Frage der Woche: Was wird aus der Eurozone?

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Stehen wir vor einem Zerfall der Eurozone? Der Starökonom Joseph Stiglitz sieht die Europapolitik den Herausforderungen nicht gewachsen. (Foto: von www.elbpresse.de (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons)

Es sei damit zu rechnen, dass die Eurozone in ihrer jetzigen Form die nächsten zehn Jahre nicht überstehen werde. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz erklärte der "Welt" gegenüber, dass wahrscheinlich Italien als erster Kandidat für einen Austritt in Frage komme. Wie also geht es mit dem Euro weiter?

Als Eurozone werden diejenigen Länder der Europäischen Union bezeichnet, die den Euro als offizielle Währung eingeführt haben. Derzeit hat die Eurozone 19 Mitglieder, davon ist Litauen das jüngste (Eintritt 2015). In der politischen Landschaft Europas hatten in der jüngsten Vergangenheit zahlreiche eurokritische Parteien und Bewegungen Erfolg: Der französische Front National, das griechische Linksbündnis Syriza und die AfD in Deutschland sind hier nur einige Beispiele. So hat auch der Starökonom und ehemalige Leiter der Weltbank Stiglitz den Euro im Visier: Es sei Zeit, über eine Auflösung nachzudenken.

Unabsehbare Folgen für gesamte Eurozone

Auf der anderen Seite halten immer noch viele Politiker und Wissenschaftler an der Gemeinschaftswährung fest und beschwören die Einheit Europas. Außerdem, so warnen Euro-Befürworter, wären die Konsequenzen eines Austritts - egal welches Mitglieds - ökonomisch wie auch gesellschaftlich nicht abzusehen. Ja, so die Argumentation, den Euro zu behalten sei nicht billig. Riskanter und ungleich teurer allerdings sei für Deutschland die Rückkehr zur D-Mark. Ungeachtet dessen ist sich Joseph Stiglitz sicher: Die Eurozone wird in zehn Jahren nicht mehr dieselbe sein. Langfristig rechnet er nicht damit, dass die europäische Politik den Euro wird retten können. Es mangele zudem an Solidarität, die über Landesgrenzen hinaus reicht. (Quelle)

Wie schätzt ihr die Zukunft der Eurozone ein? Und wie bewertet ihr den Nutzen der Gemeinschaftswährung für Deutschland und die anderen Mitgliedsstaaten? Wir freuen uns über eure Kommentare!

Hintergrund: Die Frage der Woche
Immer donnerstags (und heute ausnahmsweise freitags) stellen wir an die gesamte Lokalkompass-Community die Frage der Woche. Denn wir interessieren uns für Euer Wissen, Eure Meinungen, Eure Fantasie. Lasst uns Erfahrungen und Erkenntnisse austauschen - und beim Plausch darüber ein wenig Spaß haben - los geht's!
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23 Kommentare
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Thomas Ruszkowski aus Essen-Ruhr | 06.10.2016 | 16:09  
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Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 06.10.2016 | 18:12  
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Volker Dau aus Bochum | 06.10.2016 | 18:29  
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Monika Wübbe aus Marl | 06.10.2016 | 18:56  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 06.10.2016 | 19:13  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 06.10.2016 | 19:55  
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Siegmund Walter aus Wesel | 06.10.2016 | 20:29  
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Hildegard Grygierek aus Bochum | 06.10.2016 | 21:26  
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Volker Dau aus Bochum | 06.10.2016 | 22:38  
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Hildegard Grygierek aus Bochum | 06.10.2016 | 22:47  
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Brigitte Böhnisch aus Bochum | 07.10.2016 | 10:17  
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Hildegard Grygierek aus Bochum | 07.10.2016 | 11:50  
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Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 07.10.2016 | 12:51  
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Hildegard Grygierek aus Bochum | 07.10.2016 | 13:35  
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Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 07.10.2016 | 17:37  
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 08.10.2016 | 09:23  
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Hildegard Grygierek aus Bochum | 08.10.2016 | 10:28  
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Marco-Pinuzu Skembri aus Hattingen | 08.10.2016 | 21:09  
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Hildegard Grygierek aus Bochum | 08.10.2016 | 22:16  
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Roland Nelke aus Castrop-Rauxel | 13.10.2016 | 14:29  
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Volker Dau aus Bochum | 13.10.2016 | 20:54  
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Erika Huber aus Bochum | 14.10.2016 | 11:13  
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Martina Janßen aus Hattingen | 15.10.2016 | 01:17  
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