OB-Wahl Essen: Thomas Kufen kommt scheinbar wie gerufen...

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Thomas Kufen steht für Kommunikation - im Ratssaal wie beim Kaffeeklatsch. Foto: Gohl
Essen: Rathaus Essen | Das vorläufige Ergebnis der OB-Wahl in Essen ist schlichtweg ein Hammer. Entgegen aller Prognosen liegt CDU-Herausforderer Thomas Kufen mit 42,5 % der Stimmen klar vor Amtsinhaber Reinhard Paß (SPD), der nur 33,4 % verbuchen konnte. Jetzt geht es am 27. September zur Stichwahl, das hatten viele Essener so auf dem Zettel. Dass Kufen aber jetzt schon so deutlich führen würde, das hätte wohl niemand so vorhergesagt.
Denn jetzt kommt es darauf an, wie die Anhänger von Grünen, Linken, FDP etc. entscheiden, wenn ihre Kandidaten nicht mehr im Rennen sind. Und diese Aussicht spricht nicht gerade für Reinhard Paß...

Desaströse
Wahlbeteiligung


Völlig desaströs ist die Wahlbeteiligung von knapp 35 %, die niedrigste in Essens Stadtgeschichte bei einer regulären Wahl. Mehr als 60% der Essener ist es demnach völlig egal, wer das höchste Amt dieser Stadt in Zukunft bekleiden wird. Auf CDU-Initiative ist einst im Landtag entschieden worden, die OB-Wahl von der Kommunalwahl abzukoppeln. Mit Paß hat ein SPD-OB diese Offerte dankbar angenommen. Schon dieser erste Wahlgang hat die Pleitestadt Essen somit locker 400.000 Euro extra gekostet und jetzt folgt Durchgang zwei - mit einer noch schlechteren Wahlbeteiligung?
Vor diesem Hintergrund hat es keiner der Essener OB-Kandidaten geschafft, die Wähler in angemessener Zahl an die Urnen zu locken. Da kann man einerseits viel von Wahlmüdigkeit und Desinteresse der Bürger reden, die ihre Chance auf Mitbestimmung links liegen lassen, während anderswo in der Welt gerade um dieses wichtige Stück Demokratie erbittert gekämpft wird. Andererseits ändert das aber nichts an der Aufgabe von Parteien und ihren Kandidaten, die Wähler für sich zu begeistern.
Mitten in diesem Szenario hatte der CDU-Herausforderer offensichtlich die besseren Argumente gegenüber einem von der eigenen Partei und Skandalen in den Stadtgesellschaften schwer angeschlagenen Reinhard Paß. Thomas Kufen kommt scheinbar wie gerufen und kann am 27. September für den Wechsel an der Stadtspitze stehen.
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3 Kommentare
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Ursula Dotzki aus Essen-Nord | 17.09.2015 | 17:15  
Detlef Leweux aus Essen-Steele | 18.09.2015 | 08:00  
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Walter Schroeder aus Essen-West | 24.09.2015 | 11:10  
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