Flüchtlinge zuerst nach Köln und Düsseldorf

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Im Rathaus wartet man auf Nachrichten aus Arnsberg. (Foto: Magalski)
Im Ex-Aldi stehen die Betten bereit, doch ein Einzug von Asylbewerbern ist noch nicht in Sicht. Hintergrund ist, dass aktuell weniger Flüchtlinge von der Bezirksregierung an Lünen zugewiesen werden, als angekündigt worden sind, so die Stadt.

Lünen müsste nach dem Verteilungsschlüssel noch 92 Flüchtlinge aufnehmen, in der letzten Woche gab es aber keine Zuweisungen von der Bezirksregierung in Arnsberg. Im Januar erreichten neunzig Flüchtlinge die Stadt, damit liegt die Zahl der Geflüchteten in Lünen derzeit bei rund 1.300 Personen. "Wir sind vom Städte- und Gemeindebund darüber informiert worden, dass das Innenministerium derzeit vor allem an größere Städte wie Köln oder Düsseldorf zuweist, da diese bisher deutlich zu wenig Flüchtlinge aufgenommen haben", erklärt Fachdezernent Ludger Trepper. Für Lünen bedeute das aber wohl keine generelle Reduzierung der Zuweisungszahlen, sondern nur eine Verschnaufpause. Nach Statistik müsse Lünen die prognostizierten 92 Flüchtlinge doch irgendwann aufnehmen, so Trepper.

Toilettencontainer kommen am Dienstag

Der Fachdezernent hofft für diesen Fall auf eine frühzeitige Information durch die Bezirksregierung. Den Ex-Supermarkt in der Mersch hält die Stadt für diesen Fall in der Hinterhand. Nach Rücksprache mit dem Eigentümer Bauverein kann die Stadt das Gebäude bei Bedarf bis Ende April nutzen, anfänglich vereinbart war eine Nutzung bis Ende März. Dienstag kommen voraussichtlich die bestellten Toilettencontainer, dann wäre der ehemalige Aldi bereit für seine Aufgabe als Flüchtlingsunterkunft.

Thema "Flüchtlinge" im Lokalkompass:
> Supermarkt wird Unterkunft für Flüchtlinge
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