Hörde
Preisgekrönte Nachbarschaft: Verein "Wir am Hörder Neumarkt“ vom Städtenetzwerk NRW ausgezeichnet

Auszeichnung beim Festakt zum 20-jährigen des Programms „Soziale Stadt“ (v.l.): Stefan Schwarz (Sprecher des Städtenetzes Soziale Stadt NRW), Marco Ambrée (Montag-Stiftungen), Jens Woelki (Amt für Stadterneuerung), Mathias Ruhnke (mit Urkunde, "Wir am Hörder Neumarkt e.V."), Susanne Linnebach (Leiterin Amt für Stadterneuerung) und Carsten Tum (Sprecher Städtenetz Soziale Stadt NRW).
  • Auszeichnung beim Festakt zum 20-jährigen des Programms „Soziale Stadt“ (v.l.): Stefan Schwarz (Sprecher des Städtenetzes Soziale Stadt NRW), Marco Ambrée (Montag-Stiftungen), Jens Woelki (Amt für Stadterneuerung), Mathias Ruhnke (mit Urkunde, "Wir am Hörder Neumarkt e.V."), Susanne Linnebach (Leiterin Amt für Stadterneuerung) und Carsten Tum (Sprecher Städtenetz Soziale Stadt NRW).
  • Foto: Holger Krüssmann
  • hochgeladen von Holger Schmälzger

Das nachbarschaftliche Engagement am Hörder Neumarkt hat einen Preis als Vorbildprojekt der Sozialen Stadt NRW erhalten. Als eines von fünf ausgezeichneten Projekten nahmen der Verein „Wir am Hörder Neumarkt“ und das Amt für Stadterneuerung der Stadt gemeinsam die Auszeichnung entgegen.

Der Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ in Nordrhein-Westfalen fand im Erich-Brost Pavillon auf dem Dach der Zeche Zollverein in Essen statt und bildete den herausgehobenen Rahmen für diese Preisverleihung.

Robert Ambrée von den Montag-Stiftungen betonte das beharrliche Engagement der Nachbarschaft, die den früher von einer Alkoholiker-Szene dominierten Ort wieder in Besitz nahm und eine lebendige Nachbarschaft auf die Beine stellte.

Susanne Linnebach, Leiterin des Amtes für Stadterneuerung, sieht Hörde als größtes städtebauliches Projekt in Dortmund in der Gegenwart: „Kein Ort erlebt den Strukturwandel so grundlegend wie Hörde. Dass die Menschen am Hörder Neumarkt diesen Wandel selbst mit gestalten, das ist etwas ganz besonderes. Die Stadt hat ihren Teil dazu beigetragen, indem sie das Neumarktviertel mit in das Stadtumbaugebiet aufgenommen hat und so Unterstützungen für viele kleine, nachbarschaftliche Projekte geben konnte.“

Für den Verein „Wir am Hörder Neumarkt“ nahm Matthias Ruhnke den Preis entgegen. Er blickte mit Stolz zurück auf das, was die Hörder in den vergangenen Jahren gemacht hatten, wie sie die Neumarktfeste organisierten, um den Platz wieder selbst zu nutzen, und ein Arrangement mit der Alkoholiker-Szene fanden.

In den folgenden Jahren pflanzten sie Rosen in die Baumscheiben, sorgten für Jugend-Bänke und Seniorenbänke, ein Trimm-Dich-Gerät, Fahrradständer, eine Tischtennisplatte und seit einigen Wochen gibt es auch einen Bücherschrank. Aus der ursprünglichen Interessengemeinschaft gründeten sie einen Verein und übernahmen die leer stehende Gaststätte Haus Rode am Hörder Neumarkt. Damit hatte die Nachbarschaft einen Treffpunkt und Versammlungsort für viele kleinere und größere Veranstaltungen.

Allein 25 Projekte organisierten die Nachbarn mit finanzieller Unterstützung durch den Hörder Stadtteilfonds. Für viele weitere Ideen fanden sie Geldgeber in Stiftungen und anderen Förderprogrammen. In diesem Zusammenhang bedankt sich der Verein ganz besonders bei der Hörder Stadtteilagentur und namentlich bei Rolf Martin, der sie mit breitem organisatorischen Wissen immer wieder unterstützt hat. „Es gibt noch viel zu tun und ich träume davon, dass wir den Saal hinter der Gaststätte in Stand setzen können, um auch größere Veranstaltungen durchführen zu können“, wünscht sich Matthias Ruhnke. Dafür sicherte Jens Woelki die Unterstützung der Stadterneuerung zu.

Autor:

Holger Schmälzger aus Dortmund-Süd

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