Trinkwasserverseuchung auf Raten - Grubenwasser setzt in Bergbaustollen verklappten Giftmüll frei
Montagsdemo zeigt Solidarität mit den protestierenden Bergleuten - weiterer Protest gegen die Anliegerbeiträge bei Straßenbaumaßnahmen

Gleich zwei brisante Themen sind Schwerpunkt der nächsten Bochumer Montagsdemo am 17.06: Die Entlassung von 200 Bergbauarbeiter, die Flutung von Bergbauschächten und die Anliegerbeiträge der Grundstückseigentümer bei Straßenbaumaßnahmen.

Obwohl die Ruhrkohle AG (RAG) den Mitarbeitern bei Schließung der letzten Zeche in Deutschland, Prosper Haniel in Bottrop, zugesichert hat, durch die Schließung würde niemand ins "bergfreie" fallen, wurden 200 Mitarbeiter entlassen, weil sie angeblich alternative "Arbeitsangebote" nicht annahmen. Dabei handelte es sich um u.a. um schlecht bezahlte Leiharbeit. Weiterhin ist die RAG buchstäblich ein Brunnenvergifter: In mehreren Zechen wurde in den Schächten hochgiftiger Sondermüll wie z.B. Filterstäube eingelagert und jetzt werden diese Schächte geflutet wie z.B. auf der ehemaligen Schachtanlage Auguste Viktoria. Dabei werden diese Giftstoffe wie z.B. PCB oder Furane freigesetzt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie das Grundwasser erreichen und verseuchen!

Die Montagsdemo fordert eine sofortige Wiederaufnahme der Wasserhaltung und eine Bestrafung der Verantwortlichen der RAG! Sie unterstützt alle weiteren Proteste der Bergleute gegen Entlassungen!

Weiterhin solidarisiert sich die Montagsdemo mit den Gegnern der sog. Anliegerbeiträge. Grundstückeigentümer sollen die Kosten einer Straßenbaumaßnahme anteilig mittragen, obwohl sie bereits Grundsteuern zahlen.

Es wird eine spannende Diskussion erwartet und es gibt Berichte über die zweite Demonstration der Kumpel am 15.06.19 in Bottrop gegen die RAG.

Die Kundgebung ist um 18.00 Uhr am Husemannplatz.

Ulrich Achenbach
Moderator

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