Aktiver Artenschutz beim Berufskolleg in Arnsberg
Unterricht im Freien mit dem Krötentaxi

SchülerInnen der Fachschule Sozialpädagogik am Berufskolleg am Eichholz leisteten jetzt Hilfe und brachten die gefährdeten Amphibien im Krötentaxi sicher über die Straße.
  • SchülerInnen der Fachschule Sozialpädagogik am Berufskolleg am Eichholz leisteten jetzt Hilfe und brachten die gefährdeten Amphibien im Krötentaxi sicher über die Straße.
  • Foto: Pressestelle HSK
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Mit den ersten frühlingshaften Temperaturen beginnt für die heimischen Kröten und Frösche die gefährliche Wanderung von den Winterquartieren über stark befahrene Straßen bis zu ihren Laichgewässern, wo sie ihre Eier ablegen. Die Schülerinnen und Schüler der Fachschule Sozialpädagogik am Berufskolleg am Eichholz leisteten jetzt Hilfe und brachten die gefährdeten Amphibien im Krötentaxi sicher über die Straße.
Etwas Überwindung koste es schon, die kleinen Amphibien anzufassen. Doch bereits nach kurzer Zeit haben sich alle Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik mit den kleinen Tierchen angefreundet. „Sie sehen etwas schleimig aus, in Wirklichkeit sind sie aber gut anzufassen“, sagt Schüler Ferdi Demiray.Das Ziel der Tiere sind die Gewässer, in denen sie selbst geboren wurden. Jahr für Jahr kehren die erwachsenen Tiere dorthin zurück, um ihre Eier abzulegen, den sogenannten Laich. Doch der Weg zu den Laichgewässern ist gefährlich. Die meisten Amphibien leben zeitweise im Wasser und zeitweise an Land. Bei den meisten Arten beginnt das Leben im Wasser. Sie legen dort ihre Eier ab, aus denen sich nach einigen Tagen Kaulquappen entwickeln. Nach zwei bis drei Monaten verwandeln sich die Kaulquappen und werden zu Landtieren. Kröten brauchen also Lebensraum im Wasser und an Land.

Ohne Hilfe haben Kröten kaum eine Chance

„Wenn dieser Lebensraum von Straßen zerschnitten ist und die Tiere oft Straßen überqueren müssen, um zu ihren Laichgewässern zurück zu gelangen, dann ist die Überlebenschance für die Tiere sehr gering“, so Fachlehrerin Claudia Rath. Wenn pro Minute nur ein Fahrzeug die Straße entlangfährt, schaffe es nur eine von zehn Erdkröten ohne Hilfe auf die andere Straßenseite.
Daher kämpfen Naturschützer bereits seit vielen Jahren gegen den Amphibientod an unseren Straßen. Naturschutzgruppen, wie die SGV-Wanderakademie und das SGV-Naturschutzzentrum, sind jedes Jahr im Frühling deutschlandweit aktiv, stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an.

Unterwegs im Hellefelder Bachtal

„Mit unserer Aktion konnten wir in diesem Jahr mit unserer Klasse einen kleinen Beitrag dazu leisten“, so Rath. Die mit Warnwesten ausgestatteten Studierenden waren im Bereich der L839 Teutenburg Unteres Hellefelder Bachtal oberhalb der Tennisplätze unterwegs, Dort haben sie unter Anleitung von Dirk Zimmermann, Leiter der SGV-Wanderakademie, 125 Amphibien aus den vor dem Krötenzaun in die Erde eingelassenen Eimern eingesammelt und nach erfolgter Zählung sicher über die Straße gebracht. „Neben dem aktiven Artenschutz wurden die Studierenden durch diese Aktion für eine schützenswerte Umwelt sensibilisiert und haben ihre Vorbildfunktion als angehende Erzieherinnen und Erzieher reflektiert“, berichtet Claudia Rath.

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