Bienen-AG der Gesamtschule - Intensive Pflege der Bienenstöcke im Frühjahr und Sommer

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Die Bienen-AG der Ingeborg-Drewitz Gesamtschule pflegt und hegt ihre drei Bienenstöcke auf dem Dach. (Foto: Kariger)
Gladbeck: Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule |

Rentfort-Nord.Immer wieder liest man in den Medien vom Bienensterben, vor dem die Forscher schon seit Jahren warnen. Das könnte wiederum auch für uns Menschen schlecht sein, denn Bienen stehen nicht nur für böse Stiche, die besonders für Allergiker ungünstig sind, sondern sie haben wichtige Funktionen. Ohne die Bienenbestäubung keine Früchte.


Die Ingeborg-Drewitz Gesamtschule hat daher schon vor fünf Jahren ihre Bienen-AG gegründet.Unterstützung erhalten sie dabei vom Gladbecker Imker Hubert Lellek. Unter der Leitung von Franka Hesse, Lehrerin an der Geamtschule engagieren sich sechs Mädchen und ein Junge für ihre Bienen. Die Mädchen finden die Arbeit mit den Bienen interessant und spannend. Außerdem lockt das Privileg in der Schule sein zu können, wenn keiner mehr da ist. Der einzige Junge, Max ist derjenige, der laut Aussage der Mädchen heimlich immer nascht. Mit dem Smoker, der die Bienen beruhigen soll, sind die AG-Mitglieder alle fit

Im Winter haben sie wenig zu tun, dafür sind Frühjahr und Sommer recht arbeitsintensiv. Der Zustand der Königin muss überprüft werden, denn nur wenn es der Königin gut geht, geht es auch dem ganzen Bienenstock gut.Außerdem muss regelmäßig der Honig "geerntet" werden. Im letzten Jahr waren das stolze 50 kg. Das wird in diesem Jahr nicht getoppt werden, da aufgrund der recht kalten Tage und dem Befall mit der Varroamilbe leider nur ein Stock überlebt hat.

Glücklicherweise konnten aber zwei Ableger gewonnen werden. Jedoch gilt es die drei Stöcke erst einmal zu schonen und die Honigproduktion hintenan zustellen. Der eigene Honig wird sogar verkauft und kann in der Gesamtschule zum Preis von derzeit 5 Euro im Minilädchen erstanden werden. Allerdings ist zur Zeit noch kein Honig vorrätig, erst ab August wieder.

Auch tote Bienen landen nicht im Müll, sondern kommen dem naturwissenschaftlichen Unterricht zu Gute, um dort zum Beispiel mikroskopiert werden. Ein Tod für die Wissenschaft.

Um Bienen und Co zu helfen bedarf es gar nicht viel. Die einfachste Hilfe ist es heimische Blumen zu pflanzen. Egal ob im Garten oder im Kleinen auf dem Balkon. Wichtig sind Blumen, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen um das Futterangebot durchgängig aufrecht zu erhalten.Hungrige Bienen sind schwach und somit anfällig für Krankheiten.

Insbesondere die Ordnungsliebe einiger Hobbygärtner mit unkrautfreien und strukturierten Beeten lässt das Nahrungsangebot drastisch sinken.
Eine weitere Hilfe sind Insektenhotels , die man im Handel erwerben oder wer mag individuell selber bauen kann. Wichtig ist, diese geschützt aufzustellen.

Auch Bienen haben Durst, daher sollte man ein flaches Schälchen mit Wasser zur Verfügung stellen. Dahinein legt man Kiesel, die etwas herausragen, damit die Insekten nicht ertrinken.
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