Kreis Wesel
3 Bilder

Minijobs - Neuauflage der Info-Broschüre

Die Zahl der geringfügig Beschäftigten ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2010 gab es rund 6,8 Millionen gemeldete Minijobs in Deutschland, 62,5 Prozent dieser Arbeitsverhältnisse wurden nach Angaben der Kreisverwaltung von Frauen ausgeübt. Allein im Kreis Wesel gehen 28,36 Prozent aller Beschäftigten einem Minijob nach, davon lediglich 6,98 Prozent als Nebenerwerb (Quelle: Hans-Böckler-Stiftung, 2010). Als „geringfügig beschäftigt“ gilt eine Person, wenn Sie nicht mehr...

  • Wesel
  • 16.06.11
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