Firmenneugründungen: Anteil von Existenzgründern geht zurück

Der Blick auf die Statistiken beweist, dass die Anzahl an Unternehmensgründungen in vergangener Zeit deutlich zurückgegangen ist. Aktuelle Analysen zum Jahr 2018 liegen zwar noch nicht vor. Allerdings wurden in Deutschland im vorherigen Zeitraum wesentlich weniger Gewerbe angemeldet. Von dieser Entwicklung sind insbesondere kleine Unternehmen betroffen, deren Anteil an Gründungen innerhalb eines Jahres um knapp zwei Prozent sank.

Frauen scheuen das Risiko einer Selbständigkeit

Statistisch betrachtet scheuen sich vor allem Frauen davor, ihre Ideen umzusetzen und sich selbständig zu machen. Nicht ausgereifte Geschäftsideen mit unklaren Vorstellungen über potentielle Kundengruppen oder unrealistische Umsatzerwartungen sind allerdings nur einige Gründe dafür, weshalb selbst geplante Gründungen am Ende nicht realisiert werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Gründer von diesen Problemen betroffen sind und der Traum vom eigenen Unternehmen durch unzureichende Vorbereitung wie eine Seifenblase zerplatzt. Ganz im Gegenteil: die Gründe haben noch ganz andere Ursachen.

Finanzielle Hürden sind nur ein Grund unter vielen

Die Gründung eines Unternehmens bedarf einer professionellen Planung, die durch eine kompetente Beratung von Experten wie Compeon begleitet werden kann. Durch diese Unterstützung legen Existenzgründer von Beginn an eine wichtige Grundlage, um finanziell abgesichert und auch zukünftig stets kreditwürdig zu sein.

Wer auf Venture Capital setzt oder alle Anforderungen an einen KfW-Kredit erfüllt, hat es auf dem Weg zum eigenen Unternehmen zwar etwas leichter. Alternativ sind Beratungen notwendig, um sich bei einer Existenzgründung für die richtige Kredithöhe oder das passende Kreditunternehmen zu entscheiden. Doch es gibt noch andere Hürden, die bei der Gründung einer Firma überwunden werden müssen.

Ängste vor einem persönlichen Scheitern

Da wäre zum einen die Angst davor, eine drohende Insolvenz auch als persönliches Scheitern zu betrachten. Bei Banken und Investoren gilt man nach dieser Situation schnell als nicht mehr vertrauenswürdig. Hinzu kommt die umfassende Bürokratie, die den Schritt in die Selbständigkeit eher erschwert als erleichtert. Bei fehlendem Startkapital winken zwar Möglichkeiten einer staatlichen Förderung. Doch die unüberschaubare Förderlandschaft mit komplizierten Anträgen wirkt auf viele Existenzgründer abschreckend. Erschwerend kommt hinzu, dass der Spagat zwischen Existenzgründung und Familienleben heute kaum noch gewährleistet werden kann.

Nicht leistungsfähige Internetverbindungen sind ein technisches Hindernis

Weitere Gründe sind technischer Natur. Noch längst besteht in Deutschland kein flächendeckendes hochleistungsfähiges Internet, das für die Gründung eines erfolgreichen Start-Ups jedoch eine essenzielle Voraussetzung ist. Außerdem wird Deutschland von einer gut laufenden Konjunktur dominiert, so dass sich die Arbeitslosigkeit in Deutschland in einem Rekordtief befindet. Insbesondere aufgrund des Fachkräftemangels haben viele Arbeitnehmer kein Problem damit, einen gut bezahlten Arbeitsplatz zu finden.

Dadurch wird automatisch das Interesse gebremst, ein eigenes Unternehmen zu gründen – verbunden mit allen Risiken, die mit der Selbständigkeit einhergeht. Es gibt viele gute Gründe, die einen Rückgang von Firmenneugründungen rechtfertigen. Würden den Interessenten jedoch Lösungen für diese Probleme präsentiert werden, könnte sich dieser Trend gewiss schon bald wieder wandeln.

Autor:

Frank Obendorfer aus Unna

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