Wettersteiger vom Bergwerk Auguste Victoria in Marl als Zeitzeuge auf Zeche Zollern

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Das links im Bild zu sehende Fördergerüst der Zeche Zollern steht über dem Wetterschacht, der für die Belüftung der Grube notwendig war. (Foto: LWL/Hudemann)

Bei "frischem Wetter" denkt der Bergmann selten an einen kühlen, windigen Tag - gutes Wetter bedeutet Frischluft frei von gefährlichen Gasen im gesamten Grubengebäude. Am Sonntag (11.1.) stellt Detlef Niedzwetzki im Rahmen der Reihe "Zeitzeugen" Besuchern der Zeche Zollern seine Arbeit als Wettersteiger vor. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt um 15 Uhr zu der Veranstaltung in sein Dortmunder Industriemuseum ein.

Aufgabe des Wettersteigers ist die Versorgung der gesamten Grube mit ausreichenden Mengen an Frischluft. Mit Grubenrissen und verschiedenen Messgeräten veranschaulicht Detlef Niedzwetzki die aufwendigen technischen Maßnahmen, die für die "Bewetterung" des Bergwerks notwendig sind. Der Grubenwehrmann kann auch von einem gefährlichen Einsatz berichten, den er 2003 auf der Zeche Prosper bei der Bekämpfung eines Grubenbrandes erlebt hat.

Detlef Niedzwetzki arbeitet seit 1977 im Bergbau. Er begann auf der Zeche General Blumenthal, wo er eine Lehre zum Elektriker machte. Später wurde er Elektrotechniker und Wettersteiger auf dem Bergwerk Auguste Victoria in Marl .

Wie jeden Sonn- und Feiertag finden um 11.30 Uhr und 12 Uhr kostenlose öffentliche Führungen über die Tagesanlagen der Zeche Zollern statt. Besucher müssen sich nicht anmelden und zahlen nur den Museumseintritt (Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Kinder ab sechs Jahren 2 Euro).
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