Motorsport: Doppelsieg zum Saison-Höhepunkt für Dorstener Rennstall

Guido Schuchert und Christian Draucht feierten einen spektakulären Doppelsieg in neuer Team-Umgebung.
  • Guido Schuchert und Christian Draucht feierten einen spektakulären Doppelsieg in neuer Team-Umgebung.
  • Foto: Thomas Sandmann
  • hochgeladen von Olaf Hellenkamp
Wo: Nürburgring, Nürburgring, 53520 Nürburg auf Karte anzeigen

Die Leser des Stadtspiegels und des Lokalkompass kennen den Lembecker Rennfahrer Guido Schuchert durch unzählige Siege und entsprechende Schlagzeilen schon sehr genau. In diesem Jahr hat sich einiges verändert, der Erfolg jedoch hält unverändert an.

Wenn er gerade kein Rennen fährt, betreibt der KFZ-Meister Guido Schuchert seine eigene Werkstatt in Dorstens Autoviertel an der Glashütte, die auf Porsche- und Lotus-Sportwagen spezialisiert ist und über einen Kundenstamm aus ganz Europa verfügt. Für die Langstrecken-Rennserie RCN besteht eine Partnerschaft mit Master Orange Motorsport, dem Unternehmen des Motorsport- und Medien-Profis Thomas Sandmann. Hier jedoch gab es Optimierungsbedarf: „Den Namen dieses Joint-Ventures, nämlich Orange Green Racing Team, konnte sich niemand merken, und fast immer wurde er in Berichten falsch geschrieben“, erklärt uns Guido Schuchert. „Darüber hinaus sorgte der gemeinsame Name für Verwirrung“, fügt Thomas Sandmann hinzu, denn sein Unternehmen ist auch in anderen Motorsport-Serien aktiv. Guido Schuchert hingegen konzentriert sich voll auf die RCN und ist hier umso aktiver, gehört doch sogar Kundensport seit jeher dazu. Andere Fahrer werden also von Schucherts Werkstatt- und Boxen-Team betreut.

„Wir mussten dringend etwas ändern, denn wir wollten unsere gute Zusammenarbeit nicht nur beibehalten, sondern sogar noch stärkern“, erklärt Thomas Sandmann. Was sich kompliziert anhört, ist logisch betrachtet ganz einfach: Guido Schuchert wurde kurzerhand alleiniger Teamchef, und die RCN-Fraktion nennt sich nun konsequent „Guido Schuchert Motorsport“. Master Orange bleibt weiterhin Partner und unterstützt das neue Motorsport-Team nach wie vor technisch, überlässt aber die sportliche Führung allein dem neuen Teamchef Guido Schuchert und nutzt die freien Kapazitäten, um sich weiteren Aufgaben in anderen Rennserien zu widmen, über die wir in einer der kommenden Ausgaben ebenfalls berichten werden.

Und die Rechnung scheint aufzugehen. In der vergangenen Woche reiste das Team zum Nürburgring, um im Rahmen des legendären 24-Stunden-Rennens den RCN-Lauf zu bestreiten, der allgemein als der Höhepunkt der Saison gilt. Über 250.000 Fans feiern auf den rund um die Nordschleife verteilten Campingplätzen eine nahezu einwöchige Party, und traditionell ist die Rundstrecken-Challenge das Eröffnungsrennen des Motorsport-Spektakels.

Bei widrigen Bedingungen nach frostiger Nacht startete das Rennen morgens um 8 Uhr. Souverän begann Schuchert mit einer sehr schnellen Runde und gab die Führung bis kurz vor dem Ziel nicht ab, wurde dann aber durch eine Gelb-Phase eingebremst. Die Chance in letzter Minute konnte ein anderer Fahrer nutzen, der Schuchert prompt auf den zweiten Platz verwies. Aber keine Geschichte ohne Happy End: Bei dem überraschenden Gewinner handelte sich nicht etwa um einen gegnerischen Fahrer, sondern um Schucherts Teamkollegen Christian Draucht, der in dieser Saison im neuen Team debutierte und nun neben dem Klassen-Doppelsieg auch noch seinen ersten Gruppensieg feiern konnte. Eindrucksvoller lässt sich kaum beweisen, dass sowohl die Fahrer als auch die Autos des neuen Teams „Guido Schuchert Motorsport“ an die Erfolge der vergangegen Jahre anknüpfen können.

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