Jugendprojekt entwickelt Lebensweg-Spiel MALLAP

Es hat allen gut gefallen: Aron Pitula mit Gerd Bollermann und Günter Henning vom Verein „Hombrucher Sonnenstrahlen“ sowie den Projektbegleitern Michael Schlösser und Angelika Schmitt (v. l.) beim Probespiel. | Foto: Peter Otworowski/Jugendamt
  • Es hat allen gut gefallen: Aron Pitula mit Gerd Bollermann und Günter Henning vom Verein „Hombrucher Sonnenstrahlen“ sowie den Projektbegleitern Michael Schlösser und Angelika Schmitt (v. l.) beim Probespiel.
  • Foto: Peter Otworowski/Jugendamt
  • hochgeladen von Peter J. Weigel

Fast drei Jahre Arbeit stecken in dem Lebensweg-Spiel MALLAP. Geschaffen wurde es nicht etwa von professionellen Spielerfindern, sondern von Besucherinnen und Besuchern der städtischen Jugendfreizeitstätte (JFS) in Eichlinghofen. Drei Jugendliche haben bis zum erfolgreichen Projektabschluss durchgehalten.

„Es hat mir gut gefallen!“, resümierte Aron Pitula am Ende jeder Gruppensitzung. Damit spricht der 19-Jährige seinen Mitstreiterinnen Marie Grigoleit und Laura Theimann aus der Seele. Denn mit dem Ergebnis sind die Spielentwickler zufrieden. „Vor allem ist es eines geworden: Gut!“, attestiert Laura Theimann dem neuen Gesellschaftsspiel. Die junge Frau kennt auch den Grund: „Was lange wärt, wird endlich gut. Das es so lange dauert, hat vorher niemand geahnt.“

Alle zwei Wochen traf sich die Projektgruppe in der JFS, um an dem Spiel zu arbeiten. Sie entwickelten den Spielplan mit vier drehbaren Ebenen, fanden jeweils 50 Fragen und Antworten für Schicksals- und Entscheidungskarten und entwarfen über 650 Lebensziele, die man bei dem Spiel erreichen kann. Die Idee, die dahinter steht, hat einen durchaus pädagogischen Hintergrund. MALLAP soll den Mitspielerinnen und Mitspielern die Möglichkeit aufzeigen, verschiedene Lebenswege einzuschlagen. Außerdem will es zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. In unzähligen Probespielen wurde das Ergebnis schließlich mit verschiedenen Zielgruppen getestet, überarbeitet und verfeinert. Bei diesem aufwändigen Entwicklungsprozess wurden die Jugendlichen von Fachreferentin Angelika Schmitt, JFS-Leiter Michael Schlösser und dem freien Mitarbeiter Peter Otworowski begleitet, für die die Erstellung eines komplexen Gesellschaftsspiels auch eine neue Erfahrung war.

„Es ist schön, dass dabei so ein kurzweiliges und lebendiges Spiel herausgekommen ist“, freut sich Angelika Schmitt. Für die Jugendamtsmitarbeiterin ist das schon ein Kompliment. Immerhin ist die Sozialarbeiterin kein besonderer Fan von Brettspielen. „Für mich ist und bleibt es immer noch am erstaunlichsten, dass die Jugendlichen über einen so langen Zeitraum seit Januar 2009 an demselben Thema gearbeitet haben“, lobt Einrichtungsleiter Michael Schlösser das Durchhaltevermögen der jungen Spielentwickler.

Unterstützt wurde das Projekt vom gemeinnützigen Verein „Hombrucher Sonnenstrahlen e. V.“. „Ich freue mich, dass wir mit unserem Verein solche und andere Aktivitäten für Kinder und Jugendliche im Stadtbezirk Hombruch fördern können. Die Entwicklung dieses Spieles beweist wieder einmal mehr, dass Jugendliche, die entsprechend gefördert und gefordert werden, wirklich tolle und kreative Dinge entwickeln können“, erklärt der Vereinsvorsitzende Dr. Gerd Bollermann das Anliegen des Vereins.

Jetzt hoffen die Jugendlichen darauf, dass sie vielleicht sogar einen Verlag finden, der MALLAP veröffentlicht, und wünschen den zukünftigen Spielern: „Viel Spaß damit!“

Stichwort: Hombrucher Sonnenstrahlen e. V.
Der gemeinnützige Verein wurde 2006 gegründet. Er unterstützt im Stadtbezirk Hombruch jährlich ein bis zwei Projekte, Aktionen oder Aktivitäten für und mit Kindern und Jugendlichen. Neben der direkten Hilfe will er damit auf die Situation bedürftiger junger Menschen aufmerksam machen und stellt deren Förderung und Forderung in den Vordergrund. Kontakt: Hombrucher Sonnenstrahlen e. V., c/o Ingrid Kuss, Galoppstraße 69, 44229 Dortmund, Telefon 0231/ 7 54 60 92

Autor:

Peter Otworowski aus Dortmund-Süd

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