Alle(s) unter einem Dach: Entwurf für den Neubau des Martins-Zentrums

Die Entscheidung ist gefallen. Wie das neue Gemeindezentrum aussehen soll, können sich Interessierte in der Martinskirche ansehen. Foto: Kappi
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  • Foto: Michael Kaprol
  • hochgeladen von Judith Schmitz
Wo: Gemeindehaus Martinskirche, Pferdemarkt, 46236 Bottrop auf Karte anzeigen

Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Neubau des Gemeindezentrums an der Martinskirche ist geschafft: Bei einem Architektenwettbewerb fiel die Wahl einstimmig auf einen Vorschlag des Recklinghäuser Architekturbüros Feja und Kemper.

Diese Entscheidung traf nach intensiver Prüfung aller acht eingereichten Vorschläge das Preisgericht. In ihrer Begründung lobte die Jury unter Vorsitz des Bochumer Architekten Prof. Hermann Kleine Allekotte sowohl die gelungene städtebauliche Lösung als auch die hohe Qualität der architektonischen Ausformulierung in Funktion, Material und Gestalt sowie die Gliederung der Fassade. „Das war eine sehr anspruchsvolle Aufgabe“, sagt Pfarrerin Anke-Maria Büker-Mamy mit Blick auf die vielen Wünsche und Anforderungen, die der Neubau erfüllen soll.
Das neue Gemeindezentrum, das direkt hinter der Martinskirche entstehen wird, soll alle Einrichtungen aufnehmen, die aktuell noch ihr Zuhause im Evangelischen Gemeindehaus an der Osterfelder Straße haben. Außerdem bleiben die schon jetzt am Pferdemarkt ansässigen Teile wie Beratungsstellen und Verwaltung dort. Das Grundstück an der Osterfelder Straße wird nach Fertigstellung des Neubaus verkauft und das alte Gebäude vermutlich abgerissen.
„Auf Wunsch der Stadt haben wir noch eine kleine Kindertagesstätte integrieren können“, erklärt Pfarrer Ulrich Schulte von der Martinsgemeinde. Dort wird es eine Betreuung für Kinder unter drei Jahre sowie für ältere Mädchen und Jungen geben. Träger ist die evangelische Kirche.
Der Entwurf des Architektenbüros aus Recklinghausen sieht eine Anbindung von Martinskirche und Gemeindezentrum durch die Sakristei vor. Ein barrierefreier Zugang ist möglich. Ein bis zu drei Geschosse hoher Gebäuderiegel wird weit in die Böckenhoffstraße gerückt, wodurch er bis in die Osterfelder Straße präsent ist und gleichzeitig große zusammenhängende Freiflächen im Garten ermöglicht. Zwischen Martinskirche und Gemeindezentrum entsteht ein kleiner Platz. Das Herzstück, der Gemeindesaal, ist über das Foyer an diesen Platz angeschlossen. „Foyer und Saal spielen eine zentrale Rolle“, erläutert der Architekt Franz-Jörg Feja.
Die Kindertagesstätte und die Räume für die jugendlichen Nutzer des Gemeindehauses ragen in den hinteren Gartenbereich hinein. Zugänglich ist das Gebäude über zwei Eingänge, die benachbart liegen werden. Die Fassade des neuen Gebäudes soll durch die Materialwahl an die Martinskirche angelehnt werden. „Die Gebäude sollen auf Anhieb als zusammengehörig erkennbar sein“, so Franz-Jörg Feja.
Die Parkplätze, die jetzt noch zwischen Kirche und Gemeindehaus liegen, fallen weg. Es gibt aber Gespräche mit der Stadt, die bereits ihr Einverständnis signalisiert hat, einen Streifen des benachbarten Grundstücks des Kulturzentrums abzutreten. Dort könnten dann, direkt hinter dem neuen Gemeindehaus, etwa zehn Stellpätze eingerichtet werden.
Die evangelische Kirche hatte sich für einen Neubau des Gemeindehauses entschieden, nachdem klar war, dass das alte Gebäude an der Osterfelder Straße stark sanierungsbedürftig ist. In die Neubaumaßnahme sollen rund 2,5 Millionen Euro investiert werden, durch moderne Technik wird eine jährliche Kosteneinsparung in Höhe von etwa 30.000 Euro erwartet.

Die Entwürfe können in der Martinskirche besichtigt werden. Michaelismarkt (25. September): Offene Kirche von 11-17 Uhr und Erntedankfest (Sonntag, 2. Oktober): 11.30 -13 Uhr. Vormittags von 10.30 -12.30 Uhr: am Samstag, 24.9. /Dienstag, 27.9. / Mittwoch, 28.9. / Samstag, 1.10., Dienstag, 4.10. Nachmittags von 16 -18 Uhr: am Montag, 26.9. / Mittwoch, 28.9. / Donnerstag, 29.9. / Freitag, 30.9. oder nach Absprache mit Pfarrerin Büker-Mamy, Tel. 0176-50237354.

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