Narrenschiff-Ensemble: Judith Binias ist seit 16 Jahren dabei
Von der Schul-AG zur Regie-Assistenz im Theater

Als Puck im "Sommernachstraum"
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  • Als Puck im "Sommernachstraum"
  • Foto: alle Bilder: TN / Schneider
  • hochgeladen von Stefan Reimet

Den ersten Schritt auf die Bühne wagen viele in der Theater-AG ihrer Schule, nachdem sie vielleicht schon daheim und mit Freunden "erste Proben" gewagt haben. Judith Binias kletterte am Pestalozzi-Gymnasium auf die Bühne und blickt heute auf rund 16 Jahre Mitarbeit im Theater Narrenschiff zurück. 
 

Frau Binias, wann und wie sind Sie zum TN gekommen?

Das war als André Decker und der Vorstand damals eine Regieassistentin für "Gefährliche Liebschaften" suchten. Ein Ensemblemitglied kannte meine Schwester, die wiederum mich vorschlug und so kam es, dass die beiden eine Aufführung besuchten und mich danach angesprochen haben. Aus der Regieassistenz wurde dann die erste kleine Rolle im Stück.

Was war denn ihre Lieblingsrolle?

Ohje! Ich glaube, dass "Puck" aus "Ein Sommernachtstraum" eine meiner absoluten Liebslingsrollen war, aber das Tanzstück "Le Sache du Printemps" habe ich mindestens genau so gern getanzt. Es ist wirklich schwer zu sagen, weil jede Rolle etwas besonderes hat, etwas einzigartiges. "Mercutio" in "Romeo & Julia" war auch toll zu spielen.
Insgesamt habe ich ja in 40 Theater- und Tanzstücken mitgespielt. 

Was macht am meisten Spaß beim Schauspiel?

Ich finde den Prozess am faszinierendsten. Anfangs gibt es eine Vision, eine Idee, man lernt dann den Text oder die einzelnen Choreografien. Es fühlt sich manchmal sehr technisch an, dann wieder sehr emotional, je nachdem, wie der jeweiligen Probentag aussieht oder was das Ziel ist. Nach und nach ergibt sich dann ein großes Ganzes und man wird Teil einer ganz anderen Welt. Es baut sich langsam auf und man bekommt eine ganz besondere Verbindung zu den Spiel/Tanzpartner_innen. Das ist wohl der besagte Bühnenzauber.

Wie kamen Sie zur Arbeit als Regisseurin?

Als Regieassistenz war ich viele Jahre ganz nah dabei und habe angefangen, meine ersten Stücke und Bücher zu schreiben. Etwas zu kreieren, Worten und Szenen Leben einzuhauchen hatte einen ganz besonderen Charme, so dass André mich fragte, ob ich bei dem Episodenstück "Bash" eine Szene inszenieren wollen würde. Als Versuch, sozusagen und um mich in dem Bereich auszuprobieren. Das hat dann zum einen so viel Spaß gemacht, mich herausgefordert und zum anderen auch so gut geklappt, dass ich kurz darauf weitere Stücke inszeniert habe.

Was szählt zu Ihren Aufgaben im Narrenschiff und was reizt Sie daran?

Jeder Bereich hat seinen eigenen Charme, der mich reizt. Ich glaube, es ist die Abwechslung insgesamt, die alles für mich ausmacht. Vom Tanzen übers Schreiben zu den Projekten und die administrativen Aufgaben. Ich habe sehr unterschiedliche Aufgaben im Theater. Als Projektleitung ..na ja..leite ich Projekte! Zum Beispiel Tanzprojekte, die in Kooperationen stattfinden oder entsprechende Anträge benötigen, um umgesetzt werden zu können. Momentan inszeniere ich "Sister Suffragette", wozu ich die letzten Monate das Skript geschrieben habe. Als 2. Vorsitzende bin ich im Stadtgeschehen und vernetze mich.

Welches  Stück besonders viel Freude gemacht?

Schwer zu sagen! "Les Sache du Printemps" war als Tanzstück auf vielen Ebenen besonders. Als klassisches Stück, als intensiver Tanz, als Projekt. "Todsünde 7.2010" fand damals in der Stadtkirche statt, was als Aufführungsort enorm faszinierend war. Ebenso die Outdoor Produktionen. Ich kann es wirklich nicht sagen...

Autor:

Stefan Reimet aus Holzwickede

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