Auferstehungskirche in Arnsberg: Um- und Ausbau startet im März

Im März 2019 sollen die Arbeiten an der Auferstehungskirche in Arnsberg starten. Foto: Diana Ranke
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Die denkmalgeschützte Auferstehungskirche in Arnsberg soll das neue Zentrum der evangelischen Kirchengemeinde werden. Start für den geplanten Um- und Ausbau ist im März 2019. Nach Vermessungen und Gutachten ist klar: Es wird teurer als gedacht.

Auf der Grundlage der in mehreren Gemeindeversammlungen und Befragungen ermittelten Raumbedarfe und geforderten Raumqualitäten hatte das Presbyterium einen Wettbewerb ausgeschrieben, den das Architekturbüro Soan für sich entschieden hatte. Ein ursprünglicher Finanzierungsplan war vorläufig von Umbaukosten in Höhe von 975.200 Euro und Kosten für die Außensanierung von 400.000 Euro ausgegangen.

Kostenschätzung nach Vermessung und Gutachten

Nach einigen Änderungen der ursprünglichen Planung, Vermessung des Baus bzw. des Grundstücks sowie einem statischen und einem Brandschutzgutachten wurden die Kosten für den Umbau auf rund 1,56 Mio. Euro beziffert, die Sanierungskosten auf 430.000 Euro. Ein Finanzierungsplan der kreiskirchlichen Verwaltung hatte die Aufnahme eines zinslosen Darlehens in Höhe von 520.000 Euro vorgesehen - festgelegt auf eine jährliche Tilgung von 26.000 Euro über einen Zeitraum von 20 Jahren.
"Das war uns zu riskant", erklärte der Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrer Johannes Böhnke, vor allem auch hinsichtlich der langfristig kaum vorhersehbaren Einnahmenentwicklung. "Wir hätten damit den Fortgang unserer inhaltlichen Arbeit gefährdet." Das Presbyterium hatte den Finanzierungsplan daher abgelehnt und erhebliche Einsparungen zur Bedingung für die Weiterverfolgung des Projekts gemacht.

Einsparungen erforderlich

Einsparungen sollen jetzt dadurch erreicht werden, dass ein Kellerraum wegfällt, die Umgestaltung der Außenanlagen später bzw. in Eigenarbeit in Angriff genommen wird, auch für die Küche Spenden gesammelt und Abstriche bei den Materialien in den nicht unmittelbar einsehbaren Bereichen gemacht werden sollen. "Damit reduziert sich die Kreditsumme auf 260.000 Euro" so Böhnke. "Diese Belastung erscheint vertretbar, da sich zum einen die Aufwendungen für die Außensanierung durch inzwischen beantragte Zuschüsse vermutlich nochmals erheblich verringern werden."

Reduzierung auf 140.000 Euro durch Sondertilgungen

Zudem erwarte die Verwaltung für die Jahre 2018/ 19 Haushaltsüberschüsse von insgesamt 120.000 Euro durch Kirchensteuereinnahmen, sodass sich der aufgenommene Kredit durch zwei Sondertilgungen auf 140.000 Euro reduzieren ließe. "Damit würde die jährliche Haushaltsmehrbelastung der Kirchengemeinde bei 14.000 Euro für einen Zeitraum von zehn Jahren liegen." Angesichts der zu erwartenden jährlichen Einsparungen durch die Niederlegung der Erlöserkirche in Höhe von rund 34.000 Euro sei diese Summe ohne Einsparungen beim Personal oder der inhaltlichen Arbeit aufzubringen.

Auch Wünsche der Gemeindemitglieder berücksichtigt

Neben den Auflagen der Denkmalbehörde wurden bei dem Entwurf auch die Wünsche der Gemeindemitglieder - "soweit architektonisch umsetzbar und finanzierbar" berücksichtigt. So soll beispielsweise eine im Inneren befindliche Glaswand durch eine flexible Trennwand ersetzt werden, um den Raum optimaler nutzen zu können. Der ursprüngliche, kreuzförmige Grundriss der Kirche soll wieder erkennbar werden. "Wir wollen hier etwas bauen, das langfristig Wert hat. Die Kirche ist das Pfund, mit dem wir wuchern können. Sie ist schön und soll es auch bleiben", so Böhnke. "Wir sehen das als Geschenk für künftige Generationen", ergänzte Pressereferent Wolfgang Ploog.
Die Nutzung der Kirche während der Arbeiten soll gewährleistet sein, "eventuell mit kleinen Einschränkungen." Mit dem Baubeginn soll die Erlöserkirche niedergelegt werden.

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