Dreister Diebstahl vor der Haustür - Zeugen gesucht

„Vier Aluminiumfelgen wurden mir von der Haustür weggeklaut!“, ist Peter Drescher empört. Jetzt sucht er Zeugen, um den Dieb zu stellen.
Folgendes ist geschehen: Ein „Klüngelskerl“ im weißen Transporter fuhr am Donnerstagnachmittag (25. August) in der Mittagszeit gleich zweimal durch die Richard-Wagner-Straße. Beim ersten Mal schaute Drescher zufällig hin, beim zweiten Mal leider nicht mehr.
Was geschah, weiß Peter Drescher nur von den Erzählungen einer Nachbarin, die alles beobachtete. „Ich hatte vor der Haustür vier Alufelgen im Gesamtwert von mindestens 1.200 Euro stehen, weil ich mein Auto verkaufen will und die dazulegen wollte. Der Klüngelskerl hielt an, lud sie auf und fuhr mit ihnen davon“, erzählt der Geschädigte fassungslos.
Da alles so selbstverständlich wirkte, griff die Nachbarin weder ein noch merkte sie sich das Kennzeichen.
Anzeige hat Peter Drescher schon erstattet, jetzt hofft er auf Castrop-Rauxeler, die den Transporter gesehen haben und ihm (unter Tel.: 441105)Hinweise geben können.
„Gefühlt haben die Straftaten mit Schrott innerhalb des Jahres auf jeden Fall zugenommen“, sagt Michael Franz von der Presseabteilung der Polizei im Kreis Recklinghausen. Da die Polizei Metalldiebstähle nicht gesondert zählt, sondern in der Statistik in der Obergruppe „einfacher Diebstahl“ erfasst , kann er keine zuverlässigen Zahlen nennen. „Kupferdachrinnen werden abmontiert, Kupferkabel aus Wänden gerissen“, gibt er Beispiele, auf welche Art Metalldiebstahl meistens vonstatten geht. Vermutet wird ein Zusammenhang mit den hohen Kupferpreisen.
Beschwerden über Klüngelskerle kennt er auch. „Dabei stellt sich immer die Frage der Beweisbarkeit. Wenn Waren am Straßenrand abgestellt werden, könnte der Eindruck entstehen, dass das Eigentum aufgeben wurde, es sich also um ein Missverständnis handelt“, schränkt Franz ein. Wenn etwas von einem Grundstück entwendet werde, sehe das natürlich wieder anders aus. Da würde es natürlich helfen, nachzufragen, bevor man auflade.
Ermittlungen setzen oft bei Altmetallhändlern an. „Regelmäßig sucht die Polizei sogennante Schrotthändler auf und lässt sich Nachweise zeigen, woher die Waren stammen“, berichtet Michael Franz. Wenn es keine Herkunftsbelege gibt, kann der Vorwurf der Hehlerei im Raum stehen.
Schwierig sei die Zuordnung gestohlener Waren vor allem dadurch, dass „Schrott“ keine Individualmerkmale habe. Wenn möglich, sei es ratsam, Gegenstände mit einer Gravur zu versehen, um sie nach einem Diebstahl identifizieren zu können. „Zum Beispiel könnte man in Kupfervasen auf dem Friedhof etwas einritzen“, schlägt Michael Franz vor. cawi

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