Urlaubsreif: Rot-Weiss geht mit 3:2-Erfolg gegen Wiedenbrück in die Winterpause

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Keine hochklassige Partie, dafür gab es Augenblicke des Zauberfußballs zu sehen: Mit einem versöhnlichen 3:2 gegen den SC Wiedenbrück 2000 verabschiedete sich Rot-Weiss Essen an der Hafenstraße in die Winterpause der Regionalliga-West. Dank eines Unentschieden von Alemannia Aachen in Hennef klettert der RWE vorläufig wieder auf Rang eins der Tabelle.

Zur letzten Partie vor der Winterpause fanden am gestrigen Abend noch einmal 7.889 Fußball-Fans ihren Weg an die Hafenstraße. Der Regenschleier über dem Stadion Essen hielt sich und wurde nur kurzzeitig durch einen heftigen Hagelschauer abgelöst. Bevor es für die Teams aufs Grün ging, gab es eine Applaus-Minute für den kürzlich verstorbenen Kapitän der Pokalsieger- und Meistermannschaft von 1954/1955, August Gottschalk, – Choreographie auf der Alten West inklusive.

Schlammschlacht

„Das war heute nochmal ein richtiger Kraftakt“, verrät Marc Fascher, Cheftrainer von Rot-Weiss Essen. Dem Wetter entsprechend schwierig ist das Geläuf, so dass beide Mannschaften eine Weile brauchen, um sich auf die unbequeme Ball-Physik einzustellen. Wiedenbrück schaltet dabei schneller: Den langen Pass entlang des Strafraums kann sich SC-Stürmer Mariusz Rogowski in der 10. Minute ganz in Ruhe auflegen und per Weitschuss das 1:0 für die Gäste erzielen. Vier Zeigerumdrehungen später ist auch Rot-Weiss im Spiel angekommen. Marwin Studtrucker zieht an drei SC-Spielern vorbei an die Grenze des 16ers und zirkelt das Leder zum Ausgleich links ins lange Eck. In der 22. Minute drehen die Hafenstraßen-Kicker dann die Partie: Cebiou Soukou wechselt mit guter Übersicht die Seite auf Sven Kreyer, Studtrucker besorgt nach tollem Zuspiel das 2:1. „Wir hatten kein gutes Deckungsverhalten“, resümiert Alfons Beckstegge, Trainer von Wiedenbrück, die erste Hälfte. „Teilweise hatte ich den Eindruck, manche dachten, sie würden mit Studtrucker zusammenspielen.“
Noch weniger ansehnlich ist die zweite Halbzeit, Höhepunkt bleibt das 3:1 nach Wiederanpfiff. Wieder sorgt Studtrucker für Unruhe im SC-Strafraum, mit einem Hackentrick zaubert er Soukou in Szene, der sicher einnetzt (47.). Der 3:2-Anschlusstreffer durch Jure Colak in der 83. Minute fällt in die Kategorie „und ferner liefen“. Eine fantastische Leistung – besonders in der ersten Hälfte – zeigte Marwin Studtrucker. Immer anspielbar, quirlig und mit gutem Blick war er Zentrum des brandgefährlichen, rot-weissen Offensiv-Trios.

„Geile Hinrunde“

Vorläufig bringt der Sieg die Rot-Weissen wieder auf Rang eins der Tabelle, denn die Alemannia aus Aachen schaffte heute beim Schlusslicht FC Hennef nur ein 1:1-Unentschieden. Ausgefallen ist das Spiel zwischen Gladbach II und dem SV Rödinghausen. Mit einem Sieg wäre die Zwote der Fohlen auf dem ersten Platz.
„Dieses halbe Jahr war richtig extrem, nicht nur körperlich, sondern gerade mental“, weiß Marc Fascher. „Wir haben sehr viel erreicht, weil wir eine geile Hinrunde gespielt haben.“ Was Coach und Mannschaft sich jetzt wünschen? „Urlaub.“
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