Homöopathie - Mehr Schein als Sein?

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Homöopathische Mittel gibt es sowohl in Form von Tropfen, als auch Globuli, Tabletten und Salben. (Foto: Alois Müller)

Immer mehr Menschen greifen auf alternative Medizin wie die Homöopathie zurück. Umstritten bleibt die Effektivität trotzdem.

Begründer dieser Medizin war Dr. Samuel Hahnemann, der nach dem Grundprinzip „Similia similibus curentur – Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“ praktizierte. Die Krankheit hebt sich quasi nach dem Prinzip „minus mal minus ergibt plus“ auf.

Von Eisenhut über Tollkirsche bis Kuhschelle


Die rund 2000 Substanzen, die meisten davon pflanzlich, tierisch oder mineralisch, sind nach ihren Inhaltsstoffen benannt. Aconitum napellus(Eisenhut) und Allium cepa (Rote Zwiebel), Bryonia alba(Zaunrübe) und Belladonna atropa (Tollkirsche), Phosphorus (Gelber Phosphor) und Pulsatilla pratensis(Kuhschelle) sind die gängigsten homöopathischen Mittel gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Da das Mittel und die zu verabreichende Menge jedoch von der Intensität der Erkältung und den individuellen Symptomen abhängt, ist eine Beratung von einem erfahrenen Homöopathen empfehlenswert. Die Substanzen erhält man in Form von Globuli (Kügelchen), Tabletten, Tropfen und Salben.

Doch handelt es sich hierbei nicht mehr um Schein als Sein?


Schon lange ist die Effektivität dieser Medizin umstritten, da Heilerfolge nicht nachweisbar sind. Ist es genau das, was die Leute so neugierig darauf macht? Das „Mysterium“ darum, das Unerklärliche? Oder weil es ja nicht schaden kann, die natürlichen Mittel einzunehmen? Vielleicht hat es auch eine heilende Wirkung auf die Menschen, wenn Ihnen einfach mal jemand ausführlich zuhört. Es ist jedem bekannt, dass es, wenn man heutzutage zum Arzt geht, einer Massenabfertigung gleicht. Ein fünf bis zehn minütiges Gespräch mit dem Arzt muss ausreichen, schließlich sieht der behandelnde Arzt es lediglich als seine Aufgabe, ein Rezept auszustellen. Ganz anders in einer homöopathischen Sitzung. Diese sind zeitlich allerhöchstens vom Budget des Patienten begrenzt. Wobei mittlerweile viele Krankenkassen die Kosten für die Sitzungen übernehmen. Auch dies ist ein großer Streitpunkt in Deutschland: Wieso bezahlen die Krankenkassen für etwas, dessen Nutzen und Effektivität nicht nachgewiesen ist?

=> Tipps vom Schulmediziner: Wie kann ich einer Erkältung vorbeugen?
=> weitere Tipps gegen Erkältung auf der Themenseite Tipps gegen Erkältung
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