Von Fantasien und Toccaten
Konzert mit Jörg Segtrop im Neheimer Dom

Organist Jörg Segtrop wird am Sonntag, 5. Mai, ein Konzert im Neheimer Dom geben.
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  • Foto: Jörg Segtrop
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„So ruhig das Konzert beginnen wird, so furios wird es enden“ freut sich Organist Jörg Segtrop auf seinen Auftritt am Sonntag, 5. Mai, 17 Uhr an der großen Orgel der Johanneskirche in Neheim. "Wobei ruhig vielleicht gar nicht das passende Wort ist", ergänzt er.
„Girolamo Frescobaldi war einer der bekanntesten Musiker seiner Zeit, des Frühbarocks. Er hat so interessante und abwechslungsreiche Musik geschrieben, dass selbst Bach ca. 80 Jahre später immer noch begeistert von seinen Toccaten und Ricercaren war“ erläutert er weiter. Eine seiner Toccaten wird das Konzert im Neheimer Dom eröffnen. Neben Frescobaldi hatte Bach noch ein weiteres großes Vorbild: Dietrich Buxtehude, seiner Zeit ein besonderer Orgelkomponist, der den Stil des norddeutschen Barock besonders prägte. Der Junge Bach ist damals 400 Kilometer zu Fuß nach Lübeck gegangen, um ihn hören zu können. Das in dem Konzert erklingende C-Dur Praeludium zeigt die klangliche und stilistische Abwechslung innerhalb eines Stücks.

Bachs Fantasie und Fuge in g-Moll

Neben seinen Vorbildern darf der große Meister der Orgelmusik selbst natürlich nicht fehlen: Mit Bachs Fantasie und Fuge in g-Moll spielt Segtrop ein zentrales Stück der harmonischen Entwicklung in der Barockzeit, geht Bach in der Fantasie doch weit über die üblichen Konventionen hinaus. Die anschließende Fuge ist ein Paradebeispiel des sogenannten „Stilus phantasticus“, der Komponist benutzt die kunstvolle Umspielung eines niederländischen Volksliedes als Fugenthema.

Publikum kann sich Osterlieder wünschen

Neben den großen barocken Komponisten erklingt in dem Konzert auch Musik von eher unbekannteren Meistern, beispielsweise ein „Cantabile“ von Pasini, einem zeitgenössischen Komponisten. Das gerade gefeierte Osterfest wird in dem Konzert natürlich auch musikalisch gefeiert: so soll es eine Improvisation über Osterlieder geben, die sich das Konzertpublikum wünschen kann.
Den krönenden Abschluss des Konzerts bildet die erste Sonate des romantischen Komponisten Alexandre Guilmant. „Guilmant hat seine Sonaten angelegt wie die großen romantischen Sinfonien für Orchester. Entsprechend anspruchsvoll sind sie für den Ausführenden und das Instrument“ erläutert Segtrop. „Die bei dem Brand diesen Monat zum Glück nicht zerstörte Orgel der großen Kathedrale „Notre Dame“ in Paris war eine von Guilmants “Hausorgeln“, auf denen er immer spielte und für die er seine Musik schrieb“. Die große Orgel und der Raum der Johanneskirche können diesen klanglichen Anspruch voll erfüllen, freut sich der Organist aus Fröndenberg auf seinen Auftritt im Neheimer Dom.

Eintritt frei

„Eine instrumentale Überraschung wird es zusätzlich noch geben, aber die wird natürlich noch nicht verraten. Auf alle Fälle können die Zuhörer sich auf eine Stunde interessante und spannende Orgelmusik freuen, die auch etwas für Leute ist, die sonst eher keine Orgelmusik hören“. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, am Ausgang wird um eine Spende für die Kirchenmusik gebeten.

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