Schätze und Geschichte Süditaliens - Kampanien
Die antike Stadt Pompej

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Der große Ausbrucham 24. August nach Christus

zwei Eruptionen beendeten das Leben in den römischen Städten Pompeji und Herculaneum schlagartig und endgültig.
Bereits mehrere Tage vorher hatte es Anzeichen für den Ausbruch des Vesuvs gegeben, weshalb ein Teil der Einwohner die Stadt schon verlassen hatte.
Schwarzer Rauch zog in Richtung Stadt, der Himmel verdunkelte sich, und es begann Asche und Bimsstein zu regnen.
Giftige, etwa 800 Grad heiße Gase entstanden, und Brände – vermutlich wegen umgekippter Öllampen – setzten ein.
Unter dem Bimssteinstaub befanden sich größere Stücke, die mit hoher Geschwindigkeit auf die Erde prallten. Dieser Bimsstein brachte zahllose Dächer zum Einsturz, blockierte Türen und schloss Bewohner der Stadt ein. Einige flohen, andere suchten Schutz in ihren Häusern.
Die Menschen erstickten oder wurden durch herabfallendes Gestein erschlagen.
Noch verheerender war der zweite Ausbruch am nächsten Tag. Lavamassen drangen in die Häuser ein, und es gab kaum ein Entkommen. 
Derzeit lebten etwa 20.000 Menschen in der Stadt, die meisten davon starben
bei diesem zweiten Ausbruch am 25. August eines qualvollen Todes.

Der italienische Monarch Vittorio Emmanuele II. (1820-1878) erkannte
die Bedeutung der römischen Vergangenheit für Italien.
Er setzte sich als erster für eine systematische Forschung ein und berief Giuseppe Fiorelli (1823-1896) zum Leiter der Ausgrabung der antiken Stadt Pompeji.

Die schlafenden Toten

Guiseppe Fiorelle fand die meisten menschlichen und tierischen Skelette unter dem meterhohen vulkanischen Material begraben.

Mit der Zeit hatten sich die Körper der Toten zersetzt. In der schnell erkalteten Lava blieben nur die Knochen in einer Hohlform zurück.

Giuseppe Fiorelli kam auf die Idee, diese Hohlräume mit Gips auszufüllen. Nachdem man anschließend das vulkanische Gestein abgeschlagen hatte, entstanden so Skulpturen, die den Todeskampf der Bewohner Pompejis bis heute festhalten.
Nur bei wenigen der geborgenen Toten fanden sich ernsthafte Verletzungen. Die meisten Menschen scheinen in ihrem "Gefängnis aus Lava" erstickt zu sein.

Wie aber kommt es, dass wir heute das antike Pompeji wieder sehen und betreten können?
Ganz einfach:
Ende des 16. Jahrhunderts fand man durch Zufall dort, wo einst Pompei war, einige Münzen und Marmorbruchteile. Es kam zu Plünderungen und Raub. Erst im 18. Jahrhundert begann man mit der systematischen Grabung auf dem Terrain, und selbst heute sind ein Fünftel der ehemaligen Stadt noch nicht freigelegt.

Die Originale zahlreicher Schätze der Ausgrabungen findet man übrigens im Archäologischen Nationalmuseum in Neapel wieder.

Pompeis Zukunft
sieht nicht rosig aus:
Experten sehen diese Kulturstätte als akut gefährdet an.
Sonne, Wind, Regen und die antiken Straßen aber auch die zahlreichen Touristen
und die Umweltverschmutzung setzen den Ruinen arg zu.
Immer wieder stürzen Mauern ein, Mosaike verblassen,
und die antiken Straßen leiden unter den Besucherströmen.

Autor:

Dagmar Drexler aus Wesel

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