Rolf Gildenast in bewegten Bildern und Texten

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Eine typische Pose des Rolf Gildenast. (Foto: Privat)
 
Für und mit Kindern tanzte Rolf Gildenast am Liebsten. Foto: Gerd Kaemper

„Es lag nahe als Medium im Medium das Video zu wählen, um dem Künstler Rolf Gildenast die Ehre zu erweisen. Denn darstellende Kunst und Tanz ist in bewegten Bildern eher begreifbar“, schildert der Tellerrandler André Wülfing die Wahl der Präsentation.

Drei Jahre nach dem zu frühen Tod


Es war im Juli 2012 als die Nachricht vom Tod des Gelsenkirchener Künstlers, Tänzers, Lyrikers und Pädagogen Rolf Gildenast aus seinem Urlaubsort in Irland seine Heimatstadt erreichte. In Erinnerung an Gildenast lag es darum für die Akteure der virtuellen Tellerrand-Galerie nahe, die Sommermonate zu wählen um ihn zu ehren.

Die Galeristen kannten Gildenast durch verschiedenste Berührungspunkte


„Die Idee lag allen Tellerrandler am Herzen, die Einzigartigkeit und Besonderheit dieses Verstorbenen in den Fokus zu stellen“, erklärt Wülfing.
Jeder der Beteiligten hatte einen Bezug zu Rolf Gildenast, ohne jedoch jemals künstlerisch mit ihm gemeinsam in Aktion getreten zu sein. „Wir haben bei seiner Tochter Alma nachgefragt, ob die Familie hinter unserer Idee stehen würde und haben Alma auch ins Boot geholt, damit sie uns bei der Materialsichtung helfen konnte. Wir haben uns auch auf ihre Empfehlungen und Wünsche verlassen und diese berücksichtigt“, erinnert sich Ulrich Penquitt.

Tochter Alma wirkte an der Ausstellung mit


Die inzwischen selbst als Künstlerin tätige Alma Gildenast wird in der derzeitigen Tellerrand-Galerie-Ausstellung nicht selbst zu sehen sein. Doch die Akteure planen für die Zukunft eine Ausstellung über die jungen Frau, die nicht nur im Mondpalast von Wanne-Eickel auf der Bühne steht, sondern auch in die Fußstapfen ihres Vaters tritt und mit Kindern „schauspielert“.
Jesse Krauß, der Grafiker und Betreuer der virtuellen Galerie, an dem nach Aussage der anderen Beteiligten die meiste Arbeit hängen bleibt, erklärte: „Wir hatten alle einen Bezug zu Rolf Gildenast und zwar ganz unabhängig voneinander. Umso erstaunlicher war, dass wir alle ihn auf die Liste der zu ehrenden Künstler gesetzt hatten.“

Kultur leben als Mittelpunkt der Szene


Über den Verein „Kultur leben“, der ins Leben gerufen wurde zur Förderung der freien Kultur in Gelsenkirchen und von André Wülfing als kulturpolitischer Wirkungskreis betrachtet wird, hatten die Künstler der verschiedenen Genres ihre Begegnungen mit Gildenast.
„Rolf Gildenast war eins der Gründungsmitglieder von Kultur leben und so bekam man bei den Treffen die intensivsten Kontakte“, erinnert sich Wülfing.
Ulrich Penquitt hatte zwar nie ein gemeinsames Projekt mit Gildenast, aber der Tänzer war eine feste Größe in dem von Penquitt initiierten Festival „Hinterm Tellerrand“, bei dem Künstler der verschiedenen Genres ihr Talent unter Beweis stellen konnten. „Kurz vor seinem Tod hat Rolf mich noch angesprochen. Wir hatten gerade das Stück „Drei alte Männer wollen nicht sterben“ gespielt und Rolf bot sich an, auch mal im Bereich Schauspiel aktiv zu werden“, erzählt Ulrich Penquitt, Schauspieler und Regisseur des Trias Theater Ruhr.
Musiker Michael Walter lernte Gildenast ebenfalls beim „Tellerrand“-Festival kennen, aus dem bekanntlich die virtuelle Galerie entstanden ist.

Jesse Krauß lernte Tanzschritte von Rolf Gildenast - ob er wollte oder nicht...


Jesse Krauß war, wie kann es anders sein, der Gestalter der Internetseite von Rolf Gildenast: „Inzwischen hat Alma eine neue Internetseite gestaltet, aber die ursprüngliche ihres Vaters ist darin noch hinterlegt. Damals habe ich ihm erklärt, wie man ein Video von der Kamera auf den Computer bekommt und dann auch eine DVD bannen kann. Im Gegenzug hat er mir im Wohnzimmer einen Tanzschritt zu seiner damals neuen und wie wir heute wissen letzten Choreographie zur Shakespeares Richard III. beigebracht. Mit einem Menschen wie ihm konnte so etwas passieren.“

Noch bis Ende September auf der galerie tellerrand im Internet


Noch bis Ende September ist die Ausstellung über Rolf Gildenast auf der virtuellen Tellerrand-Galerie zu sehen. Dabei handelt es sich um vier relativ kurze Videoclips, die an den Künstler erinnern sollen. Auf einen Lebenslauf und ähnliches wurde bewusst verzichtet.

Der kommunikative Charakter Gildenast auf einer Kommunikationsplattform zu erleben

„Es ist eine Besonderheit, weil der präsentierte Künstler verstorben ist. Aber er war auch ein kommunikativer Charakter, mit dem sich nun die Kommunikationsplattform Tellerrand auseinander setzt. Damit kommt ein Künstler zu Ehren, der sich nicht im Elfenbeinturm verschanzt hat. Ich glaube, Rolf Gildenast hätte das gut gefunden“, ist sich André Wülfing sicher.
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