Jugendfeuerwehr Gladbeck-Nord rund um die Uhr im Einsatz

16 Aktive der Jugendfeuerwehr Gladbeck-Nord nahmen am diesjährigen "Berufsfeuerwehrtag" teil. Hinzu kam ein 12köpfiges Betreuerteam um Jugendwart Thorsten Funke und dessen Stellvertreter Kevin Strozinski.
 
Aus dem "brennenden" Bus auf dem Betriebsgelände der Firma "Urban Reisen" mussten die jungen Wehrleute zwei "Vermisste" retten.
Gladbeck: Gerätehaus Nord, Berliner Straße |

Rentfort/Zweckel. Zu einer lieb gewonnenen Tradition geworden ist bei der Gladbecker Jugendfeuerwehr der so genannte „Berufsfeuerwehrtag“ (BF-Tag), bei dem der Feuerwehr-Nachwuchs eine komplette 24-stündige (Übungs-)Schicht absolviert.

Jetzt war die im Gerätehaus Rentfort/Zweckel an der Berliner Straße beheimatete Gruppe Nord an der Reihe, wobei die 16 teilnehmenden Jugendfeuerwehr-Aktiven von einem 12köpfigen Team um Jugendwart Thorsten Funke und dessen Stellvertreter Kevin Strozinski betreut wurde.

Nachdem die Einsatzkräfte ihre Nachtlager hergerichtet hatten, erfolgte nach dem Antreten die Überprüfung der zur Verfügung stehenden Einsatzfahrzeuge. Schon wenige Minuten später musste die Gruppe unter Alarmbedingungen ausrücken, denn vom Gelände des Busunternehmens „Urban-Reisen“ an der Hornstraße wurde ein brennender Bus gemeldet, in dem auch noch zwei Arbeiter „vermisst“ wurden. Erschwert wurde die Rettung der Arbeiter, dargestellt durch lebensecht schwere Puppen, durch sehr starken Brandrauch.

"Vermisste" im brennenden Bus


Kaum war der Feuerwehr-Nachwuchs wieder an der Berliner Straße angekommen, wurde die Gruppe zur Stollenstraße gerufen, da auf dem Gelände der Firma Heidelbach ein Container in Flammen stand un zu allem Überfluss auch hier eine Person als „vermisst“ galt.

„Wir bemühen uns, den Jugendfeuerwehr-Aktiven einen möglichst realen Einblick in die tägliche Arbeit von hauptamtlichen Wehreinheiten zu geben,“ erläutert Gruppenwart Thorsten Funke. „Dies geschieht zwar auch bei unseren wöchentlichen Übungsabenden, ein Berufsfeuerwehrtag lässt hier natürlich viel mehr Spielraum.“

Und dementsprechend gab es die unterschiedlichsten Einsatzszenarien: Fehlalarm durch eine Brandmeldeanlage im Braucker Süden, auf einem auf einem Parkplatz stehenden Pkw tropft Oel aus, bei einem Einsatz in einem Hochhaus in Rentfort-Nord musste der Rettungsdienst unterstützt werden, ein in einem Zaun eingeklemmtes Kleintier (Plüschtier) musste aus seiner misslichen Lage befreit und ein brennder Schutthaufen auf einem Hinterhof in Zweckel gelöscht werden. Sogar ein in einen Gully gefallener Wohnungsschlüssel wurde seinem „Besitzer“ wieder übergeben.

Viele Schaulustige in Zweckel


Aufsehen erregte besonders der Einsatz am späten Samstagnachmittag auf dem Gelände der Shell-Tankstelle in Zweckel. Hier wurde angenommen, dass eine - zunächste - unbekannte Flüssigkeit aus einem defekten Kanister austrat. Angenommen wurde, dass es sich bei der Flüssigkeit um eine Chlorlösung für ein privates Schwimmbad handelte. Nur mit entsprechender Schutzkleidung konnten die Einsatzkräfte vorgehen, den Kanister abdichten und die austretenden Chlordämpfe abdichten. Besonders bei dieser Übung verfolgten viele Zweckeler das Geschehen.

Und ein letzter Einsatz unterbrach letztlich auch noch die Nachtruhe: Um 3.30 Uhr rückte die Jugendfeuerwehr-Nord zu einem „Kleingebäudebrand“ im Industriegebiet an der Heinrich-Hertz-Straße aus. Doch auch diese Aufgabe wurde mit Bravour gemeistert.

Nach dem abschließenden gemeinsamen Frühstück zogen Thorsten Funke und Kevin Strozinski eine erste positive Bilanz. „Die gestellten Aufgabe wurden erfüllt, die Einsätze abgearbeitet. Es gab keine Probleme, aber natürlich werden wir mit der Gruppe noch eine Abschlussbesprechung durchführen.“

Und so konnten die Aktiven der Jugendfeuerwehr-Nord gemeinsam mit ihren Betreuern den Heimweg antreten, um im heimischen Bett den bis dahin sicher fehlenden Schlaf nachzuholen.

Noch eine kleine Begebenheit am Rande: Die Übung an der Heinrich-Hertz-Straße hatte doch noch - ungeahnte - Folgen, denn das Geschehen fand just auf dem Areal statt, auf dem noch bis vor wenigen Tagen ein Zirkus campiert hatte. Davon zeugten die Hinterlassenschaften der Zirkustiere. Leider wurden diese „Tretminen“ bei der nächtlicher Dunkelheiten oft viel zu spät oder auch gar nicht wahrgenommen...
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