RWF-Damen schlagen Spitzenreiter - Die Anhänger verwandeln die Neustraße in ein Tollhaus!

Die Erfolgsmannschaft aus Fuhlenbrock
Wo: Rot-Weiß Fuhlenbrock, Neustraße 87, Stadtmitte, 46236 Bottrop auf Karte anzeigen

„Der Tabellenführer soll kommen. Ich stelle meine Mädels schon auf dieses Spiel ein. Wir fürchten uns vor niemanden.“, so die selbstbewusste Äußerung von Martin Schlüter einen Tag vor dem Spiel. Die Fuhlenbrocker wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, was sie im Stande sind zu leisten. Das Trainergespann der Rot-Weißen um die wiedergenesene Spielführerin Daniela Haberstroh schwor sich mit der Mannschaft vor Beginn der Partie ein und präsentierte eine Aufstellung, mit der niemand gerechnet hätte. Absolut konzentriert kamen die Damen aus der Kabine und jeder konnte Ihnen den bevorstehenden Stress ansehen, doch es gab kein Fan, der hier nicht an eine Sensation glaubte. Ein 4-4-2 System sollte der Schlüssel zum Erfolg sein, bei dem die eigentlichen Offensivkräfte mit in die Verteidigung eingebunden wurden. Keine Spielerin war sich zu Schade, aufopferungsvoll für das Team zu arbeiten, egal wo sich Ball und Gegner befand, Rot-Weiß Fuhlenbrock war zur Stelle. So kam es dann in der 35. Minute zum ersten Eckball, welcher gleich zur 1:0- Führung genutzt wurde. Ab diesem Moment war allen klar, „Wir wollen die drei Punkte!“. Mit diesem knappen Vorsprung ging es dann in die Halbzeitpause. Jessica Eckenroth, die sich wie alle anderen auch, Bestnoten verdiente, wurde aus taktischen Gründen ausgewechselt und mit der Einwechselung von Michelle Nieszporek sollten die Trainer ihre goldenen Händchen beweisen.
Man erwartete von Hamminkeln nun volle Offensive, aber der Gast wusste kein Mittel, die gut sortierte Abwehr um S. Mühle, D. Haberstroh, J. Müller und J. Wengelnik zu brechen. Fast alle Zweikämpfe wurden gewonnen und so konnte das Spiel über die ganze Distanz hinweg kontrolliert werden. Dann kam es zur Entscheidung! Erneut war es ein Eckball, der von Jessica Kalthoff hereingebracht wurde. Mit Ihrem Kopfball traf Michelle Nieszporek zunächst nur die Torhüterin, aber dann war es soweit! Kurz orientierungslos, aber dann zur Stelle, hat „Micky“ eiskalt in der 72. Minute zum 2:0 eingenetzt! Jetzt gab es wirklich niemanden mehr, der sich der sprichwörtlichen Sektdusche verweigerte! Mit einer klasse Geste des Cheftrainers wurde Michele Eckert völlig erschöpft ausgewechselt. Unter schallendem Applaus gab er dem Mädchen einen Kuss auf die Stirn und brachte Adriana Nieszporek auf Ihre Position.
„Ich denke, unser Gegner hat mit diesem Resultat in keinster Weise gerechnet. Man hat Ihnen den Schock und die Enttäuschung angesehen. Aber was hätten sie machen sollen. Gegen unser Team war heute überhaupt nix zu holen! Sandra, Tina, Dany, Jenny, Jenn, Tati, Ecki, Michele, Sabrina, Jessy, Mona, Micky und Addi sind heute alle über sich hinausgewachsen! Du kannst sie heute alle in die Kicker-Elf des Tages stellen. Sie waren heute einfach bärenstark!“, lautete die Spielanalyse von Mister Co., Florian Müller.
In der 89. Minute kam Hamminkeln noch zum Ehrentreffer, was für die Rot-Weiß jedoch keine Rolle mehr spielte, denn danach war Schluß! Tosender Applaus, Freudentränen und herzliche Umarmungen an allen Stellen der Platzanlage waren ein Zeichen der Anerkennung für die „Mädchen“ von Rot-Weiß Fuhlenbrock.
„Ich bedanke mich bei meinem Verein! Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen Martin, Flori und Volker! Ich bedanke mich bei den Ladies! Und auch bedanke ich mich beim Wolle, der bei der Gründung der Damen vor zwei Jahren als der erster Trainer an uns geglaubt hat und den Grundstein für diese außergewöhnliche Mannschaft gelegt hat. Martin und Florian sind in der Lage, den Rohschliff in Perfektion umzusetzen.“, so ein zu Tränen gerührter Vorsitzender Sascha Haberstroh.
Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Michelle Nieszporek. Anfang der Saison noch die gefeierte Torhüterin, dann eine schwere Verletzung und jetzt im zweiten Spiel diesen Jahres zur Torschützin aufgestiegen. „Ich habe es erst gar nicht realisiert. Erst als die Mannschaft auf mich zu gelaufen ist und mich umschlungen hat, war ich völlig losgelöst.“, beschrieb Micky unter wasserfallartigen Glückstränen Ihre Gefühle. Martin Schlüter überbot an diesem Tag sogar sein eigenes Alter: „ Ich bin heute um 30 Jahre älter geworden. Was war das geil!“, so erneut der niederknieende Trainer.
Die vom Fußballplatz hinunter marschierenden Spielerinnen feierten Ihre eigene Leistung vor den treuen Anhängern mit einem von Tatjana Krutzinna angestimmten H-U-M-B-A. Nur durch den schlecht organisierten Platzwart, welcher sich sogar weigert, Getränke für Freund und Feind zu verkaufen, wurde die zweistündige Siegesfeier auf dem Parkplatz fortgesetzt, weil jener Frauenfeindlicher alle Glückseeligen von der Sportanlage verwies.
„Wir sind glücklich und lassen uns durch diesen Opa die phantastische Laune nicht verderben. Heute haben wir Werbung in eigener Sache gemacht und bewiesen das bei uns etwas entsteht. In der Rückrundentabelle liegen wir auf Platz vier, mit potenzial zu Höherem!“, so die beiden in den armen liegenden Frauen Jessica Kalthoff und Tanja Krutzinna.

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