Bottroper Trapez-Umgestaltung setzt auf Aktivität aller

Das Trapez, eines der zentralen Innenstadtareale, wird umgestaltet. Doch nicht allein neues Pflaster und Grün sollen für mehr Flair sorgen - großes Ziel aller Beteiligten ist es, dem Platz wieder Leben einzuhauchen.

Nicht ohne Grund hat der Künstlerbund, der gemeinsam mit der Stadterneuerung an einem Strang zieht, das Projekt „Platz nehmen“ getauft - in doppeltem Wortsinn. „Wir wollen mit dazu beitragen, dass das Trapez wieder ein Lebensraum ist, den man in Besitz nimmt“, erklärt Irmelin Sansen, Vorsitzende des Künstlerbundes. „Bislang ist das ein Platz ohne Identität.“

Mitglieder des Bottroper Künstlerbundes, aber auch einige ihrer Kollegen aus anderen Städten, haben bereits Ideen und Konzepte entwickelt, um das Trapez im September zu einer Art Freiluft-Ausstellungsraum zu machen. Am 7. September wird mit einer Vernissage der Startschuss fallen, bis zum 23. September sind Fotos, Bilder, Objekte und Skulpturen zu sehen.

Aktuell versuchen die Projektbeteiligten mit den Trapez-Anwohnern, Mietern und Inhabern in Kontakt und ins Gespräch zu kommen. Die Eröffnung des Projektbüros an der Gladbecker Straße zu Jahresanfang war ein erster und erfolgreicher Schritt, aber noch lange nicht der letzte.

„Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, im Sommer dort ein großes Fest mit allen zu feiern“, beschreibt Irmelin Sansen eine der Möglichkeiten, die Nachbarn näher zueinander zu bringen. „Eine lange Tafel, jeder bringt etwas zu essen mit, man sitzt und redet und lernt sich kennen.“ Der Fotograf Paul Schulte braucht zur Verwirklichung seiner Idee für die September-Ausstellung ebenfalls die Bereitschaft der Trapez-Bewohner, sich auf das Projekt einzulassen. Er möchte typische „Fenster-Situationen“ im Bild festhalten. Die Fotos werden anschließend in leeren Schaufenstern ausgestellt.

Irmelin Sansen hat sich für ihr Vorhaben bereits tatkräftige Unterstützung der Gafög und der Rheinbabenwerkstatt gesichert. Ausgediente Fahrräder sollen aufgebockt werden, wer auf ihnen strampelt erzeugt Strom und treibt damit Leuchtkörper an.

Gesucht werden nun nicht nur Leute, die sich fotografieren lassen oder aufs Rad steigen. Auch Spender, sei es von Speisen für die lange Tafel, von Rädern und auch Finanzen werden gebraucht. „Wir wollen nicht im Herbst sagen: Los geht‘s!, sondern das Trapez schon jetzt langsam zum Leben erwecken“ - wünscht sich Irmelin Sansen.

Wer bei der Belebung des Trapezes aktiv dabei sein möchte, kann sich unter der e-mail-Adresse platz-nehmen-trapez@web.de mit dem Künstlerbund in Verbindung setzen.

Das Projektbüro befindet sich auf der Gladbecker Str. 25.

Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 15 bis 16 Uhr (besetzt durch Mitarbeiter der Stadterneuerung), Mittwoch von 15.30 bis 17 Uhr, besetzt durch Irmelin Sansen vom Künstlerbund.

Autor:

Judith Schmitz aus Bottrop

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