Ohne Netze und Klebeband: Duisburger Hauptbahnhof wird Vorzeigeprojekt

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In der Gleishalla am Duisburger Hauptbahnhof: Sören Link, Oberbürgermeister von Duisburg (3.v.li.), Ute Möbus, Vorstand der DB Station&Service AG (3.v.li.), Verkehrsminister Michael Groschek (vorne, 2. v. re.) sowie Duisburger Projektbeteiligte
  Duisburg: Hauptbahnhof |

Der Duisburger Hauptbahnhof als Vorzeigeprojekt: Dieser Tage wurde dort die Baumaßnahme um die neue Gleishalle vorgestellt. Außerdem erfolgte mit den Duisburger Projektbeteiligten VRR, NVR und NWL der Startschuss für die landesweite Kampagne „1 von 150 – moderne Bahnhöfe in NRW“.

„Bahnhof des Jahres“ - diesem Ziel könnte der Duisburger Hauptbahnhof bald näher kommen, denn: Sicherungs-Netze an der Bahnsteigüberdachung und mit Tesa verklebte Scheiben sind in naher Zukunft Geschichte. Ab Herbst 2017 rollen dort die Bagger in Sachen neuer Gleishalle. Diese wird Bahn, Bund und Land NRW 150 Millionen Euro kosten. Die neue Halle ist ein architektonischer Eye-Catcher aus Stahl und Glas: hell, leicht und licht durchflutet. Die tragenden Elemente werden aus Stahl gefertigt, die übrigen aus Glas. Das Bauwerk wird nachhaltig, denn: Aufgrund der vielen Verglasung kann tagsüber auf künstliche Beleuchtung verzichtet werden. Und: Bei Regen mit Schirm auf den Zug warten müssen Bahnreisende ab etwa sechs Jahren auch nicht mehr. Denn auch das Hineinregnen ist dank einer wellenförmigen Dachkonstruktion Vergangenheit.

"Architektonisches Ausrufezeichen für Bahn und Stadt"


NRW-Verkehrsminister Michael Groschek bezeichnete in seinem Grußwort die neue Gleishalle als Duisburgs „neue Deutsche Welle“ und „architektonisches Ausrufezeichen für Bahn und Stadt“. „Die Menschen wollen, dass der Bahnhof sauber, sicher und schön ist – und Duisburg wird noch schöner,“ so der Minister. Ute Möbus, Vorstand der DB Station&Service AG: „Hier entsteht eine zeitgemäße Mobilitätsdrehscheibe. Die wellenförmige Architektur ist ein Symbol für die Dynamik unserer heutigen Zeit.“

Der Abbruch der alten, denkmalgeschützten Halle, die nicht erhaltend saniert werden kann, und der Neubau der Neuen erfolgen in zehn Etappen bei laufendem Betrieb. Denn dieser muss im wichtigen Knotenbahnhof - 940 Züge und 100.000 Reisende pro Tag - weitestgehend aufrecht erhalten werden. Baustart ist am Osteingang. Nach dem Bau des neuen Daches werden die Bahnsteige nacheinander saniert und zum Schluss von 2021 bis 2024 die Oberleitungsanlage gebaut.

Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, der die neue Gleishalle als „absolutes Highlight“ bezeichnete: „Wir haben lange auf diesen Tag hingearbeitet.“ Der künftige Hauptbahnhof wird einer, „den es so in Deutschland nicht gibt.“ Dies alles in den nächsten Jahren im laufenden Betrieb umzusetzen, sei eine Riesenherausforderung, so Link. Minister Groschek äußerte: „Duisburg wird ein Vorzeigeprojekt. Bahnhöfe müssen städtebauliche Ausrufezeichen werden, damit Menschen das Mobilitätsangebot nutzen.“

Info:

Der Duisburger Hauptbahnhof ist einer von 150 in NRW, die bis 2023 (Investitionsvolumen 1 Milliarde Euro) modernisiert werden. Bis 2019 sollen ferner 80 Prozent der NRW-Bahnhöfe barrierefrei werden. Die Verkehrsstation Duisburg ist die größte Station von Station&Service in NRW. Während der Bauarbeiten kommt es zu Gleissperrungen, Änderungen im Fahrplan, Einschränkungen von Parkplätzen sowie Lärmbelästigungen und Verschmutzungen für die Anwohner. Infos zum Baufortschritt, 360-Grad-Panorama der Gleishalle (inkl. QR-Code für Smartphones) unter www.1von150.de/duisburg
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2 Kommentare
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Volker Dau aus Bochum | 09.09.2016 | 12:50  
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Volker Dau aus Bochum | 09.09.2016 | 12:53  
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